Privilegierung gefordert
Thun – Parallel zu Beratungen der Ampelkoalition über ein sogenanntes „Solarpaket“ haben Solarhersteller den Verbleib ihrer Produktion in Deutschland von Staatshilfen abhängig gemacht. Zuletzt hatte der Hersteller Meyer Burger eine Verlagerung seiner Produktion aus dem sächsischen Freiberg erwogen und eine Entscheidung von der Einführung von „Resilienzboni“ abhängig gemacht. Gemeint ist damit eine dauerhaft höhere Einspeisevergütung für diejenigen Verbraucher, die sich für den Kauf von in der EU hergestellten Solarmodulen entscheiden. Bislang unterhält die Firma Produktionsstandorte in Freiberg, Hohenstein-Ernstthal (Sachsen) und in Bitterfeld-Wolfen (Sachsen-Anhalt). Analog machte ein Sprecher von Heckert Solar aus Chemnitz die Bereitschaft seines Unternehmens, den Standort weiter zu betreiben, gegenüber dem Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) ebenfalls von der Einführung eines „Resilienzbonus“ abhängig.H.M.
5000 Läden machen dicht
Berlin – Der Präsident des Handelsverbandes Deutschland (HDE), Alexander von Preen, geht davon aus, dass dieses Jahr weitere 5000 Geschäfte aus den deutschen Innenstädten verschwinden. Sie kämen zu den seit 2020 bereits geschlossenen 41.000 Läden hinzu. Damit drohe den Stadtzentren eine Verödung. Verantwortlich für diese negative Entwicklung sind laut von Preen die Corona-Maßnahmen, die anhaltende Inflation, die Deindustrialisierung Deutschlands mit entsprechenden Folgen für die Kaufkraft der Menschen, die allgemeine Krisenstimmung, die auf die Konsumlaune drücke, eine unstete Politik, die Verbraucher verunsichere, steigende Mieten in den Innenstadtlagen sowie Defizite in Sachen Sicherheit, Sauberkeit und Erreichbarkeit der City-Bereiche.W.K.


