23.04.2026

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Folge 04-24 vom 26. Januar 2024 / Leserforum

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 04-24 vom 26. Januar 2024

Leserforum

verhalte dich wie ein Römer

Zu: Deutschland im Kulturkampf (Nr. 2)

Es ist erschreckend zu sehen, wie empathielos mit der Liquidierung der deutschen Kultur umgegangen wird. Man muss wohl Politiker sein, um das Erfordernis, auch ausländische Arbeitskräfte zu brauchen, nutzt, um unser Deutschtum zugunsten des eines künftigen „Ge­socksestans“ aufzugeben.

Nur für die Deutschen gilt nicht der alte Grundsatz „When in Rome, do as the Romans do“ (Wenn du in Rom bist, verhalte dich wie ein Römer). Sie haben tunlichst Toleranz gegenüber den Hergekommenen zu praktizieren, bis diese sich erübrigt, weil sie wegen ihrer Minderheit dann überstimmt werden.

Aus dem Artikel, der sich tendenziell auf diese Entwicklung bezieht, greife ich nur den erwähnten Aspekt der Sprachverstümmelung (Schreiben nach Gehör) heraus. Konkret könnte die zugehörige Konsequenz dazu so aussehen:

grosschrift brauch ma nichmea ma hörzi ja nich. manche buchstabm unt kommas (korrekt: Kommata) brauch ma auch nich mea. flaicht is schraibm nach gehöa schon n grunt das fiile täkste hoite nichmea richtich faschteen könnn.

Zudem könnte man sich fragen, warum in diesem Kauderwelsch noch in jedes einzelne Wort unterteilt wurde.

Dr. Dr. Hans-Joachim Kucharski, Mülheim






Wer soll das leisten?

Zu: Ärgernis für die einen, lebenswichtig für die anderen (Nr. 2)

Die Recherche zur Entstehung und Berechtigung der Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (GEMA) erklärt sicher manches, trotzdem ist die GEMA für viele ein Klotz am Bein.

Überhaupt nicht zu verstehen ist, dass gemeinnützige Vereine, die an einer Veranstaltung nichts verdienen, auch GEMA-gebührenpflichtig sind. Jedes Jahr muss ein Verein eine Steuererklärung machen, alle drei Jahre seine Gemeinnützigkeit nachweisen. Das ist schon Bürokratie genug. Hat man einmal die rechtzeitige GEMA-Anmeldung übersehen, kommt sofort eine Strafforderung: „Sie haben einen Schaden verursacht ...“ Anschließend muss eine detaillierte Musikfolge an die GEMA gemeldet werden, sonst gibt es noch einmal Strafgebühren. Wer soll das leisten?

Bisher war und bin ich immer der Meinung, mit landsmannschaftlicher Kultur keinen Schaden anzurichten, sondern im Gegenteil Nutzen zu stiften. Wann hört diese Drangsalierung des ehrenamtlichen Engagements endlich auf? Welche Bemühungen gibt es von politischer Seite dagegen? Ich sehe ein, wenn kommerzielle Anbieter für ihre öffentlichen Kulturangebote diese GEMA-Gebühren zahlen müssen. Aber bei nachgewiesener Gemeinnützigkeit muss damit Schluss sein. Interessant wäre zu erfahren, wie das in anderen EU-Ländern geregelt ist.

Ich stelle fest, dass auch im öffentlich-rechtlichen Rundfunk und Fernsehen überhaupt kaum noch Volkslieder-Sendungen mehr vorkommen. Das Wirken der GEMA muss ich vor diesem Hintergrund – wenn nicht als kulturfeindlich – so doch als kulturhindernd be- und verurteilen.

Friedhelm Schülke, Anklam






Eine Demokratiewerkstatt

Zu: Gefährliches Brodeln (Nr. 2)

Das ist sehr gut beschrieben: Die Demokratie muss in Deutschland noch gelernt werden, denn sie wurde bereits durch die 68er Revolte und die Rote Armee Fraktion früh angegriffen, was zu einer autoritären Gegenreaktion führte. Parallel lief ein krankhaftes Wettrüsten zwischen den USA und Russland, zwischen Demokratie und Kommunismus.

Dann gelang es aufgrund der ost- und westdeutschen Friedensdemonstrationen, den eisernen Vorhang nach Russland zu durchbrechen. Die Gesellschaft in Russland veränderte sich, und Deutschland wurde wiedervereinigt. Das war 1989. Aber seit 1998 begann wieder das Hochrüsten, und Raketenschilde entstanden.

Es braucht eine Demokratiewerkstatt für Erwachsene. Alles ist massiv von den Umtrieben der Mafia überschattet, gegen die zu wenig unternommen wurde, erst die Italiener, dann Serben, dann Letten, dann Russen, dann Südamerikaner, Chinesen, Albaner und nun auch noch Libanesen. Das ist jetzt ein heilloses Durcheinander. Und jetzt noch Kriege, künstliche Intelligenz und digitale Währungen ...

Die Bauern bringen ein bisschen Boden darein: „Ohne uns gibt es kein Essen.“ Darüber können wirklich alle nach­denken.

Valentina Selge, Münster  






Müllorgie im neuen Jahr

Zu: Liebes-Berlin (Nr. 2)

Das, was wir alljährlich an mit aus dem Ruder laufenden Silvesterereignissen erdulden müssen, hat auch immer noch Folgeaktivitäten im Gepäck: Die Beseitigung der Vandalismusschäden und des Mülls. Es gibt einfach immer mehr Zeitgenossen, die nach getaner Verschmutzung der Umwelt, Stichwörter Feinstaub und Lärm, ihren Dreck einfach auf die Straße oder den Straßenrand werfen oder dort liegen lassen gemäß dem Motto „Sollen sich doch die anderen drum kümmern“.

Das Problem eskaliert und ist längst ein Dauerthema. Unsere Gesellschaft verkommt immer mehr zu einer Gesellschaft der rosa Rüsseltiere auf zwei Beinen. Wer durch die Straßen der Städte wandelt, wird feststellen, dass in unserem Lande die Müllprobleme aus dem Ruder laufen und der Vandalismus überall Einzug gehalten hat. Um so etwas einmal richtig auf sich einwirken zu lassen, empfiehlt sich ein ausgiebiger Neujahrsspaziergang durch das Stadtgebiet der Kommune, in der man lebt. Dann wird man erkennen, dass sich mit dieser widerlichen Müllorgie auch Langzeitnachwirkungen, zum Beispiel durch zersplittertes Glas, einstellen. Üble Verletzungen bei Mensch und Tier können hier noch nach Jahren die Folge sein. Claus Reis , Schwabach

Die Ruinierung der Nation?






Zu: Des Kanzlers schöne 

Worte und des Ministers harte Strafen (Nr. 1)

Obwohl der Rückhalt für die desaströse Regierungspolitik der Ampel bei der Bevölkerung inzwischen auf dem Tiefpunkt angelangt ist, verteidigt man im Kanzleramt und in den Ministerien immer noch groteske Wahrheiten von „mehr Klimaschutz“ bis hin zu weiteren Milliarden Steuergeldern an die Ukraine. 

Wie isoliert die Ampelregierung mittlerweile auch im Ausland ist, ohne es anscheinend zu bemerken, zeigt die Fokussierung Frankreichs auf die Kernkraft oder Ungarns Bemühungen auf eine diplomatische Lösung im Konflikt in der Ukraine. Die derzeitige deutsche Politik erscheint unfähig für eine Anpassung an die aktuellen Realitäten, da sie dafür von ihrer eigenen Wahrheit abrücken müsste. 

Um das Konstrukt des eigenen Wahrheitsbildes zu erhalten, welches letztendlich die eigene Herrschaft moralisch, politisch legitimieren soll, ist man sogar zur Ruinierung der Nation bereit, wie es so treffend im Artikel geschildert wurde. 

Die von der Ampel verkündete Wahrheit, die der einer Doktrin gleicht, hat aber ihre Akzeptanz verloren und kommt immer stärker in Widerspruch. Sollten die (H)ampel-Männer in Berlin daraufhin auf noch mehr Gängelungen und Strafen gegenüber kritischen Bevölkerungsteilen setzen, so wird dies zu einem Katalysator des Protests. 

Mehrheitlich scheinen die Deutschen nicht (mehr) bereit dafür zu sein, ihren Lebensstandard zugunsten einer „klimaneutralen Volkswirtschaft“ oder einer „feministischen Außenpolitik“ zu opfern. Für Scholz, Habeck und Lindner dürfte das Jahr 2024 jedenfalls zu einem Jahr 

der harten und unschönen Wahrheiten werden.

Marcel Jacobs, Hamburg