25.01.2026

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Folge 07-24 vom 16. Februar 2024 / Ukrainekrieg / Wahrheit über den Flugzeugabschuss von Belgorod / Russland hat Videos veröffentlicht, welche die offizielle ukrainische Darstellung widerlegen

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 07-24 vom 16. Februar 2024

Ukrainekrieg
Wahrheit über den Flugzeugabschuss von Belgorod
Russland hat Videos veröffentlicht, welche die offizielle ukrainische Darstellung widerlegen
Wolfgang Kaufmann

Am 24. Januar zerschellte ein russisches Transportflugzeug vom Typ Iljuschin Il-76 auf einem Feld nahe des Dorfes Jablonowo in der russischen Oblast Belgorod. Unmittelbar darauf feierten etliche ukrainische Medien wie die „Ukrainska Prawda“ und „RBK-Ukraina“ den Abschuss der gegnerischen Militärmaschine durch die ukrainischen Streitkräfte. Stunden später erklärte das Moskauer Verteidigungsministerium, an Bord der Il-76 seien neben sechs Besatzungsmitgliedern und drei Wachsoldaten auch 65 ukrainische Kriegsgefangene gewesen, die am Grenzübergang von Kolotilowka gegen in Gefangenschaft geratene Russen ausgetauscht werden sollten. Daraufhin änderte sich die Berichterstattung in der Ukraine schlagartig: Die triumphierenden Schlagzeilen verschwanden und stattdessen war nun von einem „abgestürzten Transporter“ mit „Raketen für S-300-Luftabwehrkomplexe“ die Rede.

„Bestreben, Russland ins Unrecht zu setzen“

Dann äußerte der russische Präsident Putin den Vorwurf, Kiew sei darüber informiert gewesen, dass die Maschine ukrainische Kriegsgefangene befördere, und habe sie dennoch gezielt abschießen lassen: „Das ist ein Verbrechen.“ Als Motiv hierfür nannten russische Medien das permanente ukrainische Bestreben, Moskau ins Unrecht zu setzen, so zum Beispiel durch die Unterstellung, Russland verwende Kriegsgefangene als menschliche Schutzschilde bei Waffentransporten. Darüber hinaus meinte die russische Seite, die Ukraine wolle offenbar mit aller Gewalt ausschließen, dass sich ihre Soldaten in größerer Zahl freiwillig in Gefangenschaft begeben, weil sie auf einen späteren Austausch hoffen könnten.

Die Antwort Kiews bestand darin, erneut zu behaupten, die Il-76 habe keine ukrainischen Kriegsgefangenen an Bord gehabt, sondern lediglich Waffen. Moskau konterte hierauf mit der Veröffentlichung einer Liste der angeblich getöteten Ukrainer. Außerdem zeigte es Videoaufnahmen von der Absturzstelle, in denen Leichenteile mit Tätowierungen zu sehen waren, wie man sie lediglich von ukrainischen Nationalisten kennt. Des Weiteren verwies der Kreml auf DNA-Analysen der vielen menschlichen Überreste auf dem Acker bei Jablonowo.

Vor diesem Hintergrund forderten beide Kriegsparteien zunächst eine internationale Untersuchung des Vorfalls, und Moskau beraumte sogar eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrates ein. Allerdings erbrachte diese keinerlei Ergebnisse. Danach wurde es auf Seiten des Westens und der Ukraine auffällig still. Das resultierte aus dem Auftauchen von Belegen dafür, dass die Il-76 mit zwei US-amerikanischen Flugabwehrraketen vom Typ Patriot, die unweit des Dorfes Liptsy in der Region Charkiw starteten, vom Himmel geholt wurde. Hierauf weisen unter anderem die 116 Fragmente mit Beschriftungen in englischer Sprache hin, die russische Ermittler sichergestellt sowie teilweise auch schon in Videos präsentiert haben. Und das ist ein veritables Politikum, weil der Westen behauptet, die Ukraine dürfe die von der NATO gelieferten Waffen nicht auf russischem Territorium einsetzen.