16.05.2026

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Folge 03-24 vom 19. Januar 2024 / Meldungen

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 03-24 vom 19. Januar 2024

Meldungen

Japan setzt auf Kernfusion

Naka – Im Dezember 2023 wurde nach einer Bauzeit von mehr als 15 Jahren der Testreaktor Japan Torus 60 Super Advanced (JT-60SA) in Betrieb genommen. Hierbei handelt es sich um die weltweit leistungsstärkste Versuchsanlage zur Kernfusionsforschung. In dem 15 Meter hohen Reaktor unweit der Stadt Naka in der japanischen Präfektur Ibaraki soll Wasserstoff bis auf 200 Millionen Grad Celsius erhitzt werden, um dessen Atomkerne derart zu verschmelzen, dass Helium entsteht, was zur Freisetzung gigantischer Energiemengen führt und in der Zukunft die Energieprobleme der ganzen Welt lösen könnte. Der umgerechnet 400 Millionen Euro teure JT-60SA ist allerdings nicht für den kommerziellen Betrieb konzipiert, sondern soll Informationen liefern, die für die Indienststellung des noch im Bau befindlichen, deutlich größeren europäischen Fusionsreaktors ITER im südfranzösischen Kernforschungszentrum Cadarache benötigt werden. W.K.





Möbelboom in Russland

Moskau – Staatliche Subventionen und günstige Kredite haben in Russland zu einem anhaltenden Bauboom geführt. Im vergangenen Jahr wurden mit knapp 41 Millionen Quadratmetern etwa zehn Prozent mehr Wohnraum geschaffen als 2022. Dieser Zuwachs sowie der Rückgang von Importen aus dem Ausland hat die russische Möbelindustrie beflügelt und 2023 zu einem regelrechten Boom in der russischen Möbelindustrie geführt. Die Hersteller produzierten mit knapp 67 Millionen Möbelstücken etwa 33 Prozent mehr als 2022. Der Umsatz stieg auf umgerechnet zirka 4,3 Milliarden Euro. Der Höhenflug der Möbelproduktion hält ebenfalls schon länger an. 2022 betrug der Zuwachs bereits mehr als 15 Prozent, gegenüber 2019 wurden sogar 58 Prozent mehr Möbel hergestellt.MRK





Läuft es ohne Euro besser?

Frankfurt/Main – Mit Wirkung zum 1. Januar 2024 hat die Europäische Zentralbank (EZB) ihren Kapitalschlüssel angepasst. Mit der Anpassung ist der Anteil von 17 Zentralbanken am gezeichneten Kapital der EZB gestiegen, der Anteil von neun Zen-tralbanken ist gesunken. Als Berechnungsgrundlage dienten Daten zur Gesamtbevölkerung und zum Bruttoinlandsprodukt der EU-Mitgliedsländer. Insgesamt beläuft sich das gezeichnete Kapital der EZB auf 10.825.007.069,62 Euro (Stand Jahresanfang). Der Anteil der Bundesbank stieg durch die Neuberechnung von 21,4394 auf nunmehr 21,7749 Prozent. Bei Euro-Ländern wie Frankreich, Spanien, Italien und Griechenland verringerte sich dagegen der Anteil. Insgesamt ging als Folge der Neuberechnung der Anteil der Euro-Mitgliedsländer am EZB-Stammkapital zurück, der Anteil der Nicht-Euroländer stieg. Zuletzt war der Kapitalschlüssel der EZB im Februar 2020 nach dem Ausscheiden der Bank of England aus dem Europäischen System der Zentralbanken angepasst worden. H.M.