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Folge 03-24 vom 19. Januar 2024 / Meldungen

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 03-24 vom 19. Januar 2024

Meldungen

Polen sabotiert Aufklärung

New York – Nach Angaben der US-Zeitung „Wall Street Journal“ und des Nachrichtensenders n-tv sabotiert Polen die Aufklärung des Anschlags auf die Nord-Stream-Gaspipelines. Dies gehe aus vertraulichen Äußerungen von Ermittlern in verschiedenen europäischen Ländern hervor. Die polnischen Behörden würden die Zusammenarbeit auf internationaler Ebene behindern und sich „weigern, potentiell brisante Informationen“ zu liefern. Außerdem stelle Warschau die angeforderten Daten „zu langsam“ zur Verfügung, wenn es ausnahmsweise doch kooperiere. Deshalb vermutet das „Wall Street Journal“ eine Verwicklung Polens in die Anschläge. Beide Medien weisen darauf hin, dass die im Dezember 2023 abgetretene PiS-Regierung sowohl deutschland- als auch russlandfeindlich gewesen sei, und hoffen auf ein Einlenken des neuen Regierungschefs Tusk, der die früheren Leiter aller polnischen Geheimdienste entlassen habe.W.K.





Russen stören GPS-System

Berlin – Seit Monaten werden in manchen Gebieten der Ostsee Störungen des GPS-Satellitennavigationssystems verzeichnet. Laut „Welt online“ hat die polnische Flugsicherungsbehörde seit dem 25. Dezember Anomalien im GPS-Signal festgestellt und eine entsprechende Mitteilung an die Behörden anderer Länder herausgegeben. Seit Anfang Januar ist das GPS-Navigationssystem auch in Finnland, Schweden und Estland vermehrt beeinträchtigt. Die estnische Flugüberwachungsbehörde hat St. Petersburg als Ausgangsort der Störungen ausgemacht. Ein Sicherheitsforscher der Plattform X, der sich Marcus Jonsson nennt, bezeichnet die russische Exklave Königsberg als Quelle der Störungen. Wie das bulgarische Blatt „24 Tschasa“ berichtete, werden seit dem 4. Januar GPS-Störungen entlang der bulgarischen Schwarzmeerküste gemeldet. Probleme mit dem GPS bestünden außerdem in Regionen Russlands, Kasachstans und entlang der Ostgrenze Polens.D.J.





Hohe Verluste im Ukrainekrieg

Kiew – Nach Angaben des früheren ukrainischen Innenministers Jurij Luzenko belaufen sich die Verluste der Streitkräfte des Landes seit Beginn des russischen Angriffs im Februar 2022 mittlerweile auf 500.000 Soldaten. Bei dieser Gesamtzahl soll es um Getötete und um Verletzte gehen. Luzenko sagte in einem Video auf dem YouTube-Kanal Prjamoi, die ukrainische Armee verliere jeden Monat mehrere Zehntausende Soldaten. Luzenko, der als Kritiker von Präsident Wolodymyr Selensky gilt, forderte die Führung des Landes zur Offenlegung der Verlustzahlen auf. Der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte bezifferte die russischen Verluste mit Stand 7. Januar 2024 auf bislang knapp 364.730 Soldaten, die entweder verwundet oder getötet worden seien. Tatsächlich könnte die Zahl der verletzten und getöteten Soldaten um ein Mehrfaches höher liegen.H.M.


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