Eine ängstliche Jugend
Zu: Die grassierende Klimaangst macht vor allem junge Menschen seelisch krank (Nr. 51/52)
Froh bin ich, nicht mehr jung zu sein. Über meiner Jugendzeit in den 1970er und 1980er Jahren schwebte nicht die ständige Angst vor der Apokalypse. Man glaubte an eine Zukunft, war voller Hoffnung und Zuversicht, freute sich auf das, was das Leben für einen bereithielt, auch wenn dann alles nicht so kam wie erhofft. Aber auch mit Enttäuschungen lernte man umzugehen.
Wie aber soll ein junger Mensch in der heutigen Zeit seiner Zukunft hoffnungs- und erwartungsfroh entgegensehen, wenn er durch die Dauerbeschallung von Weltuntergangsszenarien in Angst und Schrecken gefangen gehalten ist beziehungsweise wird? Angst lähmt und „frisst Seelen auf“. Lebensfreude, Kreativität, Innovationskraft und vieles mehr können sich aber nur entfalten, wenn der Mensch frei ist, vor allem frei von Angst.
Sabine Preißler, Wiesbaden
Alles in bester Ordnung?
Zu: Die grassierende Klimaangst macht vor allem junge Menschen seelisch krank (Nr. 51/52)
Die derzeitige Apokalypse wird am deutlichsten von der letztjährigen Fahrt des deutschen Forschungsschiffs „Polarstern“ unter der Leitung von Prof. Antje Boetius vom Alfred-Wegener-Institut in Bremerhaven gezeigt. Sie wollte den „katastrophalen Zustand der Polkappe“ feststellen. Gegen jede Erwartung war „alles in bester Ordnung“. Aber der kleingehaltene Bericht schließt: „Das ist natürlich kein Grund zur Entwarnung.“
Große Frage: Was also wäre ein Grund zur Entwarnung? Der „wissenschaftliche Sozialismus“ und die Staatspsychiatrie lassen in deutlicher Analogie grüßen.
Dr. Sven von Erichsen, Lebusa
Ein ehrlicher Beitrag
Zu: Einsamer „Diener des Volkes“ (Nr. 50)
Vielen Dank für diesen differenzierten und ehrlichen Beitrag (über die Situation in der Ukraine, d. Red.)! Es kann doch aufseiten der Ukraine – und ihrer NATO- beziehungsweise EU-Partner – jetzt nur noch darum gehen, Verhandlungen einzuleiten, um das Leben möglichst vieler
Ukrainer zu retten. Ein wenig Selbstkritik und Demut würden der NATO und der EU auch nicht schlecht zu Gesicht stehen.
Ottfried Wallau, Siegburg
Ukrainer an die Front?
Zu: Einsamer „Diener des Volkes“ (Nr. 50)
Plötzlich, da der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj die Gefallenen ersetzen muss, spielen die rund 190.000 fahnenflüchtigen Ukrainer auf deutschem Boden eine Rolle. In der Ukraine sterben die Soldaten, und die eigentlich dem Kriegsrecht unterstehenden männlichen Ukrainer leben hier vom reichlichen Bürgergeld. Reichlich deswegen, weil auch noch die Miete mit Nebenkosten vom deutschen Steuerzahler bezahlt wird.
Nun erscheint in immer mehr Kommentaren zum Ukrainekrieg der Hinweis, dass diese Ukrainer eigentlich kämpfen und sterben sollten. Letzteres wird nicht erwähnt. Warten wir ab, wie weit die Treue zu Kiew bei Scholz & Co. reicht.
Rolf Kunz, Buchen
Schulterschluss mit Islam?
Zu: Wo Gott noch groß ist (Nr. 49)
Ich lese gewöhnlich die Artikel des Kollegen Eberhard Straub überwiegend mit Zustimmung, doch diesmal muss ich sie versagen. Es gibt massive Fehleinschätzungen und massive Falschempfehlungen.
Zunächst: Das Bild der christlichen Kirchen ist verzeichnet. Was Straub schreibt, trifft zwar zu auf den sogenannten Mainstream der Kirchen im deutschsprachigen Europa und in anderen, eher westlichen europäischen Ländern: Sie begreifen sich als Teilhaber eines innerweltlichen Heilsprojekts. Es gibt aber überall auch Minderheiten innerhalb dieser Kirchen, die diesen Weg nicht mitmachen und sich, meist in ihrer konfessionellen Konkretisierung, auf das eigentümlich Christliche fixieren. Die sollte man nicht übersehen!
Sodann ist der Islam verzeichnet. Die Aussage, „Islam heißt gottergeben, und mit Gott ist die Freiheit verbunden“, ist reine Verwirrung. Islam heißt Unterwerfung, und was das heißt, hat der französische Schriftsteller Michel Houellebecq mit seinem gleichnamigen Roman von 2015 gezeigt, und Goethe hat es verkannt. Christen können nicht an einer Seite mit Muslimen ein und denselben Gott verehren. Einen Gott haben, heißt für Christen, an das Evangelium von Jesus Christus, den Sohn Gottes zu glauben. Das ist ein anderer Gott und ein anderes Gott-Haben, als es sich die Muslime vorstellen.
Was die Friedfertigkeit so vieler Muslime in Europa betrifft: Erstens hindert diese nicht die radikalen und militanten Muslime in Europa, immer radikaler und militanter aufzutreten, wie die letzten Monate noch einmal gezeigt haben. Zweitens tragen auch diese eher zurückhaltenden Muslime dazu bei, dass das Gewicht des Islams in Europa immer größer wird. Die Führung übernehmen die Radikalen, und die anderen werden sich ihnen anschließen. Die Artikel von Reinhard Mohr und Florian Stumfall in der darauffolgenden Ausgabe der PAZ weisen deutlich auf diese Tendenz hin.
Die Zukunft der Erneuerung des Abendlandes liegt sicherlich nicht in einem Schulterschluss mit irgendeiner Version des Islams, sondern in einer Rückbesinnung auf die christlichen Wurzeln in Verbindung mit einer Achtung vor dem Andersdenkenden.Sven Grosse, Professor für Evangelische Theologie, Staatsunabhängige
Theologische Hochschule Basel
Eine Familie schwebt davon
Zu: CDU will Magnetschwebebahn für Berlin (Nr. 48 )
Die Schwebebahn „Sky Train“ am Düsseldorfer Flughafen schwebt schon seit 30 Jahren. Berechnet hat die Bahn mein Vetter Günter Putsch. Den Auftrag ausgeführt hat das damalige Unternehmen Krupp Stahlbau Hannover. Die Versuchsstrecke war in Wetter an der Ruhr.
Die Schwebebahn über den Fluss Wupper in Wuppertal ist seit dem 19. Jahrhundert in Betrieb. Der erste Ausfall der Bahn war in den 60er Jahren, als ein Lastwagen einen Pfeiler beschädigte. Für die Wiederherstellung wurde die Firma Schweiß- und Montagebetrieb Herbert Klein in Witten beauftragt (mein Vater).
Die Teststrecke in Enschede, wo der Hochgeschwindigkeitszug Transrapid den Reparaturwagen auf der Strecke rammte, war ein tragisches Ereignis in der Geschichte der Bahn. Es hielt die Chinesen nicht davon ab, den Transrapid in Shanghai zu bauen, wodurch deutsche Technologie exportiert wurde. Es ist also nichts Neuartiges, was sich die CDU sich da in Berlin anzieht.
Mit einem Transrapid auf Stelzen über Autobahnen wären zähe Verhandlungen mit Grundstückseigentümern eingespart, da die Bundesautobahnen im Besitz des Bundes sind. Dieser Vorschlag stammte vor zehn Jahren von mir und dem Unternehmer Rolf „Tullum“ Trauernicht, dem ein jahrelanger Herzenswunsch, den Transrapid in Deutschland fahren zu sehen, überaus wichtig war. Er hat auch den Lückenschluss der A31 mit einer Spende von 250.000 D-Mark fertiggebracht. Die A31 bietet sich auch für den Transrapid an.
Die 100 Milliarden Euro für die Bundeswehr haben sich wohl in den Fraktionen aufgelöst. Überall Krieg und nochmals Krieg sowie Flüchtlinge sind Priorität. Aber man sollte auch die Interessen der Bundesbürger nicht außer Acht lassen. Wir wollen stolz auf unser Land sein wie andere Nationen auch. Stolz darauf, ein Meisterzahler zu sein, ist nicht von Dauer.
Gudrun Piel, Witten


