19.04.2026

Preußische Allgemeine Zeitung Zeitung für Deutschland · Das Ostpreußenblatt · Pommersche Zeitung

Suchen und finden
Folge 08-24 vom 23. Februar 2024 / Gesellschaft / Unser Leben beruht auf den Leistungen der „alten weißen Männer“ / Keine Gruppe wird von den „Progressiven“ derart geschmäht wie sie. Doch ohne ihre Errungenschaften wäre die heutige Kultur und Zivilisation der Menschheit völlig undenkbar

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 08-24 vom 23. Februar 2024

Gesellschaft
Unser Leben beruht auf den Leistungen der „alten weißen Männer“
Keine Gruppe wird von den „Progressiven“ derart geschmäht wie sie. Doch ohne ihre Errungenschaften wäre die heutige Kultur und Zivilisation der Menschheit völlig undenkbar
Wolfgang Kaufmann

In der Rangliste der verdammenswertesten Subjekte auf unserem Planeten kommt der „Alte Weiße Mann“ heutzutage oft gleich nach dem „Nazi“, sofern die beiden Begriffe nicht ohnehin synonym verwendet werden. Erfinder der Worttriade ist der US-amerikanische Altphilologe Bernard MacGregor Walker Knox. Dieser zog 1992 über „tote weiße europäische Männer“ her – und zwar anlässlich der Verleihung der höchsten Auszeichnung, welche die Regierung der Vereinigten Staaten an Vertreter der Geisteswissenschaften im eigenen Lande zu vergeben hat. Spätestens seit 2010 gilt „Alter Weißer Mann“ dann als Schimpfwort, das eine ganze Personengruppe diskriminiert und pauschal der Gerontokratie, des Sexismus und des Rassismus bezichtigt. Dabei steigerten sich manche „Frauenrechtlerinnen“ in extreme Aggressionen hinein.

Ein Beispiel hierfür ist die deutsche Schriftstellerin und Journalistin Mirna Funk. Sie meinte 2017 im Interview mit dem Online-Magazin „Edition F“, Frauen sollten „eine feministische Terrorgruppe gründen, um die alten weißen Männer aus dem Weg zu schaffen“. Dem hielt der Berliner Medienwissenschaftler Norbert Bolz 2023 entgegen, hinter der westlichen Kultur und der Modernisierung der gesamten Welt durch Wissenschaft und Technik „steht niemand anderer als der alte weiße Mann oder manchmal auch junge weiße Männer. Auf jeden Fall tote weiße Männer.“ Und damit hatte er Recht.

Die Welt wäre sehr viel ärmer

Immanuel Kant war 57 Jahre alt, als er 1781 seine epochale „Kritik der reinen Vernunft“ herausbrachte, und Johann Sebastian Bach arbeitete noch im 64. Lebensjahr an der „Kunst der Fuge“. Ähnlich verhielt es sich mit Johann Wolfgang von Goethe: Den ersten Teil des „Faust“ legte er mit 51 vor, und den zweiten Teil dann im Alter von 81. Ebenso zählte Ludwig van Beethoven mit 53 Jahren zu den alten Männern seiner Zeit, als er 1824 die Neunte Sinfonie vollendete.

Bemerkenswert ist zudem das hohe Alter vieler männlicher weißer Nobelpreisträger: Der US-amerikanische Physiker John Goodenough, welcher wichtige Beiträge zur Entwicklung der heute unverzichtbaren Lithium-Ionen-Akkus lieferte, war zum Zeitpunkt der Preisverleihung im Dezember 2019 bemerkenswerte 97 Jahre alt. 2018 wiederum ging der Physik-Nobelpreis an den 96-jährigen Laser-Pionier Arthur Askin und 2002 an den 88-jährigen Raymond Davis für die „Messung des Unmessbaren“, nämlich den Nachweis kosmischer Neutrinos. Ebenso erhielt der Wirtschaftswissenschaftler und Vater grundlegender ökonomischer Theorien, Leonid Hurwicz, den Preis mit 90 Jahren.

Letztlich wäre die Welt ohne die alten beziehungsweise inzwischen auch toten weißen Männer heute sehr viel ärmer. Das zeigt unter anderem ein Blick auf die Innovationen in den Bereichen Medizin und Technik oder zur Erleichterung des Alltags der Menschen.

So verdanken wir der geschmähten Personengruppe unter anderem folgende praktische Dinge: Streichholz, Glühlampe, Konservendose samt Dosenöffner, Kronkorken, Sonnenbrille, Rasierklinge, Chipkarte, Geldautomat, Telefon, Bleistift, Kugelschreiber und Füllfederhalter, Radiergummi, Leitz-Ordner, Fernsehgerät samt Fernbedienung, Radio, Lautsprecher, Tageszeitung, Buchdruck, E-Mails, Wasserklosett, Klimaanlage, Nähmaschine, Elektrisches Bügeleisen, Geschirrspül- und Waschmaschine, Kühlschrank, Mikrowellenherd, Supermarkt und Einkaufswagen, Rolltreppe, Briefmarke, Kleiderbügel, Reißverschluss, Regenmantel, Aufzug, Feuerlöscher, GPS, CD und DVD, Kreuzworträtsel und Zylinderschloss.

In der Medizin glänzten weiße Männer, welche in der Regel auch alt wurden, sofern sie es zum Zeitpunkt ihrer Leistung nicht bereits waren, durch folgende Neuerungen von oftmals lebensrettender Natur: Stethoskop, Künstliche Niere, Herzschrittmacher, Herz-Lungen-Maschine, Ultraschallgerät, Computer- beziehungsweise Magnetresonanztomograph, Röntgen- und EKG-Gerät, Transplantationen, Insulin-Spritze, Penicillin, Pocken- und Polio-Impfung, Chloroform-Anästhesie und Kontaktlinsen. 

Auch die Kritiker profitieren massiv

Dazu kommt die unglaubliche Vielzahl an bedeutsamen technischen Erfindungen, seit das griechische Genie Archimedes von Syrakus im 3. Jahrhundert v. Chr. die nach ihm benannte Schraube und den Brennspiegel ersonnen hatte. Zu solchen weltverändernden Schöpfungen gehören: Fernrohr, Mikroskop, Barometer, Seismometer, Blitzableiter, Luftpumpe, Mechanischer Webstuhl, Spinnmaschine, Dynamo, Elektromotor, Transformator, Kondensator, Elektromagnet, Induktionsspule, Leiterplatte, Transistor, Integrierter Schaltkreis, Batterie, Kernreaktor, Gasturbine, Dampfmaschine und -schiff, Schiffsschraube, Kreiselkompass, Dampfhammer, Dampf- und Elektrolokomotive, Zweitakt-, Viertakt- und Dieselmotor, Gasturbine, Automobil, Motorrad, Fahrrad, U-Boot, Unterwasseratemgerät, Wasserstoffballon, Luftschiff, Motorflugzeug, Hubschrauber, Fallschirm, Düsentriebwerk, Steuerbare Rakete, Tonbandgerät, Fotoapparat, Filmkamera, Laser, Sonnenkollektor, Brennstoffzelle, Wärmepumpe, Zentralheizung, Radiotelegraphie, Radar, Schreibmaschine, Erdölbohr- und Förderturm, Teilchenbeschleuniger und Eisenbeton. 

Drei revolutionäre Erfindungen des weißen Mannes waren zudem der Computer, das Smartphone und das Internet. Als Erbauer des ersten funktionstüchtigen, vollautomatischen und frei programmierbaren Computers Z3 trat der deutsche Ingenieur Konrad Zuse (1910–1995) hervor. Die Einführung des ersten Smartphones mit Touch-Display wiederum geht auf den US-Unternehmer Steve Jobs (1955–2011) zurück. Und das Internet verdankt die Menschheit vorrangig dem britischen Physiker und Informatiker Timothy Berners-Lee, der 1955 geboren wurde und somit nunmehr 68 Jahre alt ist.

Letztlich kann man also mit Fug und Recht sagen, dass radikale Feministinnen wie Funk, welche die moderne Technik nutzen, um ihre toxischen männerfeindlichen Botschaften zu verbreiten, ohne den Erfindungsreichtum der diffamierten „Alten Weißen Männer“ kaum eine Chance hätten, Beachtung zu finden – ganz abgesehen von der Möglichkeit, vermittels Internet und Computer den eigenen Lebensunterhalt zu sichern.