Russen kaufen wieder Handys
Moskau – Nachdem der russische Markt für Mobiltelefone aufgrund des Rückzugs westlicher Firmen und einer folgenden Krise bei der Versorgung mit Halbleitern im Jahr 2022 ein deutliches Defizit hatte verzeichnen müssen, nimmt der Verkauf seit vergangenem Jahr wieder Fahrt auf. Lieferketten wurden erneuert, das Halbleiterproblem gelöst. Zwar verzichteten 2023 noch viele Russen auf den Kauf eines neuen Handys, allerdings stieg die Nachfrage nach Premiumgeräten. Wurden im vergangenen Jahr nur 27 Millionen Smartphones verkauft, so gehen Experten für dieses Jahr von 1,17 Milliarden Einheiten aus. Nach wie vor sind die Spitzenmodelle von Apple, Samsung und Xiaomi beliebt, die über China geliefert werden. MRK
Blockade ausgesetzt
Warschau – Nach einer monatelangen Blockade von drei Grenzübergängen zur Ukraine haben polnische Transportunternehmer angekündigt, ihre Aktion vorerst bis zum 1. März einzustellen. Wie Infrastrukturminister Dariusz Klimczak von der Polnischen Bauernpartei (PSL) erklärte, haben die Lkw-Fahrer eine entsprechende Vereinbarung mit Vertretern der Speditionsbranche unterzeichnet. Rafał Mekler, einer der Organisatoren der Proteste, sagte, man gebe dem Infrastrukturministerium einen Vertrauensvorschuss. Sollte allerdings keine Lösung gefunden werden, werde man die Blockaden wieder aufnehmen. Aus Protest gegen einen als ungerecht empfundenen Wettbewerb durch ukrainische Unternehmen hatten polnische Spediteure seit Anfang November die drei Grenzübergänge blockiert. Nach langen Verhandlungen mit dem ebenfalls von der PSL stammenden Landwirtschaftsminister Czesław Siekierski haben Anfang Januar bereits polnische Landwirte angekündigt, ihre Blockade des Grenzübergangs Medyka auszusetzen.H.M.
Neue Regeln nach Brand
London – Die Internationale Seeschifffahrts-Organisation (IMO) erarbeitet seit letztem August verschärfte Regeln für die Sicherheitsvorkehrungen beim Transport von Elektrofahrzeugen auf Schiffen. Anlass ist der Brand des niederländischen Autotransporters „Freemantle Highway“. Eine IMO-Sprecherin begründete diese Reaktion mit der „zunehmende nZahl von Zwischenfällen mit Bränden, die auf die Beförderung von Fahrzeugen mit alternativen Energien, einschließlich Autos mit Lithium-Ionen-Batterien, zurückzuführen sind“. Ende Juli hatte ein Sprecher des Verbands Deutscher Reeder (VDR) demgegenüber mitgeteilt, es sei bisher nicht nachgewiesen, dass eine erhöhte Gefahr von E-Autos ausgehe. Der chinesische Elektroautohersteller BYD hat kürzlich das erste von insgesamt acht eigenen Frachtschiffen für jeweils 7000 Fahrzeuge zum Export seiner E-Autos übernommen. Diese sind mit modernsten Sicherheits- und Löschsystemen ausgestattet.D.J.


