Bayern
Vorsitzender: Christoph Stabe, Ringstraße 51a, App. 315, 85540 Haar, Tel.: (089)23147021 stabe@low-bayern.de, www.low-bayern.de
PREUSSEN-KURIER
Nürnberg – Die Weihnachtsausgabe des „Preußen-Kuriers“ ist erschienen und über die Internetseite www.low-bayern.de als PDF-Datei oder als Druckausgabe erhältlich mit sehr interessanten Themen.
Sylvia Stierstorfer hat das Amt der Beauftragten für Aussiedler und Vertriebene in Bayern fünfeinhalb Jahre ausgeübt. Im November 2023 wurde das Amt von Petra Loibl übernommen.
Es wird mit vielen Bildern über die Veranstaltungen Landeskulturtagung, BJO-Adventstreffen und Ansbacher Gedenken zum Volkstrauertag berichtet
Fata Morganen auf der Ostsee, die neue Touristenroute durch das Königsberger Gebiet, eine Buchpräsentation über die Geschichte der Kleinbahn von Jörg Petzold unterhalten genauso wie die Spekulationen zum Tod der Sängerin Alexandra oder ein Bericht über Luisenwahl. Besonders erwähnenswert ist ein Interview mit dem Direktor des Kulturzentrums Ostpreußen in Ellingen, Gunter Dehnert. CRS
Hessen
Stellv. Vorsitzender: Gerd-Helmut Schäfer, Rosenweg 28, 61381 Friedrichsdorf, Telefon (0170) 3086700
Jahreshauptversammlung
Wetzlar – Dienstag, 16. Januar, 11 Uhr, Gaststätte Matchball beim Tennisplatz, Bodenfeld, 35576 Wetzlar, Telefon (06441) 45439: „Von der Suchliste Adler zur Landsmannschaft der Ost- und Westpreußen (LOW) “, eine Chronik der Kreisgruppe Wetzlar in der LOW – Teil 2, Vortrag von Kuno Kutz verbunden mit der Jahreshauptversammlung 2024 mit Wahl des Vorstandes. Weitere Informationen bei Kuno Kutz, Heinzewies 6, 35625 Hüttenberg, Telefon (06441) 770559, E-Mail: kuno.kutz@t-online.de, Fax (06441) 770558.
Vorweihnachtliches Treffen
Wiesbaden – Zur vorweihnachtlichen Feier der Landsmannschaft hatten fleißige Hände die Tische vor dem Weihnachtsbaum festlich geschmückt. Auf den bunten Tellern lag neben allerlei Gebäck auch der in der Heimat übliche Mohnstriezel. Das von Brigitte Klemm für jeden Gast gefertigte Tannenbäumchen aus Glanzpapier ergänzten das weihnachtliche Bild.
Mit der Preußenschar feierte auch Stadtverordnetenvorsteher a.D. Wolfgang Nickel, derzeitiger Ortsvorsteher des Wiesbadener Stadtteils Naurod. Die verhinderte Hessische Landesbeauftragte für Heimatvertriebene und Spätaussiedler Margarete Ziegler-Raschdorf hatte Grußworte geschickt. Leider musste Pfarrer Dr. Holger Saal wegen Erkrankung absagen.
„Weihnachten ist das Fest des Friedens, der Besinnung, der inneren Einkehr und des Lichts“, so der Vorsitzende Dieter Schetat bei der Begrüßung. „Die Kerze brennt und trägt das Licht“ hieß es dann auch in dem Gedicht von Jörg Philipp. Am Keyboard trug Mathias Budau zum musikalischen Teil des heimatlich-besinnlichen Programms bei, das ganz im Zeichen von Musik und Gesang stand. Die im Programm eingestreuten Texte sprachen Ilse Klausen, Margitta Krafczyk und Helga Kukwa.
Natürlich durften an diesem Nachmittag auch Erinnerungen an die unvergessene Heimat nicht fehlen. So las Klausen die Erzählung „Weihnachten Zuhause“ der Königsberger Schriftstellerin Ruth Geede, und Budau ergänzte musikalisch mit der Melodie „Weihnachten bin ich zu Haus“. Ebenso ein Stück Heimaterinnerung weckte das „Königsberger-Marzipanherz“ auf jedem Kuchenteller – eine freundliche Spende der einstigen Königsberger Konditorei Gehlhaar, die seit 1954 in Wiesbaden noch ein kleines aber feines Geschäft betreibt.
„Wir leben in einer unruhigen Zeit“, sagte Schetat und nannte beispielhaft die brutalen Kriege, die Wirtschaftskrise und die sich mehrenden Naturkatastrophen. Auch der Verfall der moralischen und ethischen Werte in unserer Gesellschaft bereite Sorge. Wir können etwas tun, meinte der Vorsitzende und gab Worte der Ordensschwester und Missionarin Mutter Teresa zu bedenken: „Der Friede beginnt mit einem Lächeln. Greifen wir nicht zu Bomben und Gewehren, um die Welt zu überwinden, greifen wir zu Liebe und Mitleiden.“
Mit dem gemeinsam gesungenen Ostpreußenlied und der Weihnachtsweise „O du fröhliche“ klang die Feier unter dem eingespielten Geläut der Glocken der Danziger Marienkirche aus.D.S.
Gerdauen
Kreisvertreter: Walter Mogk, Am Eichengrund 1f, 39629 Bismark (Altmark), Tel. (0151) 12305377, Gst.: Doris Biewald, Blümnerstraße 32, 04229 Leipzig, Telefon (0341) 9600987, E-Mail: geschaeftsstelle@kreis-gerdauen.de
Heimatbrief ist versandt
Die 72. Ausgabe unseres Heimatbriefes Kreis Gerdauen ist kurz vor Weihnachten an alle in der Versandkartei erfassten Landsleute und Freunde des Kreises Gerdauen verschickt worden. Sie enthält auf 128 Seiten wieder viele interessante Artikel über das Leben im Kreis früher und heute, über die Arbeit der Heimatkreisgemeinschaft sowie Kultur und Geschichte unseres Heimatkreises. Unter anderem werden der aus dem Kreis Gerdauen stammende Schauspieler Franz Verdier, der bekannte Naturschriftsteller und Forscher vom Nordenburger See, Walter von Sanden-Guja, und der Gerdauener Fußballer Bernhard Schmidtke vorgestellt. Über Neuigkeiten aus dem Kreisgebiet, wie etwa den Stand der Restaurierung historischer Gebäude in Gerdauen, wird ebenso berichtet wie über den Ort Grünheim, den ostpreußischen Reitergeist und Immanuel Kant, dessen Geburtstag sich 2024 zum 300. Male jährt.
Wer den Heimatbrief noch nicht erhält, ihn aber gern regelmäßig zugeschickt haben möchte, kann sich in unserer Kreiskartei anmelden. Dies ist jederzeit mit dem über die Internetseite www.kreis-gerdauen.de/kreisgemeinschaft/heimatbriefe/neuanmeldung.pdf erreichbaren Formular möglich. Ausdrucken, ausfüllen, unterschreiben und zurücksenden per E-Mail an kreiskartei@kreis-gerdauen.de oder per Post an Walter Mogk, Am Eichengrund 1 f, 39629 Bismark. Die Mitgliedschaft in der Heimatkreisgemeinschaft Gerdauen und der Bezug des Heimatbriefes ist mit keinerlei Kosten oder Verpflichtungen verbunden. Wir finanzieren unsere gemeinnützige und ehrenamtliche Arbeit ausschließlich über Spenden unserer Mitglieder und Heimatbrief-Empfänger.Walter Mogk
Kreisvertreter
Osterode
Kreisvertreter: Burghard Gieseler, Elritzenweg 35, 26127 Oldenburg, Telefon (0441) 6001736. Geschäftsstelle: Bergstraße 10, 37520 Osterode am Harz, Tel.: (05522) 919870. E-Mail: kgoev@t-online.de; Sprechstunde: Do. 14 bis 17 Uhr
Herder-Schülerwettbewerb
Osterode – Während der Reise des Vorstands ergab sich ein Gespräch mit dem Direktor des Lyceums in Osterode, Piotr Patejuk, bei dem der Rahmen für einen Herder-Schülerwettbewerb abgesteckt wurde. Dieser sollte Themen im Geiste Herders bearbeiten, also gegenseitige Achtung und Völkerverständigung, nicht Herder selbst.
Das Preisgeld von insgesamt 1000,- Euro, mit dem im November drei Arbeiten ausgezeichnet wurden, wurde vom letzten noch lebenden Abiturienten des Osteroder Kaiser-Wilhelm-Gymnasiums gestiftet: Armin Mruck ist ein Brückenbauer par excellence. Der nachfolgende Briefwechsel zeigt, dass es ganz in Mrucks Sinne eingesetzt wurde:
„Sehr geehrter, lieber Herr Direktor Patejuk, sehr geehrte, liebe Frau Dota-Kubinska,
der erste Durchgang des ‚Herder-Wettbewerbes‘ liegt nun erfolgreich hinter uns und es wird Zeit, Dank zu sagen: Ihnen, lieber Herr Direktor Patejuk, dafür dass Sie die Idee eines völkerverbindenden Schülerwettbewerbes so bereitwillig aufgenommen und tatkräftig unterstützt haben, und besonders auch Ihnen, liebe Frau Dota-Kubinska, dafür dass Sie die erhebliche Arbeit, die ein solcher Schülerwettbewerb mit sich bringt, zusätzlich zu Ihrer ohnehin schon sehr hohen Unterrichtsverpflichtung auf sich genommen haben. An der Tatsache, dass es bei der Bewertung der eingereichten Arbeiten nicht die geringsten Meinungsunterschiede zwischen uns gegeben hat, kann man erkennen, wie harmonisch die Zusammenarbeit mit Ihnen war.
Danken möchte ich aber auch den Schülern, die an dem Wettbewerb teilgenommen haben. Natürlich sind die Arbeiten unterschiedlich und nicht jede kann mit einem Preisgeld ausgezeichnet werden. Allen Arbeiten gemeinsam ist aber der geradezu leidenschaftliche Wunsch nach Aussöhnung, Verständigung und Frieden zwischen Polen und Deutschen. Dieses Bekenntnis ist deshalb so glaubwürdig, weil sich die Verfasser auf persönliche Erfahrungen berufen und konkrete Vorschläge machen.
Mehrere Arbeiten heben auch die verbindende Funktion Ihres Schulgebäudes hervor, das früher deutsche Schüler – so auch mein Vater – allmorgendlich betraten, so wie es heute die polnischen Schüler tun. Über dem Eingang ist eine Eule zu sehen, die die Weisheit der griechischen Göttin Athene symbolisiert. Am Ende von Homers Odyssee – nach einer schier endlosen Kette von Irrungen und Wirrungen, nach Leid, Schmerz und Tod, nach Krieg und Heimatverlust – beendet sie ‚den Streit des Krieges, der keine Unterschiede macht‘ – und stiftet Frieden.
Daran wollen wir denken, wenn wir – ob Polen oder Deutsche – das Schulgebäude betreten, und uns aktiv für den Frieden zwischen den Völkern einsetzen. Der ‚Herder-Wettbewerb‘ hat Brücken gebaut und ist damit der Intention seines Initiators und Stifters des Preisgeldes, des letzten noch lebenden Abiturienten des Kaiser Wilhelm Gymnasiums, Prof. Armin Mruck, gerecht geworden.
Ich grüße Sie in enger Verbundenheit sehr herzlich.
Ihr Burghard Gieseler“
„Sehr geehrter Herr Gieseler,
ich möchte mich aufrichtig bei Ihnen für Ihr engagiertes Mitwirken und Ihre wertvolle Unterstützung bei der Organisation des Wettbewerbs ausdrücken. Die Zusammenarbeit mit Ihnen war äußerst bereichernd, und ich schätze Ihr persönliches Engagement.
Die Zeit und Mühe, die Sie investiert haben, haben sich zweifellos in der Qualität und dem Erfolg des Ereignisses niedergeschlagen. Mit diesem Wettbewerb haben wir nicht nur die kreativen Talente unserer Teilnehmer gefeiert, sondern auch einen Beitrag zum interkulturellen Dialog geleistet.
Für mich persönlich war diese Zusammenarbeit ein außergewöhnliches Erlebnis, das gezeigt hat, dass wir trotz kultureller Unterschiede, großer Entfernungen und schwieriger Geschichte gemeinsam in die Zukunft blicken können. Die erstaunliche Einigkeit, mit der wir Entscheidungen getroffen haben, war für mich überraschend und ermutigend.
Ich hoffe, dass wir auch in Zukunft Gelegenheit haben werden, gemeinsam an solch inspirierenden Projekten zu arbeiten. Möge die positive Energie und der Zusammenhalt, die wir während des Wettbewerbs erlebt haben, weiterhin in unserer Zusammenarbeit spürbar sein.
Nochmals herzlichen Dank für Ihre wertvolle Unterstützung und Ihre herzliche Zusammenarbeit. Ich freue mich auf weitere gemeinsame Projekte und wünsche Ihnen persönlich alles Gute.
PS: Im Anhang finden Sie eine Kopie dieser Nachricht, die ich an Professor Mruck sende, um ihn über unsere erfolgreiche Zusammenarbeit zu informieren.
Mit freundlichen Grüßen
Piotr Patejuk
dyrektor Liceum Ogólnokształcące Nr I“
Rastenburg
Kreisvertreter: Hubertus Hilgendorff, Tel. (04381) 4366, Dorfstr. 22, 24327 Flehm. Geschäftsstelle: Patenschaft Rastenburg: Kaiserring 4, 46483 Wesel, Tel. (0281) 26950
Treffen in Rastenburg
Es ist eine gemeinsame Busfahrt nach Rastenburg vom 1. bis 12. Mai 2024 geplant. Ausgangs- und Endpunkt der Fahrt, so sich genügend Personen – mindestens 20 – anmelden, ist Magdeburg.
Wer Interesse an einer gemeinsamen Fahrt hat, möge sich bitte umgehend bei Rita Kalmbach, Telefon (039245) 2828 oder per E-Mail: er-kalmbach@t-online.de melden.
Alternativ gibt es noch die Möglichkeit der eigenen Anreise und individueller Zimmerbuchung vom 1. bis 12. Mai im Hotel Koch, ul. Sportowa 1, PL-11-400 Kętrzyn, Telefon (0048) 897511093, E-Mail: kochsportowa@wp.pl.
Vor Ort können, ob nun privat oder zusammen mit dem Bus angereist, gemeinsame Unternehmungen verabredet werden.
Dirk Schönwald


