Strompreise steigen enorm
Berlin – Die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) rechnet nach den Entscheidungen der Ampelkoalition zum Bundeshaushalt mit einem sprunghaften Anstieg der Strompreise. Laut Berechnungen der Kammer muss die Wirtschaft bei den Strompreisen mit Steigerungen um die zehn bis 20 Prozent rechnen. Nach Angaben von DIHK-Präsident Peter Adrian führt unter anderem das von der Ampel angekündigte Ende der Bezuschussung der Übertragungsnetzentgelte dazu, dass bei Betrieben aus nahezu allen Branchen und Größenordnungen die Strompreise sprunghaft steigen werden. Klaus Müller, Leiter der Bundesnetzagentur, hat zudem prognostiziert, die Zeiten billiger Strompreise seien vorbei. Der Grüne verwies dabei auf wegfallende Zuschüsse des Bundes, die Erhöhung der Netzgebühren, das Steigen der Mehrwertsteuer auf Gas und den Anstieg der Kohlendioxidsteuer. H.M.
Einbruch bei Online-Zugriff
Berlin – Die Leitmedien, die unter dem Vorwurf der Realitätsverleugung und einseitigen politischen Ausrichtung bereits einen massiven Absatzeinbruch bei den Printmedien erlebt haben, sehen sich nun auch mit starken Rückgängen beim Zugriff auf ihre Online-Angebote konfrontiert. Die Zahl der Aufrufe beim „Spiegel“ sank im Oktober und November 2023 um 24 Prozent. Ähnlich betroffen waren die „Zeit“ mit 23 und die „Süddeutsche Zeitung“ mit 20 Prozent. Parallel hierzu mussten auch die Internet-Nachrichtenportale von t-online, ntv und RTL Einbußen zwischen 23 und 35 Prozent hinnehmen. Dahingegen fanden die Online-Angebote der „Bild“-Zeitung und des „Focus“ steigendes Interesse. Im ersteren Falle lag der Zuwachs bei drei und im letzteren Falle bei acht Prozent. „Bild“ und „Focus“ halten deutlich mehr Distanz zur Regierungslinie als die eingangs erwähnten Organe. W.K.
Pfand auf Milchbehälter
Berlin – Die Bundesregierung hat zu Beginn dieses Jahres die Pfandpflicht ausgedehnt. Betroffen sind Milch- und Milchmischgetränke sowie sonstige trinkbare Milcherzeugnisse in Kunststoffflaschen. Vorher gab es Pfand nur für Milchgetränke in Dosen. Eckhard Heuser, Hauptgeschäftsführer im Milchindustrie-Verband (MIV), kritisiert das: „Plastikflaschen für Milch gehören in den gelben Sack und nicht in die Rücknahmeautomaten“. Ab diesem Jahr soll es keine pfandfreien PET-Flaschen oder Getränkedosen mehr geben. Für Milch und Milchmischgetränke in Einweg-Plastikflaschen müssen Kunden dann 25 Cent mehr bezahlen. Schon jetzt gibt es Forderungen, die Milchbehältnisse vor der Rückgabe unter fließendem Wasser zu reinigen, da sich in den Supermärkten sonst ein penetranter Gestank ausbreiten könnte. Durch die Restflüssigkeit könnten zudem Automaten verunreinigt werden. F.B.


