Bayern
Vorsitzender: Christoph Stabe, Ringstraße 51a, App. 315, 85540 Haar, Tel.: (089)23147021 stabe@low-bayern.de, www.low-bayern.de
Treffen Kreisgruppe Altmühlfranken
Weißenburg-Gunzenhausen - Am 26. Januar konnte der Vorsitzende Dr. Jürgen Danowski eine stattliche Anzahl von Mitgliedern und Gästen zu einer Rückschau auf das vergangene Jahr 2023 begrüßen. Herr Ralf Loos berichtete mit eindrucksvollen Bildern über die Höhepunte des landsmannschaftlichen Lebens der Kreisgruppe, angefangen von einer Kulturfahrt nach Eger und Karlsbad mit
50 Teilnehmern, über den Preußischen Musiktag mit 100 Gästen, über einen Besuch des Puppenmuseums der Schlesierin Käthe Kruse in Donauwörth bis hin zur traditionellen Adventsfeier der Kreisgruppe im prächtigen Landgut der Eheleute Loos in Sausenhofen. Hinzukamen monatliche Veranstaltungen mit heimatlichen Essen und Vorträgen, so z.B. der Dozentin Dr. Gabriele Kucher über "E.T.A. Hoffmann - Märchenerzähler aus Königsberg" sowie die Teilnahme an den Ostpreußischen Landeskulturtagungen im benachbarten Kulturzentrum Ellingen.
Das Programm der Kreisgruppe Altmühlfranken der Landsmannschaft wird am Freitag, den 23. Februar um 19 Uhr fortgesetzt mit der Vorführung des Filmes "Rominten - Eine ostpreußische Jagdlegende" im Gasthof "Adlerbräu" in Gunzenhausen, Marktplatz. Die Erinnerung an das jagdliche Leben in der ostpreußischen Heimat beginnt mit einem Wildessen und wird eingerahmt von Jagdhornbläsern. Jagdliche Stimmung ist damit garantiert. Alle Heimatfreunde und Interessierten an Rominten, der ostpreußischen Jagdlegende, sind herzlich eingeladen. (Telefonische Anmeldung bei Lm. Bethke unter 09831-80961 wird aus organisatorischen Gründen erbeten.)
Dr. Jürgen Danowski,
Vorsitzender Kreisgruppe
Altmühlfranken
Bremen
Vorsitzender: Heinrich Lohmann, Geschäftsstelle: Parkstraße 4, 28209 Bremen, E-Mail: heinrichlohmann@gmx.de, Telefon (0421) 3469718
Bremer West- und Ostpreußentag mit Königsberger Klops im „Hotel Robben Grollander Krug“, Emslandstraße 30, in Bremen-Grolland. (BSAG-Linien 1 und 8, Haltestelle „Norderländerstraße“).
Termin: Montag, 4. März,
15 Uhr, Einlass ab 14.15 Uhr !
Zu Beginn besteht die Gelegenheit, Kaffee und Kuchen zu bestellen.
Gerne erfüllen wir anschließend den mehrfach geäußerten Wunsch, in unserem landsmannschaftlichem Kreis einen Bericht mit Bildern und Eindrücken aus dem Kaukasus (Georgien/Armenien) vorzutragen.
Im Frühsommer des vergangenen Jahres waren einige Mitglieder und weitere Interessenten dort unterwegs und haben eine Region der ehemaligen UdSSR kennenlernen dürfen, die vielfältige Besonderheiten aufweist. Wir freuen uns, Ihnen diese zeigen zu können.
Vor dem Klopsessen werden wir den traditionellen „Pillkaller“ genießen. Die Zutaten (Leberwurst etc.) werden dem Lokal von uns zur Verfügung gestellt.
Für die Veranstaltung gelten folgende Preise: Eintritt und Essen (Königsberger Klops): 21,- €; Pillkaller: 3,20 €.
Gäste, die auf Fleisch verzichten möchten, können ein veganes Gericht aus der Speisekarte bestellen. - Der Preis für das Essen wird von uns nicht mehr im Voraus kassiert, er wird im Lokal direkt mit der Bedienung abgerechnet.
Sie können Ihre Anmeldung telefonisch bei Frau Dagmar Schramm (T. 04298-698765) oder elektronisch per eMail bei
heinrichlohmann@gmx.de vornehmen.
Wir benötigen Ihre Anmeldung, da wir die erforderlichen Portionen des Klopsessens im Voraus kostenpflichtig bestellen müssen.
Hessen
Vorsitzender: Ulrich Bonk Stellv. Vorsitzender: Gerd-Helmut Schäfer, Rosenweg 28, 61381 Friedrichsdorf, Telefon (0170) 3086700
Kuno Kutz als Vorsitzender bestätigt
Wetzlar - Die Kreisgruppe Wetzlar der Landsmannschaft der Ost- und Westpreußen hat bei ihrem Januar-Treffen den Vorstand neu gewählt. Bestätigt wurde Kuno Kutz, der den Vorsitz seit 2005 inne hat, für weitere zwei Jahre. Seine Stellvertreterin ist Gabriele Eichenauer, die auch als Schriftführerin fungiert. Schatzmeisterin ist Carola Weber, Kulturreferentin Marion Best. Im erweiterter Vorstand sind Wolfgang Warnat als Stellvertretender Schriftführer und Lothar Rühl als Medienbeauftragter tätig. Als Beisitzer sind Christa Kutz, Gerd-Helmut Schäfer und Michael Hundertmark aktiv. Zu Kassenprüfern wurden Brigitte und Romuald Strähler bestimmt.
Bei seinem Vortrag erinnerte Kutz an die Anfänge der Kreisgruppe unter dem Titel „Von der Suchliste Adler zur Landsmannschaft der Ost- und Westpreußen“. Dabei erinnerte der Vorsitzende daran, dass sich rund 2000 Ost- und Westpreußen in und um Wetzlar niedergelassen haben. Polizeimeister Erich Arndt startete im Juli 1945 einen Aufruf in einem Schaufenster eines Textilgeschäftes am Eisenmarkt, die den Autor in Polizeigewahrsam führte. „Kaum hatten sich einige Personen in der Liste eingetragen, erregte das den Argwohn der amerikanischen Besatzungsmacht“, erzählte Kutz. Die Liste wurde konfisziert und der Einfachheit halber auch gleich ihr Initiator. Arndt wollte mit der „Suchliste Adler“ getrennte Familien nach ihrer Flucht aus dem Osten wieder zusammenführen. Doch die Behörden vermuteten, dass es sich um eine Sammlungsbewegung der ehemaligen „SS“ handeln könnte. Als der Irrtum aufgeklärt war, konnte Arndt nach einigen Wochen wieder aus dem Gewahrsam entlassen werden. Die Suchliste ist aber nicht mehr aufgetaucht. Dennoch waren über diese Liste Namen und Aufenthalt einiger Landsleute bekannt geworden. Weitere Namen sprachen sich bald herum. „Die Menschen sprachen miteinander, teilten die wenigen zugeteilten Lebensmittel und halfen sich gegenseitig bei Wohnungsbeschaffung und Behördengängen“, schilderte Kutz diese Nachkriegserfahrungen.
Im Sommer 1948 wurde die Vereinigung „Landsmannschaft der Ost- und Westpreußen im Kreis Wetzlar“ ins Leben gerufen. Monatliche Treffen sollten nicht das Schicksal der Vertreibung beklagen sondern Mut und Handreichung für das Durchstehen des Alltags geben. Dazu zählten Vorträge zu Themen wie „Baumöglichkeiten für Heimatvertriebene“, „Behandlung von Ostsparguthaben“, oder „So stelle ich Anträge auf Entschädigung“. Der Zulauf war im September 1950 so groß, dass der Vorstand beschloss, auf die Ankündigungen in der Tageszeitung zu verzichten, um eine Überfüllung des Vereinslokals „Westfälischer Hof“ zu vermeiden. 1951 wurde eine Vereinssatzung verabschiedet, so Kutz, in der das Vereinsmotto „Einer für alle und alle für einen“ festgelegt wurde. 1956 wurde der Vereinsname erweitert zu „Landsmannschaft Ost-/Westpreußen und Weichsel/Warthe“.
Die Arbeit der Kreisgruppe wurde auch bereichert durch das Mutterhaus der Barmherzigkeit, das ab 1953 im Kloster Altenberg eingerichtet wurde durch Diakonissen aus Königsberg. 1953 wurde auch eine eigenständige Gruppe in Aßlar ins Leben gerufen. Damals gab es Veranstaltungen mit bis zu 700 Teilnehmern. Von 1988 bis zu seinem Tod 2005 war Hans-Jürgen Preuß Vorsitzender, dessen Nachfolger Kutz wurde.
Noch heute werden die monatlichen Treffen in der Gaststätte „Zum Matchball“ beim Tennisplatz im Bodenfeld fortgeführt.
Am Dienstag, 20. Februar, um 11 Uhr, spricht der in Königsberg geborene CDU-Politiker Dr. Christean Wagner über den Freundeskreis der Königsberger Diakonissen.
Am 19. März zeigt Kuno Kutz den zweiten Teil des Filmes „Pommern – wie es einmal war. Am 16. April wird Wolfgang Warnat zum Thema „Ost- und Westpreußen im 20. Jahrhundert – Grenzverschiebungen nach dem 1. und 2. Weltkrieg“ sprechen.
Über die „Schwarzmeerdeutsche Mathilde Stein“ informiert Gerd-Helmut Schäfer (Friedrichsdorf) am 14. Mai, die von Odessa über das Wartheland und Sibirien nach Hamburg kam. Kuno Kutz zeigt am 11. Juni den Film „Sudetenland wurde es genannt“. Am 6. Juli treffen sich die Besucher zu einem Grillfest.
Am 17. September wird Gerd-Helmut Schäfer referieren über „Masuren – Der Süden von Ostpreußen“. Wolfgang Post (Herborn) berichtet am 15. Oktober über eine Wanderung von der Oderquelle bis nach Cosel in Oberschlesien. Von einer Reise nach Ostpreußen auf der Suche nach dem Leben der Vorfahren hält Wolfgang Warnat einen Vortrag am 12. November. Schließlich gibt es am 1. Dezember eine gemeinsame Adventfeier vom Bund der Vertriebenen und den Landsmannschaften in den Ratsstuben in Aßlar.
Mecklenburg-Vorpommern
Vorsitzender: Manfred F. Schukat, Hirtenstraße 7 a, 17389 Anklam, Tel.: (03971) 245688
Jahresauftakt in Anklam
Anklam – Am Freitag, dem 2. Februar 2024, trafen sich 46 ehrenamtlich tätige Landsleute aus Anklam, Greifswald, Wolgast, Neubrandenburg, Güstrow, Wismar und Rostock zum traditionellen Neujahrs-auftakt. Mit einem gemeinsamen Mittagessen, Kaffee und Kuchen dankte der Vorstand diesen unermüdlichen Helfern, ohne deren Einsatzbereitschaft die großen Heimattreffen in Anklam nicht zu denken wären. Ob beim Versand der Einladungen, dem Ein- und Ausräumen des Saales, dem Einlass, der Essenausgabe, den Verkaufsständen mit Heimatliteratur und Bärenfang – alles geht seit der Erstnutzung des Volkshauses im Jahr 2000 Hand in Hand wie in einer Familie, und das nun schon jahrzehntelang.
Beim Rückblick auf das Verbandsjahr 2023 standen die letzten Aktionen im Vordergrund, so die nach dem Corona-Alarm wieder sehr gut besuchten Heimattreffen in Anklam wie auch die Weihnachtspäckchenaktion im Dezember für den russischen Kant-Chor in Gumbinnen. Die Neujahrs-Andacht war mit einem letzten gemeinsamen Weihnachtsliedersingen zu Gitarre und Harmonika verbunden, denn erst mit dem Tag „Maria Lichtmess“ am 2. Februar endet nach alter Tradition die Weihnachtszeit. Außerdem wurde noch ein großer Stapel Weihnachtspost – darunter litauische, polnische und russische – und von den Besuchern selbst heitere und ernste Gedichte und Geschichten vorgetragen.
Auch im Neuen Jahr 2024 wagt sich der Verband wieder an größere Veranstaltungen. Am 9. März 2024 sind als nächstes das Große Pommerntreffen und am 11. Mai 2024 das Frühlingstreffen der Ostpreußen im Volkshaus Anklam geplant. Zu beiden Veranstaltungen hat das Landespolizeiorchester MV bereits Festkonzerte zugesagt. Größte Herausforderungen sind die galoppierende Inflation und das gespannte Verhältnis des Westens zu Russland.
Es gab viel abzusprechen, und so ging diese fröhliche Auftaktveranstaltung des Neuen Jahres viel zu schnell zu Ende.
Friedhelm Schülke
Schriftführer
Nordrhein-Westfalen
Erster Vorsitzender: Klaus-Arno Lemke, Stellv. Vorsitzende: Dr. Bärbel Beutner, Arnold Schumacher Schriftführerin: Elke Ruhnke, Geschäftsstelle: Buchenring 21, 59929 Brilon, Telefon (02964)1037, Fax (02964) 945459, E-Mail: Geschaeft@Ostpreussen-NRW.de, Internet: Ostpreussen-NRW.de
Die Landsmannschaft Ostpreußen Kreisgruppe Bonn e. V. lädt ein für Dienstag, den 13. Februar 2024, 18 Uhr
Monatsveranstaltung: Marienburg: Eine preußische Stadt und ihre Architektur im 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts
Referent: Artur Dobry, Schlossmuseum Marienburg/Muzeum Zamkowe w Malborku
Ort: „Haus am Rhein“, Elsa-Brändström-Straße 74, 53227 Bonn
Schleswig-Holstein
Vorsitzender: Dieter Wenskat, Horstheider Weg 17, 25365 Offenseth- Sparrieshoop, Tel.: (04121) 85501, E-Mail: dieter.wenskat@gmx.de
Preußentag
Kiel - Die Landesgruppe der LO Schleswig- Holstein hatte, wie hier berichtet, zum traditionellen Preußentag am 21. Januar eingeladen. Ein Termin, der an die Geburtsstunde des Deutschen Reiches erinnern soll durch die Königskrönung von Friedrich I. in Preußen am 19. Januar 1701 und die Kaiserkrönung Wilhelm I. am 18. Januar 1871 im Spiegelsaal zu Versailles.
Unser neu gewählte Vorsitzende Dieter Wenskat konnte 37 Teilnehmer begrüßen insbesondere Herrn Hubertus Hilgendorf mit Gemahlin, der Mitglied unserer Landesgruppe ist und uns heute einen Vortrag über das „Ostpreußische Jagd- und Landesmuseum“ halten soll. Zunächst berichtete Wenskat aber von der Bundesversammlung der LO in Wuppertal. Besonders hob er hervor, dass unsere Landesgruppe zahlenmäßig noch mit an seiner vordersten Stelle steht. Das Saarland hat inzwischen keine Landesgruppe mehr.
Dann berichtete er von seinem Einsatz bei der Überführung einer renovierten Orgel aus der stillgelegten Kirche in Sasel in eine ebenfalls mit Hilfe der Kreisgemeinschaft Elchniederung renovierten Kirche in Hinrichswalde in der russischen Enklave. Für diese mit den Behörden der russischen Enklave abgestimmten Aktion hatte Wenskat einschließlich aller Vorbereitungen ein Visum bis 2026 ausgestellt bekommen. Einzig und alleine die polnische Grenzabfertigung haben ihm bei der Überführung erhebliche Schwierigkeiten bereitet, indem sie durch die Kontrolle der Papiere und des Objektes die Überführung sehr verzögert haben und er sich wiederholt vor Ort einschalten musste.
Im nun folgenden Vortrag ging es um die Geschichte und Entwicklung des „Ostpreußischen Jagd -und Landesmuseums“ in Lüneburg.
Herr Hilgendorff ist gebürtiger Landwirtssohn aus Wehlak bei Rastenburg in Ostpreußen und von Beruf Diplom-Agraringenieur und Steuerberater. Er hatte sich schon früh der landsmannschaftlichen Arbeit gewidmet. Durch sein Engagement für seine Heimat Ostpreußen wurde er zum Brückenbauer zwischen den Kreisen Wesel und Rastenburg, wurde in den geschäftsführenden Vorstand der LO berufen und wurde u.a. Vorsitzender des Vereins "Ostpreußisches Jagd- und Landesmuseum e.V." in Lüneburg an dessen Aufbau und Ausbau er entscheidend mitgewirkt hat und noch heute mit dabei ist.
Zur Einführung in seinen Vortrag hatte er einen Lageplan verteilen lassen, an dessen dargestellten Einzelheiten er uns die Entwicklung des Museums erläuterte. Neben und in der Nachfolge von Otto Freiherr von Fircks war er von 1983 an und dann ab 1987 als Vorsitzender des Vereins "Ostpreußisches Jagd- und Landesmuseum e.V." tätig.
Die Gründung der Ostpreußischen Kulturstiftung, die heute Träger des Ostpreußischen Landesmuseums und des Kulturzentrums Ostpreußen im Deutschordensschlosses Ellingen ist, begleitete er von 1991 bis 1994 als stellvertretender Vorsitzender des Vereins „Verein Ostpreußische Kulturstiftung e.V.", der mit der Durchführung der Maßnahmen zur Gründung der neuen Stiftung betraut war. Heute ist Hilgendorff Vorsitzender des Stiftungsrates der Ostpreußischen Kulturstiftung mit Sitz in Ellingen.
Bereits bei der Gründung des Ostpreußischen Landesmuseums im Jahre 1987 zeichnete sich ab, dass die zur Verfügung stehenden Räumlichkeiten auf Dauer nicht ausreichend sein würden. Aus diesem Grunde setzte sich Hubertus Hilgendorff massiv für die Erweiterung des Ostpreußischen Landesmuseums ein. 2005 konnte der „Verein Ostpreußisches Jagd- und Landesmuseum e.V." unter seiner Federführung das Erbbaugrundstück, auf dem das Ostpreußische Landesmuseum steht, ankaufen. Anfang 2006 wurde das Museumsgelände unter anderem durch den Ankauf des Brauerei-Museums, des Trinkgefäß- Museums und der historischen Kronendiele entscheidend vergrößert. Durch den Zugang zur Heiligengeiststraße konnte die Attraktivität des Landesmuseums weiter gesteigert werden. Eine zusätzliche Erweiterung durch den Ankauf des ehemaligen Landeszentralbankgebäudes wird von Hilgendorff und dem Stiftungsrat der Ostpreußischen Kulturstiftung mit Nachdruck verfolgt. Damit wäre ein zusammenhängender Gebäudekomplex ein einmaliger nachhaltiger Raum für die Geschichte und Kultur Ostpreußens und der Baltischen Staaten im Rahmen der „Deutschbaltischen Kulturstiftung“ geschaffen worden, in dem auch unsere großen ostpreußischen Dichter, Denker, Philosophen und Staatsmänner ihren Platz haben bzw. haben werden. Denn zum 300. Geburtstag am 24. April 1724 von Immanuel Kant, wird dem Begründer der Aufklärung eine eigene Abteilung gewidmet. Auch für die Baltischen Staaten besteht bereits eine Abteilung.
Durch seinen klaren Sachverstand die Wichtigkeit Ostpreußens als Eckpfeiler der deutschen Geschichte darzustellen sowie auch durch seine persönlichen Beziehungen zur Landesregierung und zu entscheidenden Bundesbehörden, ist es Hilgendorff gelungen, auch die erforderlichen Fördermittel zu akquirieren. Sein hervorragender Vortrag wurde mit viel Applaus und Dankesworten durch den Vorsitzenden bedacht.
Zur Mittagspause gab es Rinderbraten und anschließend passend dazu ein Schwang, nett erzählt von Ina Naujok von der OG Fehmarn über die „Kaloriernchens“. Und zur Verdauung sangen wir gemeinsam „Kein schöner Land in dieser Zeit“ die Strophen 1-3 – die dritte Strophe sogar dreistimmig.
Zum 300. Geburtstag von Immanuel Kant hatte sich unser Ehrenvorsitzende mit einem Vortrag vorbereitet. Edmund Ferner hat sich wegen großer Schmerzen entschuldigen müssen und Herrn Jochen Garwehns gebeten seinen im Konzept vorliegenden Vortrag zu halten. In der PAZ ist über diesem Geburtstag wiederholt berichtet worden, sodass dieser Vortrag hier inhaltlich keine neuen Aspekte bringen würde.
Nachdem von Herrn Eckloff über die Mitgliederentwicklung der Landesgruppe in den letzten zwanzig Jahren berichtet wurde, stand die Frage im Raum, wer wird nach unserer Erlebnisgeneration unser Ostpreußen als Deutscher noch „vertreten“ oder über Ostpreußen reden. Hierzu gab Herr Bertram Graw dann eine Antwort, indem er über die Jugendorganisationen berichtete.
Sein Vortrag behandelte zunächst die Entwicklung der ursprünglich alle landsmannschaftlichen Jugendgruppen umfassenden "Deutsche Jugend des Ostens (DJO)", die sich schon in den 70er-Jahren von den politischen Zielen der Vertriebenen lösten. Laut Wikipedia hat sie sich als "DJO - Deutsche Jugend in Europa“ seit 2000 zu einem Dachverband für Migrantenjugendverbände mit nur noch wenigen landsmannschaftlichen Jugendverbänden entwickelt.
Die seit den 50er-Jahren als Jugendorganisation der Landsmannschaft Ostpreußen tätige Gemeinschaft Junges Ostpreußen wurde ebenfalls mehr und mehr unpolitisch und schied aus der Landsmannschaft aus. Heute ist der Bund Junges Ostpreußen (BJO) mit einer Mitgliederzahl von unter 150 Aktiven die Jugendorganisation. Angeboten werden Fahrten nach Ostpreußen (u.a. Teilnahme an der "Jugendolympiade" und am Adventstreffen der Jugend in der dortigen deutschen Volksgruppe).
Angesichts dieser demographischen Entwicklung in allen Landsmannschaften und ihren Gliederungen stellte er mögliche Formen einer weiteren Arbeit vor und verwies insbesondere auf die Möglichkeit von Stiftungen.
Angesichts drastischen Mitgliederschwunds in den landsmannschaftlichen Jugendverbänden ist es wichtig, dass junge Leute von Großeltern und Eltern um Mithilfe bei Suchen und Erkundungen im Internet gebeten werden. So könnte man sie vielleicht für lands- mannschaftliche Themen interessieren. Es sollte eine Zusammenstellung von Internetseiten erarbeitet und verteilt werden (z.B. Bildarchiv der Landsmannschaft, Ahnen- und Familienforschung, Aktion "Geschichtliches Erbe"). Ostpreußen lebt und hat Zukunft - auch außerhalb einer Landsmannschaft oder sogar im leider nicht unrealistischen Fall ohne eine solche.
Nach der anschließenden Kaffeepause, einem Schlusswort des Vorsitzenden und dem Ostpreußenlied ging der Preußentag zu Ende.
Hans – Albert Eckloff


