Bei dem seit Donnerstag laufenden Filmfestival Berlinale werden Vertreter aller Bundestagsparteien bei Filmpremieren und Empfängen anwesend sein – außer AfD-Politiker. Auf öffentlichen Druck hin wurden diese ausgeladen, nachdem sie zuvor eine Einladung über eine Kontingentzahl der Kulturstaatsministerin Claudia Roth für demokratisch gewählte Mitglieder aller Parteien im Bundestag und im Berliner Abgeordnetenhaus erhalten hatten. Die Berlinale, die ab 2025 mit der US-Amerikanerin Tricia Tuttle eine neue Leitung erhält, begründet das mit politischen Positionen, die „für uns und unsere Mitarbeiter*innen schlichtweg inakzeptabel“ seien. Der ausgeladene AfD-Bundestagsabgeordnete Martin E. Renner kritisierte das in einem offenen Brief als Angriff auf die von der Berlinale propagierte Vielfalt und Meinungsfreiheit: „Auch diesen existentiellen Grundpfeiler unserer Demokratie treten Sie beherzt und ideologisch beseelt mit Füßen.“ tws

