Furcht vor Antisemiten
Berlin – Bei den Aufmärschen „gegen Rechts“ hat der Berliner Senat das Zeigen von Palästinenser-Fahnen verboten. In jüngster Zeit versuchen die Veranstalter der Demonstrationen durch eine Erweiterung der Zahl der Teilnehmerorganisationen die hohe Zahl der Demonstranten aufrechtzuerhalten. Inzwischen rufen etwa 1800 NGOs und Vereine zu den Kundgebungen auf. Bei den Teilnehmern finden sich mehr Immigranten als anfangs, speziell Türken und Kurden. Palästinenser sind, wenn sie ihre Fahnen mitbringen, der Senatsinnenverwaltung nicht willkommen. Offenbar wird befürchtet, die antisemitische Haltung einiger Anti-Rechts-Demonstranten könnte zu stark hervortreten. Trotzdem wollen die Veranstalter auf die Verstärkung durch die Palästinenser nicht verzichten: „Wir wurden von den Behörden mit der Information zum Verbot einer Flagge, der palästinensischen, auf unserer Versammlung überrascht. Das Vorgehen und die inhaltliche Begründung halten wir für falsch und die Anmelderin geht dagegen rechtlich vor.“ F.B.

