25.01.2026

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Folge 06-24 vom 09. Februar 2024 / Leserforum

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 06-24 vom 09. Februar 2024

Leserforum

Umgebrachte Kinder?

Zu: Auf der Suche nach der eigenen Geschichte (Nr. 4)

Das im Artikel erwähnte Buch „Ortstermin. Die Reise nach K.“ von Hagen Schulz-Hildebrandt berichtet von einer Stelle im Königsberger Dom, an der Anfang der 1990er Jahre 200 sterbliche Überreste von überwiegend Kindern gefunden wurden. Reflexartig wird sofort von irgendwelchen Kinder-KZ fabuliert, die von den Nazis in die eingeschlossene Stadt verlegt wurden, um dort umgebracht zu werden.

In dem furchtbaren Winter 1945/46 verhungerten unzählige Kinder in der Stadt. Nachzulesen ist das in den Büchern des Arztes Hans Deichelmann („Ich sah Königsberg sterben“) und von Anneliese Kreutz („Das große Sterben in Königsberg 1945–47“).

Es macht sich immer gut, unbekannte Opfer automatisch den Deutschen unterzujubeln. Von Kinder-KZ in Ostpreußen höre ich übrigens zum ersten Mal.

Wolfgang Kopiske, Weilrod 






Ein allzeit williges Volk?

Zu: Eine Regierung zwischen Beschwörung und Offenbarung (Nr. 4)

Nun ist es amtlich: Wir haben einen rechtsradikalen Bundeskanzler, der öffentlich bekannt gibt, „wir müssen endlich im großen Stil abschieben“. Seine „Rechtsradikalität“ hat er aber schnell wieder abgelegt, sie passt nicht zur SPD, die es gewohnt ist, den Linksradikalen geduldig beim Zerlegen der Hansestadt (wie beim G20-Gipfel in Hamburg im Juli 2017 geschehen) zuzusehen. 

Seine Innenministerin Nancy Faeser wollte darüber hinaus sogar ganze Familienverbände anlasslos gleich mitabschieben. Der Wahn war nur kurz, und damit keine lange Reue folgen musste, lieferte das regierungsnahe Rechercheteam „Correctiv“ denn auch zügig die Informationen, die es erforderlich machten, die Teile von SPD, CDU, FDP, die Linke und Bündnis 90/Die Grünen „gegen Rechts“ zu den Fahnen zu rufen. 

Kein Volk folgt so folgsam wie die guten Deutschen. Schon bei der Corona-Impfung standen alle Gutmenschen in Volk und Medien Gewehr bei Fuß und einig, den bösen unfolgsamen Ungeimpften und Heilsungläubigen das Leben möglichst schwer zu machen und sie vom öffentlichen Leben auszuschließen. 

Jeder, der in der Republik ein Gesicht zu verlieren hatte, musste sich zu dem vom Robert-Koch-Institut verbreiteten Corona-Narrativ bekennen und möglichst publikumswirksam seinen Impfstatus offenlegen. Eine kleine hässliche Schar Ungeimpfter sah man jedem Montagabend trotzig und meist wortlos durch die Städte ziehen, nicht selten misstrauisch von der Polizei beäugt, ob denn auch die Maske richtig aufgesetzt worden war.

Mittlerweile müssen alle Regierungsverantwortlichen einräumen, dass weder die Impfung wirksam noch dass diese Pandemie eine war und über den Status einer gewöhnlichen Grippe (siehe Untersterblichkeitsstatistik) nicht hinauskam.

Die auf Geheiß von Ex-Kanzlerin Angela Merkel bereitgestellten notlagenbedingten Kredite durften gemäß der geltenden Haushaltsprinzipien der Jährlichkeit nicht für andere Zwecke verwendet werden. Das Umetikettierungsverbot des Bundesverfassungsgerichts für notlagenkreditfinanzierte Sondervermögen zwingt nun zu Einsparungen (auch bei dem viel gepriesenen Bürgergeld), die deutlich erkennbar werden lassen, welche amateurhaften Finanzjongleure sich auf dem bundesdeutschen politischen Parkett bewegen. Wenn selbst der geduldige Bauernstand aufbegehrt, muss ein Sündenbock zur Ablenkung von Problemen her, die man als Regierung selber geschaffen hat. 

Es liegt nahe, sich an die Partei zu halten, die minutiös jede Fehlleistung der Regierung aufdeckt und diese zum Handeln zwingt, zumal sich bei den etablierten Parteien die Umfragewerte kellerwärts neigen und schon zu Neugründungen wie das Bündnis Sahra Wagenknecht zwingen. Da lockt eine, von den Medien orchestrierte, freierfundene „Wannseekonferenz“ zum richtigen Zeitpunkt (Jahrestag der Befreiung von Auschwitz) punktgenau auch den letzten bürgerlichen Gutmenschen bei bestem Winterwetter auf die Straße. Das Thema ist so dankbar für anti-rechte Stimmen, dass sich Menschen in allen Altersklassen angesprochen fühlen. 

Die Demonstranten sind auch genauso friedlich wie bei den Protesten gegen die Einführung einer Impfpflicht und sie können nun sogar sicher sein, dass ihnen kein Wasserwerfer die Haare wäscht oder ein Polizeiknüppel einen Scheitel zieht, denn in der ersten Reihe geht der Bundeskanzler mit seinem Katastrophenteam. Auf unser Volk muss man gar nicht pausenlos eindreschen, es wird seinen Misshandlern, wie bei jeder Steuererhöhung, immer willig folgen, selbst wenn sich die Demo „gegen Rechts“ gegen demokratische Grundsätze richtet.

Rudolf Neumann, Ahrensburg 






sichere Verschlüsselung

Zu: Ein neues Zeitalter der Überwachung und der Datensicherheit bricht an (Nr. 4)

Zu den Ausführungen über Kryptographie und Datenschutz ist Folgendes hinzuzufügen: Auch heute gibt es schon etablierte Verschlüsselungsalgorithmen, die von Quantenrechnern nicht erfolgreich angegriffen werden können. Dabei handelt es sich beispielsweise um AES mit einem symmetrischen Schlüssel. Auf dem heimischen Computer kann man seine Archive mit dem kostenlosen Packprogramm 7-Zip verschlüsseln, wobei AES-256 zum Einsatz kommt. Entsprechend verschlüsselte Anhänge von E-Mails sind vor Lauschern im Internet sicher. 

AES-256 wird auch von Cryptomator für die Verschlüsselung von Daten auf einer Cloud verwendet. Diese Software ist für Privatanwender ebenfalls kostenlos. Entscheidend ist jeweils ein sicheres, hinreichend langes Passwort.

Dr. Gerald Wegner, Berlin






Die putinsche Staatsräson

Zu: „Die nächste Amtszeit wird Putins letzte sein“ (Nr. 3)

Der Russlandkenner und Osteuropaexperte Alexander Rahr hat recht mit seiner Prognose, dass die kommende Präsidentschaft Wladimir Putins die letzte sein wird. Zudem analysiert er richtig die Stimmung in Russland, wonach die Mehrheit der Russen Putins Politik unterstützt. Breite gesellschaftliche Proteste gegen Putins Politik sind bis heute ausgeblieben – entgegen den Prophezeiungen westlicher Politiker, wonach Russland ein Exodus seiner Bürger drohe.

Putin wird seine letzte Amtszeit dazu nutzen, um die wirtschaftliche Abkoppelung Russlands vom Westen zu vollenden und einem geeigneten Nachfolger den Weg den Kreml zu ebnen. Keineswegs möchte der russische Präsident Zustände in seinem Land erleben wie in den 1990er Jahren, sondern eine Politik der Kontinuität. Auch dem Westen dürfte dies gelegen sein, da Russland eine Nuklearmacht ist und unklare Machtverhältnisse eine akute Gefahr darstellen würden.

Den Schwerpunkt der Putinschen Politik dürfte zukünftig neben den außenpolitischen Herausforderungen auf der Transformation der russischen Demokratie liegen. Schon auf einer Pressekonferenz in Pressburg im Jahr 2005 erklärte Putin die Besonderheit dieser demokratischen Ausrichtung: „Natürlich müssen die modernen Institutionen der Demokratie, die Grundsätze der Demokratie, mit unserer Geschichte und unseren Traditionen zusammenpassen.“

Russland entwickelt sich zurzeit zu einer Macht, deren Hauptanliegen es ist, au­tark zu werden – zumindest unabhängig von westlichen Staaten – und seinen Anspruch als Weltmacht zu definieren. Diese Entwicklung wird auch innenpolitisch in den Bereichen Medien, Kultur und Bildung angepasst, was die russische Zeitenwende von Nord Stream 2 bis zur Vereinigung der Schwellenländer BRICS plus zur Putinschen Staatsräson macht.

Marcel Jacobs, Hamburg