25.01.2026

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Folge 06-24 vom 09. Februar 2024 / Meldungen

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 06-24 vom 09. Februar 2024

Meldungen

Fruchtloser Appell

Dresden – Der geplante Ausbau der Produktionsstätten von mehreren großen Mikrochip-Herstellern im „Silicon Saxony“ am Nordrand Dresdens könnte an zu wenig verfügbarem Wohnraum für die benötigten zusätzlichen Mitarbeiter scheitern. Infineon, TSMC, Globalfoundries, Bosch, NXP und andere Unternehmen wollen bis 2030 über 13.000 Fachkräfte samt deren Familien in die Hauptstadt Sachsens holen. Dort sind Wohnungen aber bereits seit einem Jahrzehnt knapp. Selbst ohne den zusätzlichen Bedarf durch den Boom im „Silicon Saxony“ müssten in der Elbmetropole bis 2030 mindestens 11.000 neue Wohnungen entstehen, was derzeit als vollkommen illusorisch erscheint. Deshalb appellierte der Dresdner Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) an die Konzerne, eigene Werkssiedlungen zu errichten. Auf diesen Appell erhielt er von Infineon und Globalfoundries klare Absagen, während die übrigen Firmen gar keine Reaktion zeigten.W.K.





Drohung mit Sanktionen

London – Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán hat am 1. Februar auf einem EU-Sondergipfel nach einer monatelangen Blockade einem 50-Milliarden-Paket für die Ukraine zugestimmt. Durchgesetzt hat Orbán auf dem Gipfeltreffen eine Überprüfungsklausel bei den Geldzahlungen an die Ukraine. Die „Financial Times“ hatte vor dem Gipfel über einen vertraulichen Plan berichtet, dem zufolge bei einer weiteren Blockade der Finanzhilfe durch Orbán über Wirtschaftssanktionen Ungarn Schaden zugefügt werden soll. Laut der britischen Tageszeitung war vorgesehen, alle EU-Finanzhilfen für Ungarn dauerhaft zu stoppen. Ziel des Vorhabens soll es gewesen sein, die Kreditkosten des Landes in die Höhe zu treiben und einen Verfall der ungarischen Währung herbeizuführen. Als Folge sollte an den Finanzmärkten und auch bei ausländischen Unternehmen das Interesse abnehmen, in Ungarn zu investieren.

H.M.





Schäden durch Netzausfälle

Moskau – Vor Kurzem kam es in Russland zum schlimmsten Ausfall des Internets, den das Land je erlebt hat. Die zuständigen Behörden sahen sich sofort einem ukrainischen Hacker-Angriff ausgesetzt, doch mehr deutet auf darauf hin, dass Arbeiten an den Servern zur Erhöhung der Sicherheitseinstellungen die Ursache war. Fest steht, dass der Schaden für die Wirtschaft, den Internetausfälle verursachen, immens ist. 2022 verlor die russische Wirtschaft laut Experten 21,59 Milliarden US-Dollar infolge von Schließungen, Arbeitsbeschränkungen, Unterbrechungen und Sperrungen des Internets. Im vergangenen Jahr sollen die Verluste im dreistelligen Millionenbereich liegen. Von den Netzabstürzen sind viele Bereiche des öffentlichen Lebens, wie Online-Handel, Telefone und sogar die in Russland seit Langem digitalisierten Bürgerämter betroffen. MRK