Ein Berliner Feuerwehrmann muss möglicherweise mit dienstrechtlichen Konsequenzen rechnen, weil er die in die Hauptstadt einfahrenden Bauern freudig begrüßt hat. Der Mann klatschte mit hochgereckten Armen in die Hände und verneigte sich vor den vorbeifahrenden Traktoren. Gleichzeitig heulten die Sirenen und blinkten die Blaulichter der Feuerwehrwagen in der Wache. Gegenüber der „Berliner Morgenpost“ bestätigte ein Behördensprecher, dass derzeit geprüft werde, ob hier ein Verstoß gegen das Beamtenrecht vorliege, das den Mann zur Neutralität verpflichte. Im Falle der „Fridays for Future“-Bewegung wurde das Beamtenrecht dagegen weitaus freizügiger ausgelegt. Die Berliner Schulbehörde befreite Demo-Teilnehmer sogar ganz offiziell von der Schulpflicht. Lehrer organisierten Exkursionen zu den Kundgebungen und solidarisierten sich faktisch mit dem politischen Anliegen der „Klimabewegung“. Disziplinarische Maßnahmen gab es keine, offenbar, weil die politische Botschaft hier genehm war. H.H.


