29.07.2026

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Folge 02-24 vom 12. Januar 2024 / Meldungen

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 02-24 vom 12. Januar 2024

Meldungen

US-Amerikaner sterben früher

Washington – Die durchschnittliche Lebenserwartung in den Vereinigten Staaten von Amerika ist von 2022 zu 2023 von 78 Jahren auf 76 Jahre gesunken. Männer leben im Mittel sogar bloß noch 73 Jahre. Diese Entwicklung bezeichnete der Leiter der US-Behörde für Lebens- und Arzneimittel (FDA), Robert Califf, als „katastrophal“. Die Ursache liegt für ihn in den zunehmenden „Ungleichheiten“ in der Lebenssituation „je nach Rasse, ethnischer Zugehörigkeit, Wohlstand, Bildung und geografischer Lage“, welche eine adäquate Gesundheitsversorgung für alle erschweren würden. Außerdem spiele der Medikamentenmangel eine maßgebliche Rolle. Den Versicherungsunternehmen zufolge ging die Sterblichkeit von US-Bürgern im Alter von über 65 Jahren um sechs Prozent zurück, während die Übersterblichkeit bei den 35- bis 44-Jährigen um 26 und bei den 25- bis 34-Jährigen um 19 Prozent wuchs.W.K.





Preisträger muss in Haft

Dhaka – Ein Gericht in Bangladesch hat den Wirtschaftswissenschaftler und Friedensnobelpreisträger des Jahres 2006, Muhammad Yunus, zu sechs Monaten Haft verurteilt, obwohl rund 170 prominente Persönlichkeiten aus aller Welt für Yunus eingetreten waren, darunter auch der frühere UN-Generalsekretär Ban Ki-moon und der ehemalige US-Präsident Barack Obama. Dem Chef des Unternehmens Grameen Telecom wird die Nichteinrichtung eines gesetzlich vorgeschriebenen Sozialfonds für die Mitarbeiter zur Last gelegt. Er ist Begründer des Mikrofinanz-Modells, der großen Rückhalt bei der Weltbank und etlichen internationalen Finanzkonzernen genoss, aber mit den Mikrokrediten seiner Grameen Bank an arme Haushalte und Kleingewerbetreibende in der Dritten Welt letztlich viele Menschen in den Ruin durch Überschuldung getrieben hatte. Damit steht Yunus nun noch stärker als bisher in der Kritik.W.K.





Nur 16 Prozent wollen dienen

Warschau – Laut einer Umfrage der zweitgrößten polnischen Tageszeitung „Rzeczpospolita“ von Ende Dezember 2023 sind lediglich 15,7 Prozent der Polen bereit, im Falle eines russischen Angriffes freiwillig in der Armee zu dienen. Weitere 29 Prozent würden sich ehrenamtlich in Krankenhäusern oder ähnlichen Einrichtungen betätigen. 25,5 Prozent gaben hingegen an, in einen sicheren Teil ihres Landes flüchten zu wollen. 11,9 Prozent hielten sogar den Gang ins Ausland für die beste Option. Der Rest machte keine Angaben oder signalisierte seine Absicht, gar nichts zu tun. 2023 sind 18.706 Militärangehörige aus dem Dienst ausgeschieden, mehr als in den Jahren zuvor. Zudem liegen für 2024 schon 4834 neue Kündigungen vor. Das gefährdet die Pläne einer Verdoppelung des Personalbestandes der polnischen Armee auf 300.000 Mann und des Aufstiegs Polens zu einer europäischen Militärmacht ersten Ranges.W.K.