Vergangenen Juni wurde im thüringischen Kreis Sonneberg mit Robert Sesselmann erstmals ein AfD-Politiker ins Amt des Landrats gewählt. Anlass für die linke „taz“, vor Ort nachzusehen, wie sich der Kreis dadurch verändert hat. Unter dem dräuenden Titel „Rechter Nebel in Sonnenberg“ hat eine „taz“-Journalistin ihre Eindrücke aus Gesprächen mit Kommunalpolitikern und linken Aktivisten sowie mit normalen Bürger des Kreises zusammengetragen. Große Skandale habe es seit Sesselmanns Antritt keine gegeben, der parteilose Bürgermeister der Stadt Sonneberg beschreibt die Zusammenarbeit mit ihm als „sachlich“ und „seriös“. Ja, aber das sei „politisches Kalkül. Die AfD will zeigen, dass sie ein kommunalpolitisches Spitzenamt besetzen kann“, zitiert die Zeitung einen örtlichen Politiker der Linkspartei. Immerhin will die „taz“ Sesselmann damit entlarven, dass er von „Migrationsirrsinn“ und „Klimawahnsinn“ rede sowie der Ampel „Deindustrialisierung“ vorwerfe. Sind solche Worte etwa ein Beleg für Rechtsextremismus? Absurd. H.H.