04.02.2026

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Folge 51/52-23 vom 22. Dezember 2023 / Aus den Landesgruppen der Landsmannschaft Ostpreußen e.V.

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 51/52-23 vom 22. Dezember 2023

Aus den Landesgruppen der Landsmannschaft Ostpreußen e.V.

Hessen

Vorsitzender: Ulrich Bonk Stellv. Vorsitzender: Gerd-Helmut Schäfer, Rosenweg 28, 61381 Friedrichsdorf, Telefon (0170) 3086700

Jahreshauptversammlung

Wetzlar – Dienstag, 16. Januar, 11 Uhr, Gaststätte Matchball beim Tennisplatz, Bodenfeld, 35576 Wetzlar, Telefon (06441) 45439: „Von der Suchliste Adler zur Landsmannschaft der Ost- und Westpreußen (LOW) “, eine Chronik der Kreisgruppe Wetzlar in der LOW – Teil 2, Vortrag von Kuno Kutz verbunden mit der Jahreshauptversammlung 2024 mit Wahl des Vorstandes. Weitere Informationen bei Kuno Kutz, Heinzewies 6, 35625 Hüttenberg, Telefon (06441) 770559, E-Mail: kuno.kutz@t-online.de, Fax (06441) 770558.


Niedersachsen

Vorsitzende: Dr. Barbara Loeffke, Alter Hessenweg 13, 21335 Lüneburg, Tel.: (04131)42684, Schriftführer und Schatzmeister: Hilde Pottschien, Volgerstraße 38, 21335 Lüneburg, Tel.: (04131)7684391. Bezirksgruppe Lüneburg: Helmut E. Papke, Süllweg 7, 29345 Unterlüß, Tel.: (05827) 4099850. Bezirksgruppe Braunschweig: Fritz Folger, Sommerlust 26, 38118 Braunschweig, Tel.: (0531) 2509377. Bezirksgruppe Weser-Ems: Otto v. Below, Neuen Kamp 22, 49584 Fürstenau, Tel.: (05901) 2968

Bericht über das OL

Lüneburg – Während der Jahreshauptversammlung der Landesgruppe Niedersachsen hat der Direktor des Ostpreußischen Landesmuseums wie folgt über die Entwicklung des Museums berichtet:

„Die letzten zwei Jahre waren weitgehend frei von Coronabeschränkungen, sodass sich der Erfolg von 2018 mit der neuen Dauerausstellurig fast vollständig fortsetzen konnte. Die Besuchszahlen sind fast wieder auf dem alten Niveau; was immer noch deutlich geringer ausfällt, sind die Gruppen wie Busreisende und Schulklassen. Die Zufriedenheit unserer Besucher ist durchgehend hoch. Kein Museum in Lüneburg hat so gute Bewertungen im Internet wie das OL. Auch das Gästebuch ist voller begeisterter Einträge.

In den zurückliegenden zwei Jahren konnten zahlreiche Ausstellungen realisiert werden. Besonders erwähnenswert sind a) ,,Der baltische Künstler Johann Walter-Kurau“; b) Expressionistische Maler aus Ostpreußen c) ,,Der Elch – Klischee und Wirklichkeit eines Symboltiers“, d) ,,Verschwunden – Orte, die es nicht mehr gibt“, e) ,,Der Maler Franz Domscheit“ sowie die Kabinettausstellungen f) ,,Nationalismus und Romantik in der Literatur Ostpreußens“; g) ,,Grafik der 1950er Jahre von Gerhard Matzat und Ute Brinckmann-Schmolling“; h) ,,Romantische Augen-Blicke“, i) ,,Bilder von Königsberg – Blüte und Untergang. Der Fotograf Fritz Krauskopf“. Aktuell läuft noch j) ,,Die Kügelgens. Eine Familie zwischen Deutschland, Estland und Russland“ - also zehn Ausstellungen allein hier in Lüneburg.

Zudem haben wir drei fertige Ausstellungen an anderen Orten in Deutschland präsentiert, Präsentationen zur Künstlerkolonie Nidden und zu den Wolfskindern. In Ostpreußen waren wir mit unseren Ausstellungen in Elbing, Goldap, Heilsberg, Heydekrug, Marienburg, Marienwerder, Memel gleich mehrfach, Pogegen, Rastenburg und Stuhm. Wichtige Leihgaben gingen an viele andere Häuser; die Jagdausstellung in Ellingen war stark von unseren Leihgaben geprägt, ebenso wie die Cadinenaus-stellung im Westpreußischen Landesmuseum. Auch in Estland sind wir mit zahlreichen Dauerleihgaben stark präsent.

Seit es Corona wieder zulässt, waren wir Gastgeber der Jahrestagung des Museumsverbands Niedersachsen/Bremen und der Hamann-Gesellschaft.

Im Herbst 2021 richtete das Museum die dreitätige Tagung „Immanuel Kant und sein Wirkungsort Königsberg - Universität, Geschichte und Erinnerung heute“ mit Historikern und Kantexperten unter anderem aus Deutschland und Russland als Jahrestagung der Historischen Kommission für ost- und westpreußische Landesforschung, in Kooperation mit dem Museum Lüneburg und dem Nordost-Institut Lüneburg aus, auch mit einem Festakt im historischen Rathaus Lüneburgs mit Reden von Björn Thümler (Niedersächsischer Minister für Wissenschaft und Kultur) und einem Festvortrag von Prof. Dr. Volker Gerhardt als einen führenden Kant-Experten

Zum Spatenstich für den Kantbau war der neue niedersächsische Minister Falco Mohrs zu Gast. Zahlreiche Abgeordnete aus dem Bundestag sowie dem niedersächsischen Landtag wurden durch das Museum geführt, der Landrat und die neue Lüneburger Oberbürgermeisterin.

Hochrangige ausländische Delegationen waren ebenfalls zahlreich hier, Esten, Letten, Litauer und Polen, darunter alle baltischen Botschafter (oft mehrfach).

Seit 2022 ist für mindestens fünf Jahre ein Archivar im Museum tätig, Moritz Dittmann. Er verzeichnet die umfangreiche archivalische Sammlung: rund 15.000 Dokumente, 100 Fotoalben (mit etwa 5000 Fotos), um die 8000 Fotoabzüge sowie 20.000 Dias, 70 Fotoplatten und 1200 Negative, circa 8500 Postkarten, 150 Archivordner, einige Hundert Karten und etwa 500 Rara-Bücher. Wissenschaftliche Nachfragen sind seither sprunghaft angestiegen. Im neuen Kant-Erweiterungsbau wird im Untergeschoss ein professionelles Archivdepot entstehen.

Kindergeburtstage sind seit 2023 wieder sehr erfolgreich, Schulklassen kommen seit Corona noch nicht so wie früher. Es wird aber besser. Der Kinderclub ist ausgebucht, die vielen Ferienprogramme laufen gut. Auch der Kinder-Audioguide wird täglich mehrfach ausgeliehen.

Die Erwachsenenarbeit ist wieder voll aktiv. Gruppen wie Kreisgemeinschaften buchen wieder, aber noch nicht so wie früher. Die Reihe „Museum Erleben“ für Senioren ist eigentlich fast immer ausgebucht, oft müssen wir Wiederholungstermine anbieten. Neu im Programm sind Führungen für Demenzkranke. Bei den Vorträgen haben wir üblicherweise 50 bis 80 Gäste pro Abend und sind damit faktisch ausgebucht.

Bauen in Deutschland ist in den letzten Jahren erheblich teurer geworden. Dennoch bestehen die öffentlichen Geldgeber für den „Kant-Bau“ auf das Einhalten der genehmigten acht Millionen Euro. Es musste daher nach Berufung des Generalplaners „Sunder-Plassmann Architekten PartGmbB“ in 2022 alles neu geplant werden. In der ersten Hälfte 2023 wurden diese Pläne von Bund und Land geprüft und für gut befunden. In dieser Zeit wurden bereits aufwendige archäologische Grabungen durchgeführt, die zu wichtigen Funden geführt haben. Inzwischen laufen die europaweiten Ausschreibungen für die wichtigsten Gewerke beziehungsweise stehen kurz vor der Veröffentlichung. Die eigentlichen Rohbauarbeiten beginnen im Oktober 2023.

Die neue Dauerausstellung zu Kant und seiner Philosophie wird auch bei gutem Bauverlauf nicht vor Ende 2024 fertig werden. Es wird daher ab April 2024 zunächst eine Sonderausstellung gezeigt werden.

Das Kantprojekt stößt überall auf große Nachfrage. Es konnten für die Ausstellung auch bereits Zusatzmittel im Wert von mehreren Hunderttausend Euro eingeworben werden. Es wird das Museum eine gänzlich neue Aufmerksamkeit und neue Zielgruppen bescheren.“Dr. Joachim Mähnert

Außerdem hielt der Autor und Historiker Jörg Ulrich Stange einen Vortrag über das bisher wenig bekannte Thema ,,Ostpreußen unter der Zarenherrschaft 1757-1762. Russlands preußische Provinz im Siebenjährigen Krieg.“ Ein neues historisches Sachbuch gleichen Namens erschien im April, das von der PAZ in der Ausgabe 39 ausführlich rezensiert wurde.

Der Vortrag zum Buch „Ostpreußen unter der Zarenherrschaft 1757-1762. Russlands preußische Provinz im Siebenjährigen Krieg“ kann auf Anfrage von Ostpreußen-Gruppen unter der E-Mail: J.Ulrich.Stange@gmail.com gebucht werden.


Schleswig-Holstein

Vorsitzender: Dieter Wenskat, Horstheider Weg 17, 25365 Offenseth- Sparrieshoop, Tel.: (04121) 85501, E-Mail: dieter.wenskat@gmx.de

Adventsfeier

Bad Schwartau – Eine Adventsfeier mit Schnee und winterlichen Temperaturen hatten wir schon lange nicht erlebt. Trotz der etwas schwierigen Anfahrt konnte Axel Simanowski zu der am 7. Dezember eingeladenen Adventsfeier zahlreiche Mitglieder und Gäste begrüßen. Insbesondere begrüßte er Pastor Jörg Rasmussen von der Evangelisch-Lutherischen Kirche Bad Schwartau und den Musikus Carsten Dyck mit seinem Akkordeon.

Den Gemeinschaftsraum hatten die Damen der AWO mit Tannenbaum und die Tische mit Kerzen und kleinem Gebäck geschmückt, das den Raum eine weihnachtliche Atmosphäre verlieh.

Nach dem Begrüßungszeremoniell erzählte der Vorsitzende die kleine Adventsgeschichte von den vier Kerzen, der des Friedens, des Glaubens, der Liebe und der Hoffnung, wobei er die vier Kerzen des Adventskranzes erlöschen und wieder brennen ließ. Und nach dem anschließenden Lied „Macht hoch die Tür“, intoniert von unserem Akkordeonspieler Carsten Dyck, wurde die Kaffeetafel eröffnet, die mit leisen Tönen mit Weihnachtsliedern untermalt wurde. 

Als die Gespräche an den Tischen hörbar lauter wurden, war dies das Zeichen für Pastor Jörg Rasmussen, uns mit einer Adventsgeschichte auf die Advents- und Weihnachtszeit einzustimmen. 

Wie wurde Weihnachten in Ostpreußen gefeiert? Dieser Frage ging Wolfgang Wegner mit seinem Film „Weihnachten in Ostpreußen“ nach, der nun auf der Leinwand ablief. Es begann mit dem Zeremoniell des Schlachtens eines Schweines und seiner Verarbeitung, der Aufzucht der Weihnachtsgans bis die Daunenfedern im Bett, also der Bettdecke, waren, dem Kirchgang und genüsslichem Weihnachtsessen und der dann erst folgenden Weihnachtsbescherung, wobei zuvor auch noch das Weihnachtsgedicht aufgesagt werden musste, soweit es die Kinder betraf. 

Und so wie es früher war, ist es auch heute noch in ostpreußischen Familien im polnischen Ostpreußen. Der Film brachte so manche Erinnerung hoch und Debatte in Gang, sodass wir nur noch wenig zum Singen unserer Weihnachtslieder kamen. Auch musste noch an alle das Weihnachtspäckchen verteilt werden. Ja, und wer nicht kommen konnte, der bekommt es von fleißigen Helfern wieder ins Haus gebracht. 

Mit dem Ostpreußenlied und frohe Weihnachten sowie einem glücklichen 2024 verabschieden wir uns bis ins neue Jahr – möge es ein friedliches werden.

Hans-Albert Eckloff


Heiligenbeil

Kreisvertreterin: Viola Reyentanz, Großenhainer Straße 5, 04932 Hirschfeld, Telefon (035343) 433, reyvio@web.de. 1. Stellvertreterin: Brunhilde Schulz, Zum Rothenstein 22, 58540 Meinerzhagen, Telefon (02354) 4408, brschulz@dokom.net; 2. Stellvertreterin: Heidi Pomowski, Heinegras 42, 31840 Hess. Oldendorf, Telefon (05158) 2841, heidi.pomowski@t-online.de; Kassenwart: Arnold Hesse, Amselstraße 6, 26847 Detern, Telefon (04957) 575, Arnold.Hesse@ewetel.net; Internet: www.kreisgemeinschaft-heiligenbeil.de 

Kalender

Die Kreisgemeinschaft Heiligenbeil hat an ihre Landsleute zum Weihnachtsfest einen Kalender mit alten Ansichten aus dem Kreis Heiligenbeil verschickt. Auf den Titeln der zwölf Monatsblätter ist jeweils eine alte Ansichtskarte aus dem Kreis zu sehen. Die Rückseiten enthalten Geschichten, Gedichte und Erinnerungen von Zeitzeugen aus dem Leben in Ostpreußen sowie Fotos aus neuerer Zeit.

Wir haben noch Restexemplare, die zum Preis von 12 Euro inklusive Versand bestellt werden können bei: Anja Reyentanz, Pfarrgasse 7, 04932 Hirschfeld, E-Mail: rey_anja@yahoo.de oder telefonisch unter (0157) 58893793.


Lyck

Kreisvertreterin: Bärbel Wiesensee, Diesberg 6a, 41372 Niederkrüchten, Telefon (02163) 898313. Stellv. Kreisvertreter: Dieter Czudnochowski, Lärchenweg 23, 37079 Göttingen, Telefon (0551) 61665

Terminvorschau

Lübeck – Sonntag, 28. April: Treffen. 

Wolfsburg – Sonnabend, 1. Juni: Ostpreußentreffen. 

Hagen – Sonnabend, 24., und Sonntag, 25. August: Hauptkreistreffen.

Bremen – Im November: Regionaltreffen.


Osterode

Kreisvertreter: Burghard Gieseler, Elritzenweg 35, 26127 Oldenburg, Telefon (0441) 6001736. Geschäftsstelle: Bergstraße 10, 37520 Osterode am Harz, Tel.: (05522) 919870. E-Mail: kgoev@t-online.de; Sprechstunde: Do. 14 bis 17 Uhr

Heimatmuseum online

Die Heimatkreisgemeinschaft Osterode hat ein Video über ihr Heimatmuseum produziert, das auf der Plattform YouTube zu sehen ist: https://youtu.be/4kkz14T5HmA

Darin beschreibt der Vorsitzende der Kreisgemeinschaft Burghard Gieseler, dass in der Sammlung, die seit den 1950er Jahren besteht und auch heute noch wächst, Exponate ausgestellt sind, die die Menschen auf der Flucht im Januar 1945 oder später mitgenommen haben und sich also bewusst für diese Dinge entschieden haben, denn das Fluchtgepäck war begrenzt. Die Sammlung erzählt von Flucht und Vertreibung, aber in erster Linie vom damaligen Leben in Ostpreußen. Auch weitere Vorstandsmitglieder kommen zu Wort und berichten über das Tannenberg-Denkmal, die Hindenburgbegeisterung anhand eines Zuckerlöffels und über den Einzug des Antisemitismus anhand eines Schuhlöffels. Begeistert wird ein Doppeltopf vorgestellt, der dafür genutzt wurde, die Arbeiter auf dem Feld mit Essen und Trinken zu versorgen; selbst Kaiser Wilhelm habe sich dafür interessiert und den Doppeltopf in seine Sammlung aufgenommen.

Weiter werden Schulmützen vorgestellt; jeder Jahrgang hatte eine andere Kopfbedeckung. Die Abiturienten am Kaiser-Wilhelm-Gymnasium in Osterode trugen einen Stürmer mit den eingestickten Initialen. Außerdem erhielten sie von Mädchen und Frauen Alberten geschenkt, je mehr Alberten, desto beliebter der junge Mann – oder, wie Gieseler nicht verschweigt, er hatte viele Tanten.

Außerdem wird ein Stadtmodell vorgestellt, der Drenwenzsee, die Bedeutung der Kasernen und natürlich wird auch von der Flucht im Januar 1945 berichtet. 

Ein Museum solle erzählen, Erinnerung an deutsche Kulturleistungen in Ostpreußen erhalten und nachwachsenden Generationen etwas hinterlassen, so der Vorsitzende der Kreisgemeinschaft. Genau das mache die Heimatstube, Bergstraße 10, 37520 Osterode am Harz, die nach vorheriger Vereinbarung zu besichtigen ist. CRS 


Rastenburg

Kreisvertreter: Hubertus Hilgendorff, Tel. (04381) 4366, Dorfstr. 22, 24327 Flehm. Geschäftsstelle: Patenschaft Rastenburg: Kaiserring 4, 46483 Wesel, Tel. (0281) 26950

Treffen in Rastenburg

Es wird eine gemeinsame Busfahrt nach Rastenburg vom 1. bis 12. Mai 2024 geplant. Ausgangs- und Endpunkt der Fahrt, so sich genügend Personen – mindestens 20 – anmelden, ist Magdeburg. 

Wer Interesse an einer gemeinsamen Fahrt hat, möge sich bitte umgehend bei Rita Kalmbach, Telefon (039245) 2828 oder per E-Mail: er-kalmbach@t-online.de melden.

Alternativ gibt es noch die Möglichkeit der eigenen Anreise und individueller Zimmerbuchung vom 1. bis 12. Mai im Hotel Koch, ul. Sportowa 1, PL-11-400 Kętrzyn, Telefon (0048) 897511093, E-Mail: kochsportowa@wp.pl. 

Vor Ort können, ob nun privat oder zusammen mit dem Bus anreisen, gemeinsame Unternehmungen verabredet werden. 

Dirk Schönwald