Wie in den vergangenen gibt das Bundesministerium der Finanzen auch dieses Jahr eine Sondermarkenserie „Für die Wohlfahrtspflege“ heraus. Diesmal ist die Serie den „Helferinnen und Helfern der Menschheit 2.0“ gewidmet. Vorletzten Montag um 10 Uhr stellte Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) die Sonderbriefmarken im Berliner Sitz des Bundespräsidenten, dem Schloss Bellevue, vor. Die Gestaltung der Sonderwertzeichen und der Ersttagsstempel stammt von Veit Grünert, Bureau Now, aus Berlin. Die Zuschlagmarken haben einen Wert von 85 + 40 Cent, 100 + 45 Cent und 160 + 55 Cent.
Seit Anfang dieses Monats sind die Marken in den Verkaufsstellen der Deutschen Post erhältlich. Außerdem werden sie über die in der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege zusammenarbeitenden Spitzenverbände Arbeiterwohlfahrt, Deutscher Caritasverband, Diakonie Deutschland, Deutsches Rotes Kreuz, Paritätischer Gesamtverband und Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland in deren Geschäftsstellen und Einrichtungen durch haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter verkauft. Die Bundesarbeitsgemeinschaft ist denn auch der Empfänger der Zuschlagserlöse.
Zum 75. Geburtstag der Wohlfahrtsmarken soll thematisch an die erste Ausgabe im Jahr 1949 angeknüpft werden. Der Titel der damaligen Serie lautete „Helfer der Menschheit“ und ehrte Personen, deren Wirken zum Wohle der Menschen beigetragen hat. Abgebildet waren Elisabeth von Thüringen, Paracelsus von Hohenheim, Friedrich Fröbel und Johann Hinrich Wichern. Die Serie fand ihre Fortsetzung bis zum Jahr 1955 mit Abbildungen weiterer Persönlichkeiten. Weiterhin unter dem Titel „Helfer der Menschheit“ standen von 1956 bis 1958 Tätigkeitsfelder im Fokus der Marken, erst die Kinderpflege, dann der Kohlebergbau und schließlich die Landwirtschaft. 2024 stehen gleich drei Tätigkeitsfelder auf einmal im Fokus: „Pflege“, „Flüchtlingshilfe“ und „Fluthilfe“.

