01.05.2026

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Folge 02-24 vom 12. Januar 2024 / Meldungen

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 02-24 vom 12. Januar 2024

Meldungen

Szegedin statt Saarlouis

Shenzhen/Budapest – Der chinesische Elektroautohersteller BYD hat angekündigt, sein erstes europäisches Werk in Ungarn am Standort Szegedin (Szeged) zu errichten. Nach Angaben des ungarischen Außenministers Peter Szijjarto handelt es sich beim BYD-Engagement um eine der größten Investitionen in der Geschichte des Landes. Eine konkrete Investitionssumme nannte Szijjarto nicht. Die Produktionsanlage im Süden Ungarns will BYD in mehreren Etappen errichten. Dabei sollen mehrere Tausende Arbeitsplätze entstehen. Der Autohersteller aus Shenzhen ist einer der größten der Welt und gilt als stärkster Rivale des amerikanischen Elektroautobauers Tesla. Vor der Bekanntgabe, in Ungarn ein Werk zu eröffnen, hatte es in der Automobilbranche Spekulationen gegeben, dass BYD das Ford-Werk in Saarlouis übernimmt. Ford stellt in Saarlouis den Wagen der Kompaktklasse „Focus“ her, dessen Produktion 2025 eingestellt wird. H.M.





Abhören per Handy und TV

Atlanta – Das US-amerikanische Unternehmen Cox Media Group (CMG) hat eingestanden, sogenanntes „Active Listening“ zu betreiben: Die in Atlanta (Georgia) ansässige Marketingfirma wirbt damit, mittels der Mikrofone in Smartphones und internettauglichen Fernsehern private Gespräche abzuhören, um ihren Geschäftskunden die Möglichkeit zu geben, zielgerichtete Werbung an die Besitzer der Geräte zu schicken. Laut dem Enthüllungsportal „404 Media“ setzt die CMG Künstliche Intelligenz ein, welche die Unterhaltungen auf bestimmte Schlüsselwörter hin analysiert. Nutznießer dieser Überwachungsmaßnahmen sollen die großen IT-Unternehmen YouTube, Google und Bing sein. Auf die Frage nach der Legalität ihrer Aktivitäten antwortete die CMG, durch das Akzeptieren der Allgemeinen Geschäftsbedingung der Hersteller hätten die Gerätenutzer einer fortwährenden Aktivierung der Mikrofone stillschweigend zugestimmt. W.K.





Neue AKW statt Windkraft

Stockholm – Die schwedische Minderheitsregierung aus Moderater Sammlungspartei, Christdemokraten und Liberalen, die von den konservativen Schwedendemokraten unterstützt wird, hat angekündigt, den 1980 getroffenen Beschluss zur stufenweisen Stilllegung aller Kernkraftwerke im Land nicht weiter umzusetzen. Derzeit sind noch sechs der ursprünglich zwölf Kernreaktoren in Betrieb. Sie decken rund ein Drittel des Strombedarfs ab. Darüber hinaus plant die seit Oktober 2022 amtierende Regierung Kristersson den Bau zehn neuer Atommeiler bis 2045, um die Stromerzeugung für den Industriestandort Schweden zu verdoppeln. In diesem Zusammenhang stellt sie umgerechnet 3,5 Milliarden Euro für Risikogarantien zugunsten privater Investoren zur Verfügung. Die Entscheidung in Stockholm kam auf Druck der Schwedendemokraten zustande, die die Errichtung neuer Windkraftanlagen vehement ablehnen. W.K.