Die Projektdokumentation für die Restaurierung der Königin-Luise-Brücke in Tilsit, die den Status eines Objekts des kulturellen Erbes von regionaler Bedeutung hat, ist abgeschlossen. Ende November wurde bereits die notwendige historische und kulturelle Begutachtung durchgeführt. Die Dokumentation für die Restaurierung der Brücke wurde von der Königsberger Firma „ExpertProjectRestoration“ erstellt.
Der Gesamtzustand der Brücke wurde als unbefriedigend bewertet, als für ihren Betrieb nicht mehr angemessen. Die Brücke besteht aus neun Feldern, einschließlich der Zugvorrichtung. Die Projektplaner haben vorgeschlagen, die verlorenen Fensteröffnungen in den Räumen der Bewegungsmechanismen wiederherzustellen und den Dachbodenöffnungen ihre ursprüngliche Form zurückzugeben. Außerdem ist geplant, das Geländer des ersten Brückenpfeilers in seiner historischen Form wiederherzustellen.
Ursprüngliches Aussehen angestrebt
Die Experten schlugen ebenfalls vor, die Deckschicht der Stütze für die verstellbaren Mechanismen wiederherzustellen, die Uferstütze zu reparieren und die Granitverkleidung zu erneuern. Die Expertenkommission kam zu dem Schluss, dass die Sanierungslösungen keine Veränderungen an den Fassaden der Brücke nach sich ziehen sollten und sie es ermöglichen, das Bauwerk in einen ordnungsgemäßen technischen Zustand zu versetzen. Es ist geplant, die Arbeiten aus dem Föderationshaushalt zu finanzieren.
Die Projektplaner sagten, dass man die Wiederherstellung der Brücke nicht zu lange hinauszögern dürfe, da augrund ihres schlechten Zustands der Verkehr bereits Anfang 2020 eingeschränkt werden musste. 2022 wurde sie dann komplett für den Verkehr gesperrt. Die Vollsperrung sollte also eine reibungslose Durchführung der Sanierungsarbeiten ermöglichen.
Die Königin-Luise-Brücke wurde zwischen 1904 und 1907 im Neobarockstil erbaut. Während des Zweiten Weltkriegs wurden die Brückenpfeiler und das Nordportal zerstört. Das Bauwerk wurde 1947 relativ schnell wieder aufgebaut. Eine umfangreiche Restaurierung des Brückenportals war bereits in den Jahren 2002 bis 2003 durchgeführt worden. Das Flachrelief der Königin Luise, Bronzevasen und andere architektonische Elemente des Hauptbogens wurden damals restauriert.

