29.07.2026

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Folge 02-24 vom 12. Januar 2024 / Aus den Landesgruppen der Landsmannschaft Ostpreußen e.V.

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 02-24 vom 12. Januar 2024

Aus den Landesgruppen der Landsmannschaft Ostpreußen e.V.

Hessen

Stellv. Vorsitzender: Gerd-Helmut Schäfer, Rosenweg 28, 61381 Friedrichsdorf, Telefon (0170) 3086700

Vorweihnachtliche Zusammenkunft

Darmstadt-Dieburg – Der herzlichen Einladung der Heimatgruppe der Insterburger in Darmstadt und der Landsmannschaft der Ost- und Westpreußen, Kreisgruppe Darmstadt-Dieburg sind am 9. Dezember viele Freunde und Mitglieder gefolgt. Sich in so großer Runde zu treffen, war ein Gefühl „wie früher Daheim“, musikalisch begleitet durch einen Zitherspieler, der seinem Instrument warme, heimatlichen Töne entlockte, die durch Herz und Seele drangen

Von dem gut organisierten Serviceteam des Hauses wurden die Bestellungen für Speis und Trank in Windeseile serviert, und alle ließen sich das gute Essen in gemütlicher Runde schmecken. 

Reiner Buslaps, stellvertretender Vorsitzender der Insterburger Heimatgruppe, begann mit seiner Begrüßungsrede: „,Alle Jahre wieder‘ sind wir zusammengekommen, schicken unsere Grüße und Wünsche zur Genesung an die Freunde und Mitglieder, die ihre Teilnahme leider absagen mussten.“ Den verstorbenen Mitgliedern wurde ganz besonders gedacht. Buslaps richtete ein Grußwort des Pfarrers Manfred Bächler aus und las eine kleine Andacht „Gedanken zum Advent“ vor. Ein weiteres Grußwort konnten wir von Pfarrer i.R. Burmeister hören. 

Herr Schröder, Leiter der Landsmannschaft der Ost- und Westpreußen, Kreisgruppe Darmstadt-Dieburg, begrüßte die Gäste, die erstmals an dieser Zusammenkunft teilnahmen, unter anderen den Kreisvorsitzenden der Oberschlesier in Darmstadt, Herr Ulfig und Frau. Er bedauerte, dass aus den derzeitigen Kriegsgebieten kein Friedensschluss in Sicht ist. Dabei erwähnte er einen Krieg, der 30 Jahre dauerte und erst nach über vierjährigen Friedensverhandlungen in Münster und Osnabrück am 24. und 25. Oktober 1648 beendet werden konnte. Aus diesem Anlass fand am 24. Oktober 2023 in Münster der „Westfälische Friedensgipfel“ statt. Dabei waren als Ehrengäste alle derzeitigen Botschafter der Nationen vertreten, die 1648 am Friedensschluss beteiligt waren. Am 25. Oktober 2023 gedachte Osnabrück des Friedensschlusses vor 375 Jahren musikalisch mit Konzerten und Gesang.

Zwei Geburtstagskinder waren unter uns, ihnen wurde herzlich gratuliert. Ein Mitglied, er ist Lektor der evangelischen Kirche in Darmstadt, sprach „ein heiliges Wort“. Wir hörten aufmerksam diese informative Andacht. Mit den ostpreußischen und weihnachtlichen Klängen der Zither ging der Nachmittag über in die von den Anwesenden vorgetragenen weihnachtlichen Geschichten, Gedichtchen und Lesungen. Zur Kaffeetafel wurde aufgerufen, und schon war das Buffet mit dem selbstgebackenen und köstlichen weihnachtlichen Leckereien belegt. Das Plachandern ging laut und leise weiter. Man hatte sich ja so viel zu erzählen, Gedanken auszutauschen.

Plötzlich kam ein Rudel Elche in Sicht und blieb im Gehege auf den Tischen stecken. Sie wurden handverlesen an alle verteilt und freudig in Empfang genommen. Und siehe, es stand eine riesengroße Vase mit wunderschönen Amaryllis mit dem Hinweis „nur für Damen“ vor uns. Es waren die Überraschungsgeschenke der beiden einladenden Gruppen.

Mit den guten Wünschen zum Fest und dem neuen Jahr im Ohr, die Buslaps anfangs allen mit auf den Weg gab, verabschiedeten wir uns herzlich voneinander und versprachen „auf ein Wiedersehen“.

Herzlichen Dank den Organisatoren dieser vorweihnachtlichen Zusammenkunft, ganz besonders an Renate Buslaps.H. Neumann

Chronik der Kreisgruppe

Wetzlar – Dienstag, 16. Januar, 11 Uhr, Gaststätte Matchball beim Tennisplatz, Bodenfeld, 35576 Wetzlar, Telefon (06441) 45439: „Von der Suchliste Adler zur Landsmannschaft der Ost- und Westpreußen (LOW)“, Eine Chronik der Kreisgruppe Wetzlar in der LOW-Teil 2, Vortrag von Kuno Kutz, Hüttenberg, verbunden mit der Jahreshauptversammlung 2024 mit Wahl des Vorstandes. Weitere Informationen bei Kuno Kutz, Heinzewies 6, 35625 Hüttenberg, Telefon (06441) 770559, E-Mail: kuno.kutz@t-online.de, Fax (06441) 770558.

Heimatnachmittag

Wiesbaden – Sonnabend, 20. Januar, 15 Uhr, Haus der Heimat, Friedrichstraße 35: Erinnerungen an zu Hause, Heimatnachmittag mit Kaffee und Kuchen. Das erste Monatstreffen im neuen Jahr ist unserer Heimat gewidmet. Sie hören Nachdenkliches und Lustiges von früher und heute. Zudem erfahren Sie einiges über das derzeitige Geschehen in Ostpreußen und Westpreußen. Wer zu diesem Nachmittag etwas beitragen möchte, seien es Erzählungen, Gedichte und/oder Informationen und Bilder, melde sich bitte gleich bei Dieter Schetat unter Telefon (06122) 15358 oder bei anderen Vorstandsmitgliedern.


Schleswig-Holstein

Vorsitzender: Dieter Wenskat, Horstheider Weg 17, 25365 Offenseth- Sparrieshoop, Tel.: (04121) 85501, E-Mail: dieter.wenskat@gmx.de

Vereinigte Landsmannschaften Flensburg (VLM Fl) e.V. 

Flensburg – Wie stets empfing uns die Bläsergruppe unter Leitung von Jens Wischmeyer vor der Kapelle zum Totensonntag und wie stets gab Sven Rösch an der Orgel den musikalischen Rahmen in gewohnt hervorragender Weise. Nach der letztjährigen Feier zum 70. Jubiläum des Ehrenmales Stein des Ostens mit zahlreichen Gästen aus Politik, Verbänden und Dienststellen kehrten wir wieder zur „Normalität“ zurück, wie Pastorin Silke Wierk zu Beginn ihrer Predigt anmerkte. Zuvor jedoch konnte unser Vorsitzender Hans Legies zahlreiche Teilnehmer begrüßen, an der Spitze den Flensburger Oberbürgermeister Dr. Fabian Geyer sowie Uta Wenzel, die Landtagsabgeordnete des hiesigen Wahlkreises und neue Vorsitzende des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge Flensburg. Sie war im letzten Jahr verhindert und hatte nun ihr „Kommen-Versprechen“ eingelöst. Legies dankte besonders Geyer, der erst seit Januar 2023 im Amt ist und es sich trotz der großen Probleme und Aufgaben, die durch die noch nicht lange zurückliegende Jahrhundert-Sturmflut hervorgerufen wurden, nicht nehmen ließ, mit uns zu gedenken.

Pastorin Wierk hatte als Kernstück des Erinnerns Christiane Hoffmanns Buch „Alles, was wir nicht erinnern“ ausgewählt, in dem die Autorin die Gedanken ausführte, die sie auf ihrer 550-Kilimeter-langen Wanderung von Niederschlesien bis zur bayerischen Grenze beschäftigte. Sie hatte sich auf den Weg ihres inzwischen verstorbenen Vaters gemacht, der diese Strecke auf seiner Flucht gegen Ende des Krieges ebenfalls zu Fuß bewältigte. Die Schlussfolgerung daraus zog Wierk an Hand des Bibelspruches „Die Väter haben saure Trauben gegessen und den Kindern werden die Zähne stumpf“ mit dem Hinweis, dass das Leben von Eltern und Kindern zwar in unterschiedlichen Bahnen verliefe und sich also nicht auf den jeweils anderen Bereich projizieren ließe, dennoch aber Erinnerung an und Verständnis für die andere Seite so unendlich wichtig seien. Darüber hinaus diente der Autorin ihre Wanderung auch der eigenen Erkenntnis, da sie wie auch jedes andere Kind von Flüchtlingen das von den Eltern erlebte Trauma mehr oder weniger in sich trägt.

Nach der Prozession mit den Kränzen der Stadt Flensburg wie der Vereinigten Landsmannschaften zum Ehrenhain ergriff Flensburgs Oberbürgermeister das Wort. Er nahm die Gedanken der Pastorin in seinem Dank an sie auf und würdigte den Totensonntag als Gelegenheit, in unserem schnelllebigen Alltag innezuhalten und zurückzublicken; dies ohne die Gedanken schon bei einem Termin oder den Aufgaben des kommenden Tages zu haben. Verstorbener zu gedenken und um sie zu trauern sei Bestandteil unserer Kultur mit dem hohen Anspruch „Auf ewig unvergessen“, das auf manchem Grabstein zu lesen steht. Dieser Tag riefe uns unsere eigene Vergänglichkeit in Erinnerung in dem Wissen, dass zum Leben immer auch der Tod gehört. Geyer dankte den Landsmannschaften für ihre Verdienste, die sie für den Wiederaufbau Deutschlands im Allgemeinen und Flensburgs im Besonderen geleistet hatten und würdigte die gute Tradition, am Totensonntag den Toten, die im Osten ruhen mit einer Kranzniederlegung zu gedenken. Er hob hervor, dass es den Vertriebenenverbänden nicht um ein „zurück“ ginge, sondern sich das Totengedenken zu einer Friedensmahnung entwickelt hatte. Er schloss mit dem Hinweis, dass die in der Region inzwischen sehr gut integrierten Vertriebenen ihre Wurzeln nicht aufgegeben oder gar verleugnet haben und so zu einem Vorbild und einer Richtschnur für die große Integrationsaufgabe geworden sind, die wir mit den Geflüchteten von heute zu leisten haben. 

Die Bläsergruppe begleitete uns auch am Ehrenhain musikalisch trotz eisiger Temperaturen - dafür sei besonders gedankt.M.W.

Flensburg – Auch 2023 verwöhnte uns der Nikolaus in Person von Diana Hinspeter, der Wirtin „unseres“ Vereinslokales, mit köstlichen Kuchen, Torten und Gebäck. In seiner Eröffnungsrede verlas der Vorsitzende Hans Legies Grußworte und hob hervor, dass im zu Ende gehenden Jahr erstmals wieder alle Vorhaben, die er kurz ansprach, wie geplant durchgeführt werden konnten; die rege Teilnahme der Mitglieder ist für den Vorstand Ansporn und Verpflichtung für die Zukunft. Das Jahresprogramm 2024 stände bis auf die Tagesfahrt im Juni, für die er vier Möglichkeiten zur Auswahl vorstellte und darüber abstimmen ließ; die Mehrheit wählte eine Halbtagesfahrt nach Eckernförde. Der Vorsitzende wies auf die Notwendigkeit hin, die Gedenkfeier am Stein des Ostens zum Totensonntag auch mit Blick auf künftige Generationen zu gestalten und damit ihr Bestehen zu sichern. Er freute sich, dass unsere Beiträge in der Preußischen Allgemeinen Zeitung durchaus Beachtung fänden, wie mehrere Reaktionen auch aus ferneren Bundesländern bewiesen. 

Mit einem ehrenden Gedenken unserer verstorbenen Mitglieder schloss er seine Ansprache und wünschte allen, auch den verhinderten Erkrankten, im Namen des gesamten Vorstandes eine besinnliche Adventszeit, gesegnete Weihnachten und alles Gute für das neue Jahr.

Es folgte ein bunter Wechsel vom Singen bekannter und weniger bekannter Weihnachtslieder, Geschichten, Sologesangseinlagen und allgemeinem Plachandern, bis wir mit dem Ostpreußen- wie dem Pommernlied die Veranstaltung beendeten. Michael Weber


Ebenrode

Kreisvertreter: Dr. Gerhard Kuebart, Schiefe Breite 12a, 32657 Lemgo, Telefon (05261) 88139, Gerhard.kuebart@googlemail.com

90 Jahre Wolfgang Rothe

Unser geschätzter Beirat für Kultur konnte bei leidlicher Gesundheit und ungebrochener Schaffenskraft sein 90. Lebensjahr vollenden. Am 7. Januar 1934 im Reiterhof Samonienen bei Tollmingkehmen auf die Welt gekommen, verlebte er bis zum Krieg eine behütete Kindheit. Seine Eltern Karl Rothe (1891-1944) und Louise Rothe geb. Stoeckl (1902-1992) bewirtschafteten außer Samonienen noch das Gut Tollmingkehmen.

Nach der Volksschule in Tollmingkehmen und der Flucht machte er 1954 am Humanistischen Gymnasium Kieler Gelehrtenschule das Abitur und absolvierte anschließend eine Lehre zum Versicherungskaufmann bei der Securitas Bremen.

Hieran schloss er ein Studium der Rechtswissenschaft an den Universitäten Kiel und Freiburg an, legte ein Prädikatsexamen ab und wurde Referendar beim OLG Schleswig und 1964 nach dem 2. Staatsexamen mit Prädikat Assessor beim OLG Hamburg. Im selben Jahr erfolgte die Promotion in Kiel „cum laude“.

Von 1964 bis 1997 war er Personal-Direktor in vier größeren Wirtschaftsbetrieben, gründete eine Familie mit seiner Frau Erika, ließ sich in Essen nieder und wurde bei den Landgerichten Frankfurt und Essen als Rechtsanwalt zugelassen, war bis 1999 Beirat bei den Arbeitgeberverbänden der Versicherungswirtschaft und der Banken in Mannheim, in Frankfurt ehrenamtlicher Beisitzer an den Arbeitsgerichten, in Hamburg ehrenamtlicher Beisitzer am Landesarbeitsgericht und Mitglied der Schadenskommission der Berufsgenossenschaft Chemie und verfasste ein Umwelthandbuch.

Von 1997 bis 2007 absolvierte er ein Senioren-Studium an der Universität Essen in Neuerer und Neuester Geschichte und Germanistik, um seinen humanitären und kirchlichen Aktivitäten im heute russischen Nord-Ostpreußen auch fundierte Dokumentationen der Regionalgeschichte, der Pferdezucht und des Jagdwesens der Rominter Heide an die Seite zu stellen, zuletzt den „Luftbild-Atlas Rominter Heide“. Mehrere Ausstellungen und der Film „Als die Deutschen weg waren“ runden seine kulturelle Tätigkeit neben zahlreichen Vorträgen und Bemühungen um das ostpreußische Platt ab.

An Auszeichnungen erhielt er 1998 das Ehrenzeichen der LO in Silber, überreicht in Ellingen anlässlich der Stiftung und Übergabe der Modelle des kaiserlichen Jagdschlosses und der „Hubertus-Kapelle“ Rominten, 2004 den Orden in Gold des Bismarck-Bundes im Bismarck-Orden, Aumühle, 2009 die Ehrengabe „Rominter Luchs“ durch Kreis und Stadt Goldap, 2012 Verdienstabzeichen (Orden) der Wojwodschaft Ermland-Masuren, überreicht durch den Vize-Marschall J. Sloma der Wojwodschaft im Forstamt Barckhausen in Warnen [Ozerki], 2022 Goldene Ehrennadel der Kreisgemeinschaft Ebenrode (Stallupönen) anlässlich der Feier der 300-jährigen Stadterhebung Stallupönens in der Patenstadt Kassel.

Die Kreisgemeinschaft dankt Dr. Wolfgang Rothe und seiner Familie für die vielfältigen Forschungen und Veröffentlichungen zu Geschichte und Kultur Ostpreußens sowie unseres Heimatkreises und wünscht weiterhin Gesundheit, Lebensfreude und Schaffenskraft in seinem Blumenparadies am Baldeneysee.Gerhard Kuebart

Kreisvertreter


Memel-Stadt/Land

Kreisvertreter: Uwe Jurgsties, Kirschblütenstraße 13, 68542 Heddesnheim, Telefon (06203) 43229, Mobil: (0174)9508566, E-Mail: uwe.jurgsties@gmx.de. Gst. für alle Memellandkreise: Uwe Jurgsties, Kirschblütenstraße 13, 68542 Heddesheim

Jahresrückblick

Das Jahr 2023 ist wieder einmal schnell vergangen und am Ende eines Jahres blickt man auf die Monate, Wochen und Tage zurück und wundert sich, wie schnell doch die 365 Tage vorbei sind. Ein jeder von uns hatte im vergangenen Jahr neben fröhlichen, schönen und glücklichen Momenten auch traurige Tage, da ein lieber Angehöriger von uns gegangen ist. Nun stehen wir am Anfang eines neuen und unberührten Jahres und wissen noch nicht, ob es bergauf oder bergab geht in der momentanen Zeit mit Hass, Terror und leidbringenden Kriegen. Doch blicken wir erwartungsvoll nach vorne, freuen uns auf die Zusammenkünfte in unseren Memellandgruppen, hier wie auch in Memel und Heydekrug, dem Treffen aller Ostpreußen am 1. Juni in Wolfsburg und im Besonderen auf unser monatlich erscheinendes „Memeler Dampfboot“, das nun im 175. Jahr erscheint und somit die älteste noch erscheinende Heimatzeitung ist. Leider geht die Zahl der Bezieher immer mehr zurück, da sofort nach dem Ableben der Eltern das Abonnement von den Kindern gekündigt wird. Wäre es nicht angebracht, das Abonnement weiterzuführen und somit das Andenken an die Eltern und deren Heimat wachzuhalten und auf Grund der Berichte eines Tages auf den Spuren der Eltern zu wandeln? Gehen Sie in sich und beziehen das Memeler Dampfboot bitte weiter, damit es noch recht lange erscheinen kann. 

Besonders möchte ich mich im Namen des Bundesvorstands bei allen Spendern bedanken. Ohne ihre Unterstützungen für die Arbeitsgemeinschaft der Memellandkreise e.V. (AdM) könnten wir die Arbeit für unsere Landsleute hier, wie auch im Memelland nicht aufrecht erhalten.

Wir wissen noch nichts über die vor uns liegenden zwölf Monate, nur dass wir Hoffnungen und Wünsche haben und somit wünsche ich Ihnen allen für das eingeläutete Jahr 2024 Kraft, Erfolg, Gesundheit, viel Glück und vor allem Frieden.Uwe Jurgsties

Bundesvorsitzender

Eislandschaften

In Nidden und Schwarzort sind beeindruckende Eisskulpturen entstanden, die das Ergebnis der Natur sind. Die Skulpturen sind Anfang Januar 2024 erschienen und versprechen, Einheimische und Touristen noch lange zu begeistern.

Diese Kunstwerke sind ein jährliches Phänomen, das aufgrund spezifischer klimatischer Bedingungen auftritt. Wenn die starke Kälte mit dem wehenden Wind kombiniert wird und das Haff noch nicht vollständig eingefroren ist, entsteht die ideale Umgebung für die Bildung von Eisskulpturen. Starke Winde aus dem Haff verursachen Wasserspritzer, die auf Gegenstände, wie Bänke, Büsche oder Straßenschilder aufgrund der niedrigen Lufttemperatur schnell einfrieren.

Derzeit ist die Eisdecke auf dem Kurischen Haff stark genug, um sie zu betreten, aber es gibt immer noch gefährliche ungefrorene Stellen.Uwe Jurgsties


Preußisch Eylau

Kreisvertreterin: Evelyn v. Borries, Tucherweg 80, 40724 Hilden, Telefon (02103) 64759, Fax: (02103) 23068, E-Mail: evborries@gmx.net. Kartei, Buchversand und Preußisch Eylauer-Heimatmuseum im Kreishaus Verden/Aller Lindhooper Straße 67, 27283 Verden/Aller,  E-Mail: preussisch-eylau@landkreis-verden.de, Internet: www.preussisch-eylau.de. 

Unser Büro in Verden ist nur noch unregelmäßig besetzt. Bitte wenden Sie sich direkt an die Kreisvertreterin Evelyn v. Borries

Reisetermin 9. bis 17. Juni

Die Kreisgemeinschaft Pr. Eylau plant in diesem Jahr gemeinsam mit der Patenstadt Verden und dem Landkreis Verden wieder eine Reise in den südlichen Teil des Kreises und zu anderen interessanten Zielen im südlichen Ostpreußen. Anmeldungen erbitten wir spätestens bis zum 1. März, damit wir einen Überblick bekommen, ob die notwendige Mindestteilnehmerzahl von 25 Personen erreicht wird, damit die Reise durchgeführt werden kann.

1. Tag: Anreise nach Danzig. Gegen 6 Uhr beginnt Ihre Reise nach Ostpreußen. Die Route führt vorbei an Hannover und Potsdam mit Zustiegsmöglichkeiten entlang der Fahrtroute und weiter über Frankfurt an der Oder und Posen. Gegen 18 Uhr erreichen Sie Danzig, wo Sie im „Novotel Centrum“ bereits zum Abendessen erwartet werden. Ihr Hotel ist nur wenige Schritte von der Danziger Altstadt entfernt, sodass ein Abendspaziergang zur Mottlau-Promenade ein schöner Tagesabschluss sein könnte. Die Danziger Altstadt hat neben historisch Wertvollem und Sehenswertem auch ein quirliges Nachtleben mit kleinen Bars, urigen Kneipen und trendigen Musikklubs zu bieten.

2. Tag: Danzig und Oberländischer Kanal. Nach dem Frühstück erwartet Sie Ihr Stadtführer zu einem Spaziergang durch die Danziger Altstadt. Die mehr als 1000-jährige Hansestadt hat viel zu bieten. Die nach großen Zerstörungen prächtig restaurierte Altstadt beeindruckt mit erhabenen Patrizierhäusern, hübschen kleinen Gassen mit Boutiquen und Cafés, alles wird überragt von der mächtigen Marienkirche, einem der größten Backstein-Sakralbauten Europas. Sie sehen den Artushof, den früheren Treffpunkt der hanseatischen Kaufleute mit dem Neptunbrunnen davor, die Frauengasse mit den für Danzig typischen Beischlägen, die heute meist kleine Schmuckläden oder urige Kneipen beherbergen, und an der Mottlau das große Krantor, eines der mächtigsten Hebewerke des Mittelalters. Gegen Mittag geht es per Bus weiter nach Südosten über die Weichsel. Am Nachmittag erleben Sie einen weiteren Höhepunkt Ihrer Ostpreußenreise: eine Fahrt auf dem Oberländischen Kanal, einer ingenieurtechnischen Meisterleistung des 19. Jahrhunderts. Hier überwinden die Schiffe den Höhenunterschied zwischen dem Oberland und dem Ermland durch das sogenannte Aufschleppen. Gegen Abend erreichen Sie Elbing zur Übernachtung.

3. Tag: Frauenburg & Frisches Haff. Der Tag beginnt mit einer Führung durch die Altstadt von Elbing, deren Wiederaufbau bis heute andauert. Anschließend Weiterfahrt entlang des Frischen Haffes durch die malerischen Elbinger Höhen nach Cadinen, der ehemaligen Sommerresidenz Kaiser Wilhelms II. Sie erreichen Frauenburg und besichtigen den imposanten gotischen Dom. Hier verbrachte Nikolaus Kopernikus als Domherr seine wichtigsten Lebensjahre, in denen er seine weltverändernden Entdeckungen machte. Am Nachmittag gibt es sehr nachdenkliche Momente zu erleben bei einer Schifffahrt von Frauenburg über das Frische Haff nach Kahlberg auf der Frischen Nehrung. Auf diesem Weg flohen Tausende Ostpreußen im Winter 1945 über das Eis des zugefrorenen Haffes vor der herannahenden Front nach Westen und verließen für immer ihre Heimat. Als Zeichen der Versöhnung steht in Frauenburg ein Stein mit einer Inschrift in deutscher und polnischer Sprache zum Gedenken an die vielen tausenden Opfer dieses Kriegswinters. Übernachtung in Frauenburg.

4. Tag: Marienburg und Allenstein. Am Vormittag unternehmen Sie eine Führung durch die imposante Marienburg. Die mächtige Burganlage, die zu den größten in Europa zählt, war im späten Mittelalter der Sitz des Hochmeisters des Deutschen Ordens und damit das Zentrum des mächtigen Ordensstaates. Noch heute beeindruckt sie die Besucher durch ihre Ausmaße und die Raffinesse ihrer Architektur. Auf der Weiterreise besuchen Sie die Hauptstadt des südlichen Ostpreußens: Allenstein. Bei einer Führung sehen Sie unter anderem die Burg des ermländischen Domkapitels. Hier residierte auch Nikolaus Kopernikus als Verwalter des Kapitels. Sehenswert sind weiterhin das Hohe Tor und die St.-Jakobus-Kirche. Die Altstadt von Allenstein ist wie überall in der Republik Polen in den letzten Jahren hübsch restauriert worden und lädt zum Spaziergang ein. Gegen Abend erreichen Sie Heilsberg, Abendessen und Übernachtung in Heilsberg. 

5. Tag: Bürgertreffen in Landsberg im Kreis Pr. Eylau. Der frühere ostpreußische Kreis Pr. Eylau ist aufgrund der stalinschen Demarkationslinie heute geteilt und der nördliche Teil gehört zum heutigen russischen Gebiet und kann aufgrund der aktuellen politischen Situation zum Zeitpunkt der Planung der Reise leider nicht besucht werden. Das Zentrum der partnerschaftlichen Beziehungen zwischen Verden und dem südlichen polnischen Teil des Kreises ist heute die Stadt Landsberg [Gorowo Ilaweckie] im Kreis Pr. Eylau. Hier werden Sie heute zu einem Besuch in Ihrer Partnerstadt erwartet. Der Bürgermeister hat uns zu einem offiziellen Empfang im Rathaus eingeladen. 

In der Republik Polen vollzieht sich in den letzten Jahren eine sehr dynamische Entwicklung, die sich in allen Städten und Gemeinden widerspiegelt. Es wird restauriert, renoviert und es entsteht viel Neues. So hat sich auch Landsberg in den letzten Jahren zum Positiven verändert. Am Nachmittag wird noch ein wenig das Kreisgebiet erkundet, zum Beispiel mit einem Besuch im „Storchendorf“ Schewecken und mit einem Abstecher nach Neuendorf, wo aktuell ein neues Kurzentrum entsteht. An diesem Tag besteht auch Gelegenheit für Ihre individuellen Ausflüge in die Heimatdörfer. Abendessen und Übernachtung in Heilsberg.

6. Tag: Gut Gallingen und Heilige Linde. Nach dem Frühstück steht eine Führung durch die Burganlage in Heilsberg auf dem Programm. Hier residierten einst die Bischöfe des Ermlandes, der einzigen katholischen Gegend im sonst evangelischen Ostpreußen. Anschließend geht es weiter aus dem Ermland nach Osten in das Land der großen Seen – nach Masuren. Ihr erster Zwischenstopp ist auf dem einstigen Gut Gallingen [Galiny] vorgesehen, wo Sie zu einer Führung erwartet werden. Wie alle früheren ostpreußischen Güter war auch diese Anlage Jahrzehnte lang dem Verfall preisgegeben, bevor sich vor einigen Jahren ein privater polnischer Investor dieses Kleinodes der ostpreußischen Gutsanlagen annahm und nach umfangreichen und sehr kostenintensiven Restaurierungen hier im einstigen Gutshaus ein Hotel mit angeschlossenem Gestüt zum Beispiel für Reiterferien entstehen ließ. Nach einem kleinen Mittagessen auf Gut Gallingen erreichen Sie in Masuren das Kloster Heilige Linde mit seiner imposanten Kirche. Die barocke Pracht in den ostpreußischen Wäldern steht sehr im Kontrast zur sonst eher gradlinigen preußischen Architektur. Die reiche Innenausstattung der Kirche wird gekrönt durch eine berühmte Orgel mit vielen beweglichen Figuren, die Sie bei einem kleinen Anspiel erleben werden. Zum Abend erreichen Sie Lötzen, die „Sommerhauptstadt“ Masurens, zur Übernachtung.

7. Tag: Schifffahrt auf den Masurischen Seen und Gut Lehndorff. Am Vormittag erleben Sie eine Schifffahrt über die Masurischen Seen von Lötzen nach Angerburg. Wenn genügend Zeit verbleibt, besuchen Sie oberhalb von Angerburg noch die Kriegsgräbergedenkstätte „Jägerhöhe“, von hier hat man einen wunderbaren Blick über die Seenplatte, der alle Klischees von Masuren erfüllt: Dunkle Wälder und malerische Seen mit blinkenden Segeln. Anschließend erreichen Sie Steinort. Hier befindet sich das einstige Gut der Familie Lehndorff. Der letzte Besitzer, Heinrich Graf von Lehndorff, war maßgeblich am Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 in der Wolfsschanze beteiligt und wurde dafür von den Nazis hingerichtet. Nach Jahren des Verfalls wurde ein Teil der Gutsanlage von einer deutsch-polnischen Kulturstiftung erworben und wird zurzeit restauriert, um später als Begegnungsstätte genutzt werden zu können. Übernachtung in Lötzen. 

8. Tag: Tschüss Masuren! Nach dem Frühstück treten Sie die erste Etappe der Heimreise an. Unterwegs besuchen Sie bei Hohenstein das Ostpreußische Freilichtmuseum. Die bereits zu deutscher Zeit begonnene Anlage wird heute im polnischen Ostpreußen fortgesetzt und weiterentwickelt. Hier erleben Sie ein traditionelles ostpreußisches Dorf mit Gehöften, Windmühlen und Kirchen. Die Gebäude im Museumskomplex repräsentieren die Architekturbesonderheiten der historischen Regionen Ostpreußens: Ermland, Masuren, Oberland, Samland und Memelland. Gegen Abend erreichen Sie Posen zur Zwischenübernachtung. Hier liegt Ihr Hotel auch wieder sehr dicht an der Altstadt, so dass die Möglichkeit zu einem schönen Abendspaziergang besteht.

9. Tag: Posen & Heimreise. Ihr letzter Besichtigungspunkt ist heute eine Stadtführung durch Posen. Der erst kürzlich restaurierte zentrale Altmarkt wird geprägt durch das sehenswerte Renaissance-Rathaus, an dessen Uhr jeden Tag um 12 Uhr die Figuren zweier Ziegenböcke, das Wappen von Posen, erscheinen. Gerahmt wird der Platz von sehr schönen Bürgerhäusern. Der älteste Teil Posens, dessen Entstehung auf etwa das 9. Jahrhundert zurückgeht, ist jedoch die Dominsel mit dem St.-Peter-und-Pauls-Dom, der hier bereits um das Jahr 1000 als romanische Basilika errichtet und im 14. Jahrhundert zu einer gotischen Kirche umgestaltet wurde. Hier befindet sich in der Goldenen Kapelle das Grabmal der ersten Herrscher Polens – Mieszko I. und Boleslaw des Tapferen. Heute ist Posen ein bedeutendes Wirtschaftszentrum, alljährlich finden hier die wichtigsten Messen in Polen statt. Nach der Stadtführung treten Sie die Heimreise an, Rückankunft in Verden gegen 19.30 Uhr.

Genaue Informationen zur Reise wie den Reisepreis pro Person für alle Kosten inklusive Halbpension finden Sie auf der Internetseite der Kreisgemeinschaft www. https://preussisch-eylau.de/ unter der Rubrik „Termine und Aktivitäten“ oder können bei der Kreisvorsitzenden Evelyn v. Borries unter Telefon (02103) 64759 erfragt werden.Evelyn v. Borries