Die Alternative für Deutschland steht seit Jahren im Fokus der „Enthüllungen“ von Correctiv. Dabei zielt das angeblich unabhängige Medienunternehmen bei Bedarf auch unter die Gürtellinie. So veröffentlichte Correctiv im Mai 2017 kurz vor der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen einen Artikel mit dem Titel „Spitzenfrau der AfD … arbeitete als Prostituierte“. Damals gab es noch Kritik an diesem Vorgehen seitens der Mainstream-Medien. Beispielsweise schrieb die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“: „Wer gegen ‚Hass‘ und ‚Fake News‘ anzutreten meint, sollte die Maßstäbe, die er an andere anlegt, auch gegen sich selbst und jedermann gelten lassen, auf keinem Auge blind sein und nicht nur in eine Richtung ‚recherchieren‘.“
Derartige Reaktionen blieben später aus, als Correctiv andere inhaltlich dürftige Publikationen über eine vermeintliche „Verschwörung gegen die Demokratie“ im Rahmen des „AfD-Spendenskandals“ sowie den „Geheimplan gegen Deutschland“ vorlegte. Das Gleiche gilt für den Umstand, dass einer der Verfasser des letztgenannten Beitrages über die angeblichen Pläne zur „Deportation“ von Millionen Deutschen mit Migrationshintergrund, der sich Jean Peters nennt und 2016 die AfD-Politikerin Beatrix von Storch körperlich attackierte, auf Twitter öffentlich bekannte: „Ich bin #Antifa.“
Im Kontrast zu dieser AfD-Feindlichkeit stehen die auffälligen Verbindungen zu den Grünen und zur SPD. Die jetzige Correctiv-Mitgeschäftsführerin Jeannette Gusko trat mehrmals bei Veranstaltungen der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung auf und agierte als Rednerin auf einem SPD-Parteitag. Darüber hinaus unterzeichnete Gusko gemeinsam mit der Berliner SPD-Politikerin Sawsan Chebli einen SPD-Appell anlässlich des Internationalen Frauentages 2019. Ebenso arbeitete sie als Spendensammlerin für das Centre for Feminist Foreign Policy (CFFP), das die Leitlinien der grün-feministischen Außenpolitik von Annalena Baerbock skizzierte.
Ein anderes Beispiel ist Lukas Beckmann, der Aufsichtsratsvorsitzende von Correctiv. Der Politiker fungierte von 1991 bis 2010 als Fraktionsgeschäftsführer von Bündnis 90/Die Grünen im Deutschen Bundestag sowie auch als Gründungsgeschäftsführer der den Grünen nahestehenden Heinrich-Böll-Stiftung.
Und dann wäre da noch ein weiteres prominentes Parteimitglied der Grünen, nämlich Peter Schaar. Der ehemalige Bundesdatenschutzbeauftragte erhielt 2008 einen Preis der Friedrich-Ebert-Stiftung für eines seiner Bücher und sitzt jetzt im Ethikrat von Correctiv, wo er über die Recherchemethoden des Unternehmens urteilen soll.W.K.

