30.04.2026

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Folge 03-24 vom 19. Januar 2024 / Meldungen

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 03-24 vom 19. Januar 2024

Meldungen

Steueroase wächst rasch

Königsberg – Wie das russische Wirtschaftsministerium in Moskau bekannt gab, siedeln sich immer mehr Unternehmen in den beiden Steueroasen Königsberg und Wladiwostok an. 2023 ließen sich 156 Betriebe auf der Lomse [Ostrow Oktjabrskij] oder auf der Insel Russkij in Wladiwostok registrieren. Ein Jahr zuvor waren es lediglich 83 Unternehmen. Um ins Ausland abgewandertes Kapital zurückzuholen, hatte die russische Regierung 2018 die sogenannten Sonderverwaltungszonen (SAR) ins Leben gerufen. Erhielten zunächst ausländische Unternehmen durch die Ansiedlung in einer SAR den Status einer internationalen Holding, dürfen sich seit 2022 auch russische Unternehmen dort niederlassen und von steuerlichen Vorzügen profitieren. Auf der Lomse haben sich beispielsweise der Aluminiumriese Rusal und die Supermarktkette Lenta angesiedelt. Für die Zukunft kündigte die Regierung weitere Steuervergünstigungen für Firmen an, die aus ausländischen Steueroasen in die russischen SAR umziehen.MRK





Erstes E-Auto aus Russland

Königsberg – Die in Königsberg ansässige Firma Awtotor hat in Zusammenarbeit mit der Polytechnischen Universität Moskau ein Elektroauto entwickelt, dessen Komponenten ausschließlich aus russischer Produktion stammen. Der Prototyp „Amber“ wurde im Herbst vergangenen Jahres vorgestellt und erntete wegen seines „hässlichen“ Aussehens Spott und Häme. Der Automobilhersteller Awtotor, der bis 2022 Produktionspartner von BMW, KIA und Hyundai war, entgegnete den Spöttern, dass es sich bei dem vorgestellten Fahrzeug nur um eine „Plattform“ zum Testen der neu entwickelten Technologien gehandelt habe. Das Design des geplanten Fahrzeugs würden westliche Firmen entwerfen, so der Konzern. Das Aussehen des künftigen Kleinwagens werde sich also von dem jetzt vorgestellten unterscheiden.MRK





Vitamin D unter der Lupe

Allenstein – Im Institut für Fortpflanzung von Tieren und Lebensmittelforschung der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Allenstein konzentrieren sich Wissenschaftler auf Vitamin D als Nahrungsergänzung. Es ist für den Kalkgehalt im Organismus und das Immunsystem verantwortlich. Im Institut soll der Gehalt des Vitamins im Körper anders als bisher bestimmt werden. „Der Gehalt im Blut reicht eventuell nicht aus, weil Körper Vitamin D unterschiedlich absorbieren“, sagte Emilia Gospodarska vom Institut. Es gebe Menschen, denen ein niedriger Gehalt für die Gesundheit ausreiche, bei anderen sei das Vitamin trotz hohen Gehalts zu wenig. Verantwortlich dafür seien die Gene, von denen einige hundert zu untersuchen seien. Eine erste Studie mit 50 Personen hat begonnen. U.H.