Großspenden sprudeln heftig
Berlin – Die Spenden aus der Wirtschaft für die im Bundestag vertretenen Parteien haben sich 2023 gegenüber 2022 nahezu verdoppelt. Die größte Einzelspende verzeichnete vergangenes Jahr die CSU, die vom Verband der Bayerischen Metall- und Elektro-Industrie 569.962 Euro erhielt. Die meisten Spenden erhielt die CDU mit knapp einer Million Euro. Die beiden Schwesterparteien verbuchten mehr Großspenden als alle anderen Parteien zusammen. Die FDP erhielt gut 300.000 Euro und lag damit vor der AfD, die eine einzige Großspende erhielt. Ein hessischer Unternehmer überließ der Rechtspartei 265.000 Euro. Nach dem Parteiengesetz müssen Einzelspenden, welche die Höhe von 50.000 Euro übersteigen, ausgewiesen werden. Künftig soll die Grenze auf 30.000 Euro abgesenkt werden. Die Linkspartei erhielt als einzige im Bundestag vertretene Partei keine Einzelspende in mindestens dieser Höhe.P.E.
Jugend immer ungesünder
Berlin – Der „Gesundheitsreport 2023“ des Dachverbandes der Betriebskrankenkassen (BKK) vermeldet, dass die körperliche und seelische Verfassung der Deutschen im Alter zwischen 18 und 29 Jahren „alarmierend“ sei. Ein Drittel der Jungerwachsenen leide unter chronischen Erkrankungen oder neige zum Rauschtrinken und ungesunder Ernährung in Kombination mit Bewegungsmangel. Des Weiteren schreiben die Autoren, jeder fünfte Jugendliche zwischen 13 und 18 Jahren entwickele eine psychische Erkrankung, die meist sehr lange fortbestehe. Das resultiere auch aus den erheblichen Versorgungslücken in der Psychotherapie, durch welche die besonders häufig auftretenden Depressionen und Suchterkrankungen nicht mit der gebotenen Schnelligkeit behandelt werden könnten. Als Ursache für die schlechte Verfassung der jungen Menschen nennt der BKK-Gesundheitsreport Stress und Leistungsdruck in Schule und Ausbildung.W.K.
Antragszahl fast verdoppelt
Berlin – Die Zahl der Anträge an die gesetzlichen Krankenkassen auf Kostenübernahme für „geschlechtsangleichende Operationen bei Transpersonen“ hat sich in dem halben Jahrzehnt zwischen 2017 und 2022 fast verdoppelt. Registrierte man 2017 noch 2923 Antragsteller, waren es 2022 5813. Das geht aus einer Statistik des Medizinischen Dienstes Bund hervor. 2022 wurden 55,2 Prozent der Anträge bewilligt, und in weiteren 11,8 Prozent der Fälle fand eine teilweise Kostenübernahme statt. Die Gesamtkosten, die den gesetzlichen Krankenkassen hierdurch entstanden, sind weder dem Medizinischen Dienst noch dem GKV-Spitzenverband bekannt. Angesichts der Preise für die Eingriffe, die meist mit 5000 bis 15.000 Euro zu Buche schlagen, und der Anzahl der genehmigten Anträge lag die von den gesetzlich Versicherten seit 2017 aufgebrachte Summe für die „Geschlechtsangleichungen“ schätzungsweise im dreistelligen Millionenbereich.W.K.