Bayern
Vorsitzender: Christoph Stabe, Ringstraße 51a, App. 315, 85540 Haar, Tel.: (089)23147021 stabe@low-bayern.de, www.low-bayern.de
David Hilbert
Hof – Als Prominenten des Monats November stellte Kulturwart Bernd Hüttner den Mathematiker David Hilbert vor. Der am 23. Januar 1862 in Königsberg geborene Hilbert stammte aus einer Juristenfamilie. Während der Vater seiner Laufbahn kritisch gegenüberstand, unterstützte ihn die vielseitig interessierte Mutter sehr. Nach dem Besuch des Friedrichskollegiums in Königsberg wechselte er im Abiturjahr auf das Wilhelms-Gymnasium, das mathematischer und naturwissenschaftlicher orientiert war. Dort bescheinigte man ihm mit der bestmöglichen Zeugnisnote in Mathematik bereits seine herausragenden Fähigkeiten. Nach dem Studium an der Albertus-Universität in Königsberg promovierte er dort 1885. Eine Studienreise führte ihn zuerst nach Leipzig, wo er Felix Klein, den dortigen Professor für Geometrie, kennenlernte und auf dessen Anraten weiter nach Paris fuhr. 1886 habilitierte er in Königsberg und arbeitete als Privatdozent. Im Jahr 1892 heiratete er Käthe Jerosch, die aus dem Ermland stammte. Diese unterstützte ihn bei seiner beruflichen Arbeit und kümmerte sich als seine Assistentin um die Reinschriften seiner wissenschaftlichen Arbeiten. 1895 berief ihn die Universität Göttingen auf Betreiben von Klein als Professor. Dort sollte er einen Schwerpunkt der mathematischen Forschung aufbauen. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten musste Hilbert hilflos zusehen, wie das Göttinger Institut durch das Berufsverbot für die jüdischen Wissenschaftler „zerstört“ wurde. David Hilbert starb am 14. Februar 1943 in Göttingen, wo er auch begraben ist.
Jutta Starosta
Kulturzentrum Ostpreußen
Nürnberg – Dienstag, 3o. Januar, 15 Uhr, Haus der Heimat, Imbuschstraße 1: Treffen der Ost- und Westpreußen sowie Pommern zum Thema „Das Kulturzentrum Ostpreußen in Ellingen“.
Hessen
Stellv. Vorsitzender: Gerd-Helmut Schäfer, Rosenweg 28, 61381 Friedrichsdorf, Telefon (0170) 3086700
Heimatnachmittag
Wiesbaden – Sonnabend, 20. Januar, 15 Uhr, Haus der Heimat, Friedrichstraße 35: Erinnerungen an zu Hause, Heimatnachmittag mit Kaffee und Kuchen. Das erste Monatstreffen im neuen Jahr ist unserer Heimat gewidmet. Sie hören Nachdenkliches und Lustiges von früher und heute. Zudem erfahren Sie einiges über das derzeitige Geschehen in Ostpreußen und Westpreußen. Wer zu diesem Nachmittag etwas beitragen möchte, seien es Erzählungen, Gedichte und/oder Informationen und Bilder, melde sich bitte gleich bei Dieter Schetat unter Telefon (06122) 15358 oder bei anderen Vorstandsmitgliedern.
Sachsen
Vorsitzender: Alexander Schulz, Willy-Reinl-Straße 2, 09116 Chemnitz, E-Mail: alexander.schulz-agentur@gmx.de, Telefon (0371) 301616
Königsberger Marzipan
Dresden – Mittwoch, 7. Februar, 13 Uhr, Großenhainer Straße 96, 01127 Dresden: Treffen zum Thema „Schwermer Marzipan“.
Memel-Stadt/Land
Kreisvertreter: Uwe Jurgsties, Kirschblütenstraße 13, 68542 Heddesnheim, Telefon (06203) 43229, Mobil: (0174)9508566, E-Mail: uwe.jurgsties@gmx.de. Gst. für alle Memellandkreise: Uwe Jurgsties, Kirschblütenstraße 13, 68542 Heddesheim
Deutscher Kultur-Verein
Memel – Am 9. Dezember fand die dritte Weihnachtsfeier des Deutschen Kultur-Vereins (DKV) Memel im Besucherzentrum des Nationalparks in Karkelbeck statt mit frohgestimmten großen und kleinen Gästen, die gemeinsam auf den Weihnachtsmann warteten. Dieser beschenkte jeden der kleinen Wichtel mit süßen Leckereien im Austausch für ein Gedicht oder Lied. Auch Reda, die an diesem Tag ihren Geburtstag feierte, wurde mit einem kleinen Geschenk bedacht. Der Hit des Abends war jedoch die große Tombola, bei der viele nützliche und lustige Preise zu gewinnen waren. Bei leckeren Thüringer Bratwürsten und selbstgemachtem Kartoffelsalat klang der schöne Nachmittag aus. Vielen Dank allen Helfern. Allen ein friedliches und besinnliches Weihnachtsfest im Kreise eurer Familien.H. R. Kreßin
Weihnachtsfeier
Heydekrug – Am 10. Dezember hatte unser Deutscher Verein Heide seine Landsleute zur Weihnachtsfeier eingeladen und 100 Personen folgten der Einladung. Die 1. Vorsitzende Gerlinda Stunguriene begrüßte ihre Landsleute, die neben Heydekrug auch aus Ruß, Kinten, Minge, Saugen und Wabbeln gekommen waren. Auch der Vorsitzende vom Deutschen Kulturverein Memel, H. R. Kreßin, und der Bundesvorsitzende der AdM, Uwe Jurgsties, nahmen an der Feier teil, die auch einige Worte an die Besucher richteten. Stunguriene gab einen kurzen Rückblick auf das zu Ende gehende Jahr, trug ein Gedicht vor und ehrte Vereins- und Chormitglieder mit einem Präsent. Der Chor vom Verein Heide unter Leitung von Valteris Matulis erfreute die Besucher mit vielen schönen Advents- und Weihnachtsliedern, und die Gäste sangen bei einigen Liedern kräftig mit. Zur Stärkung wurde Kuchen, Gebäck, Kaffee, Saft, Wein, eine kalte Vorspeise sowie ein sehr schmackhaftes warmes Essen gereicht. Nach der Essenspause trug der Chor noch einige Lieder vor, die auch wieder von den Besuchern mitgesungen wurden. Nach einigen Stunden in geselliger Runde mit vielen Gesprächen endete die Feier mit den besten Wünschen für die Weihnachtstage und einem guten friedvollen Jahr 2024, in dem man sich gesund wiedersehen wird. U. J.
Weihnachten in Aukštumale
Aukštumale – In der Adventszeit teilen wir Wärme und Aufmerksamkeit mit unseren Lieben, wir tun Gutes für die, die neben uns leben, und erinnern uns so daran, dass nicht jeder zu Hause genug hat... Und in diesen düsteren Zeiten wird dieser Mangel immer größer mehr und mehr. Er nimmt zu, obwohl der Staat in Sieben-Meilen-Schritten dem Wohlstand entgegen galoppiert.
Ich besuchte Hildegard in Aukštumale mit Hilda Petereit und Gerlinda Stunguriene Anfang September und in der letzten Adventswoche, um die Frau mit unserem Besuch auf das Weihnachtsfest einzustimmen. Möge ein Hoffnungsschimmer auch ihr Zuhause erreichen. Hildegard Strangalies lebt ohne Strom, das Wasser im Brunnen ist nicht zum Trinken geeignet, die Hütte ist schief und Polyethylenplanen flattern an den Außenwänden und versuchen, die Wärme im Haus zu halten. Alles hält kaum noch. Der Boden bebt, der Ofen in der Küche ist kurz davor, auseinanderzufallen, – seufzt die Frau. Und tatsächlich beendet das Bauernhaus bereits sein Leben und blickt traurig durch die ärmlichen Fenster auf eine herzlose Welt. Die elektrischen Schalter verraten, dass es hier einst Licht gab, heute aber eine kranke, schwache Frau in der Dunkelheit lebt. Stungurienė, Leiterin des Deutschen Verein „Heide“, wie auch Uwe Meyer aus Preil besuchen sie regelmäßig und versorgen sie mit dem Nötigen.
Ich persönlich stellte die Frage, ob den Regierungsbeamten diese Situation bewusst ist? Schließlich ist sie ein Mitglied unserer Gemeinschaft, durch und durch ortsansässig, spricht ausgezeichnet Deutsch und schönes Litauisch. Hildegard berichtete besorgt, dass sie gehört habe, dass es Pläne gäbe, sie aus dem Gehöft zu vertreiben.
„Das ist wahrscheinlich mein letztes Weihnachtsfest“, sagte sie bei der Verabschiedung, und ich fühlte Schmerzen in meinem Herzen, umarmte sie und musste meine Tränen unterdrücken, denn nichts schmerzt mehr als diese Bilder und Hildegards Augen. In dieser Situation stelle ich der Dame von der sozialen Behörde nur eine Frage: Wie viele Menschen haben Sie in der Nachbarschaft besucht und haben Sie gesehen, wie Sie leben? Haben Sie auch Gerhard Bendiks in Wabbeln besucht, dem an beiden Händen die Finger und an beiden Füßen die Zehen seit der Jugend abgefroren sind und der ebenfalls in Armut in einem baufälligen Haus wohnt wie Hildegard, die ihre Tage in der Dunkelheit verbringt und nicht in der Lage ist, den Ofen anzuzünden und den Raum zu heizen?
Wir werden die Feiertage gemütlich und herzlich begrüßen, und sie werden nur in den schwarzen Himmel blicken und darauf warten können, dass der Weihnachtsstern aufleuchtet... Es fällt Ihnen wahrscheinlich schwer, sich vorzustellen, was ich in diesem Haus gesehen habe, denn in dieser Welt voller Wohlstand, voller lächelnder und glücklicher Gesichter, sagen diese Bilder etwas anderes – schreckliche Trennung und Gleichgültigkeit gegenüber dem Nächsten. Für die Einheimischen, die schon immer hier gelebt haben und trotz schrecklicher Umstände, sind sie heute mit ihrer Existenz in Armut zufrieden, aber ein erfülltes Leben führen sie nicht.Raima Zander
Anmerkung: Auch ich habe Hildegard und Gerhard mehrfach besucht und von der AdM unterstützt und kenne die Gegebenheiten. Im Memeler Dampfboot vom Januar 2020 habe ich bereits hiervon berichtet. Uwe Jurgsties
Preußisch Eylau
Kreisvertreterin: Evelyn v. Borries, Tucherweg 80, 40724 Hilden, Telefon (02103) 64759, Fax: (02103) 23068, E-Mail: evborries@gmx.net. Kartei, Buchversand und Preußisch Eylauer-Heimatmuseum im Kreishaus Verden/Aller Lindhooper Straße 67, 27283 Verden/Aller, E-Mail: preussisch-eylau@landkreis-verden.de, Internet: www.preussisch-eylau.de. Unser Büro in Verden ist nur noch unregelmäßig besetzt. Bitte wenden Sie sich direkt an die Kreisvertreterin Evelyn v. Borries
Reise 9. bis 17. Juni
Die Kreisgemeinschaft Pr. Eylau plant in diesem Jahr gemeinsam mit der Patenstadt Verden und dem Landkreis Verden wieder eine Reise in den südlichen Teil des Kreises und zu anderen interessanten Zielen im südlichen Ostpreußen vom 9. bis 17. Juni. Anmeldungen erbitten wir spätestens bis zum 1. März, damit wir einen Überblick bekommen, ob die notwendige Mindestteilnehmerzahl von 25 Personen erreicht wird, damit die Reise durchgeführt werden kann.
Die Route zum ersten Ziel Danzig führt per Bus vorbei an Hannover und Potsdam mit Zustiegsmöglichkeiten entlang der Fahrtroute und weiter über Frankfurt an der Oder und Posen. Eine Weiterfahrt nach Elbing wird mit der Überquerung der Weichsel und einer Fahrt auf dem Oberländischen Kanal verbunden. Weitere Ziele auf dem Reiseplan: Cadinen, Frauenburg, Kahlberg auf der Frischen Nehrung, die Marienburg, Allenstein und Heilsberg.
Das Zentrum der partnerschaftlichen Beziehungen zwischen Verden und dem südlichen polnischen Teil des Kreises ist die Stadt Landsberg [Gorowo Ilaweckie] im Kreis Pr. Eylau. Der Bürgermeister hat uns zu einem offiziellen Empfang im Rathaus eingeladen.
Gut Gallingen, Kloster Heilige Linde, Lötzen, per Schiff weiter nach Angerburg und weiter nach Steinort und Hohenstein sind die Stationen, bevor es am achten Tag wieder über Posen in Richtung Verden geht. Die Rückankunft in Verden ist am neunten Tag, 17. Juni, gegen 19.30 Uhr geplant.
Genaue Informationen zur Reise wie den Reisepreis pro Person für alle Kosten inklusive Halbpension finden Sie auf der Internetseite der Kreisgemeinschaft www. https://preussisch-eylau.de/ unter der Rubrik „Termine und Aktivitäten“ oder können bei der Kreisvorsitzenden Evelyn v. Borries unter Telefon (02103) 64759 erfragt werden.
Hessisches Ministerium des Inneren und für Sport
Landesbeauftragte für Heimatvertriebene und Spätaussiedler: Margarete Ziegler-Raschdorf
Erfreuliche Nachrichten zum Jahresbeginn
Wiesbaden – Zu Beginn des neuen Jahres hat Landesbeauftragte Margarete Ziegler-Raschdorf gute Nachrichten.
Am 23. Dezember 2023 ist das geänderte Bundesvertriebenengesetz (BVFG) in Kraft getreten, das im Internet unter folgender Seite abrufbar ist: www.recht.bund.de/bgbl/1/2023/390/VO.html. Die Gesetzesänderungen beziehen sich auf die Voraussetzungen der Spätaussiedleraufnahme, insbesondere das sogenannte Gegenbekenntnis zur deutschen Volkszugehörigkeit und die Möglichkeit, im krisenbedingten Konflikt- und Kriegsfall Anträge auf Aufnahme als Spätaussiedler in die Bundesrepublik Deutschland auch von außerhalb des Herkunftsgebietes stellen zu können.
Im Rahmen der vom Hessischen Landtag zur Verfügung gestellten Fördermittel für die Kulturpflege nach Paragraph 96 Bundesvertriebenengesetz haben das Hessische Innen- und Finanzministerium dem Antrag des BdV Hessen zugestimmt und eine Erhöhung der institutionellen Förderung für den Bund der Vertriebenen, Landesverband Hessen in Höhe von 50.000 Euro bewilligt.
Die Weiterentwicklung der Fördereinrichtung für junge Spätaussiedler in Hasselroth ist gesichert. Die einzige in Deutschland überhaupt noch bestehende Fördereinrichtung für junge Spätaussiedler, die eine akademische Ausbildung anstreben oder weiterführen wollen, werde damit entscheidend gestärkt und langfristig in ihrer Existenz gesichert. HMDIS
Digitale Landkarte
Der Bund der Vertriebenen in Hessen veröffentlicht eine digitale Landkarte der Erinnerungsorte der Vertriebenen und Spätaussiedler. Besondere Orte der Erinnerungskultur der Heimatvertriebenen und Spätaussiedler sind die derzeit bundesweit über 1400 Mahnmale und Gedenkstätten, von den sich rund 300 alleine in Hessen befinden.
Nun entstand im Auftrag des BdV Hessen in Kooperation mit der Digitale Lernwelten GmbH eine digitale und interaktive Landkarte der Erinnerungsorte der in Hessen lebenden Vertriebenen und Spätaussiedler, die ab sofort im Internet unter https://erinnerungsorte.bdv-hessen.dilewe.de abrufbar ist.
Das Ziel des Projektes ist es, eine vollständige digitale Landkarte Hessens zu erstellen, in der sich alle für das Thema Flucht und Vertreibung relevanten Erinnerungsorte und Institutionen befinden: Denkmäler, Mahnmale, Gedenkstätten, Heimatsammlungen, Museen, Verbände und wissenschaftliche Institutionen. Das Projekt wurde vom Hessischen Ministerium des Innern und für Sport gefördert.
BdV-Landesverband Hessen e.V.


