Polenreise abgesagt
Warschau – Nach Angaben des Chefs der Staatskanzlei von Mecklenburg-Vorpommern, Patrick Dahlemann (SPD), wird die für Ende dieses Monats geplante Reise der Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) nach Polen nicht stattfinden. Als Grund nennt er die innenpolitische Situation im Nachbarland. Noch zu Beginn dieses Jahres hatte die Bundesratspräsidentin mitgeteilt, sie werde einer Einladung der Senatsmarschallin Malgorzata Kidawa-Blonsk (Bürgerplattform) folgen. In Polen hatte die Besuchsankündigung eine innenpolitische Debatte ausgelöst. Insbesondere Abgeordnete der Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS) hatten sich gegen den Besuch Schwesigs ausgesprochen. Außer wegen ihres Einsatzes für die deutsch-russische Erdgasleitung Nord Stream 2 wird die Deutsche in Polen auch wegen ihrer ablehnenden Haltung gegen den Bau eines polnischen Kernkraftwerks an der Ostseeküste und des Widerstands der von ihr geführten Regierung gegen ein Containerhafenprojekt in Swinemünde kritisiert.H.M.
Mondflüge verschoben
Washington – Die US-Weltraumbehörde NASA hat die ursprünglich für diesen November geplante Mondumrundung durch vier Astronauten im Rahmen der Mission „Artemis 2“ auf den September des Jahres 2025 verschoben. Deswegen soll das bemannte Mondlandeunternehmen „Artemis 3“ dann auch nicht wie vorgesehen 2025, sondern erst im September 2026 stattfinden, wobei viele Experten selbst diesen Termin noch für unrealistisch halten. Ein Grund für diese Entscheidung der NASA ist, dass es erhebliche Probleme mit dem Hitzeschutzschild der „Orion“-Rückkehrkapsel gibt und etliche Fehler in deren Verkabelung entdeckt wurden. Darüber hinaus liegen die Entwickler der Raumanzüge und der Landefähre für die Mondmissionen deutlich hinter dem Zeitplan zurück.W.K.
Kooperation mit dem Militär
San Francisco – Das US-amerikanische Software-Unternehmen OpenAI, welches das auf künstlicher Intelligenz (KI) beruhende Textdialogsystem ChatGPT entwickelt hat, will künftig mit dem US-Verteidigungsministerium zusammenarbeiten. Das teilte die OpenAI-Vizepräsidentin Anna Adeola Makanju der Nachrichtenagentur Bloomberg mit. Damit bricht das Unternehmen mit seinem Grundsatz, keine Softwarelösungen für das Militär anzubieten. Laut Makanju soll sich die Kooperation auf den Bereich der Cybersicherheit beschränken. Somit bleibt OpenAI dabei, nicht an der Entwicklung von Waffen, der Zerstörung von Eigentum und der Schädigung von Menschen durch den Einsatz von KI mitzuwirken. Der US-Luftwaffenminister Frank Kendall begrüßte die Einigung von OpenAI und Pentagon mit den Worten, man müsse jetzt alles tun, um auszuschließen, dass die KI zur Gefahr für die USA und deren Bevölkerung werde.W.K.


