Wechsel stopft Löcher
Allenstein – Ende letzten Jahres gab es noch deutliche Kritik am fehlenden Zugang zur Eisenbahn im südlichen Ostpreußen, doch mit dem neuen Fahrplan hat sich die Lage entspannt. Die Strecke von Allenstein nach Braunsberg über Guttstadt und Wormditt wird wieder befahren. Die Personenzüge bis Guttstadt werdenbis zu 100, im weiteren Verlauf immerhin bis zu 70 Kilometer pro Stunde schnell. Die Bahnsteige entlang der Strecke wurden behindertengerecht umgebaut. Außerdem kann seit dem Fahrplanwechsel dank der Verlängerung der Linie nach Schiemanen über Willenberg wieder Ostrolenka in der Woiwodschaft Masowien erreicht werden. Das ist auch als Ausweichstrecke nach Lyck gedacht, wenn die dort anstehenden Bauarbeiten an der internationalen Linie RailBaltic die direkte Verbindung von Allenstein einschränken.U.H.
Zweispurig nach Warschau
Allenstein – Fährt man vom Allensteiner Zentrum zur Schnellstraße Richtung Hohenstein, kommt man zweispurig bis zur Stadtgrenze auf der heutigen Warschauer Allee, danach folgen 2,5 Kilometer einspurige Landstraße (Nr. 527) bis zum Anschluss Allenstein-Süd. Dieser Abschnitt soll nun erweitert werden. Die Umweltgenehmigung liegt vor, die finanzielle Unterstützung der Europäischen Union zu den geplanten Kosten von umgerechnet etwas über 22 Millionen Euro ist zugesagt. Das kurze Stück hat es jedoch in sich. Die Kreuzung mit der Straße nach Groß Bertung soll in einen Kreisverkehr mit einem Parkplatz für Umsteiger auf öffentlichen Nahverkehr umgestaltet werden. Außerdem führt die Straße über die einspurige Bahnstrecke nach Hohenstein, die auf zwei Gleise erweitert werden soll, und direkt daneben über einen Wasserlauf. Der Umbau soll noch dieses Jahr starten. Geplantes Ende der Bauarbeiten ist Ende 2026.U.H.
Sport in Masuren
Angerburg – Wie sah der Sport vor knapp 100 Jahren aus, der „Sport in Masuren in den dreißiger Jahren“? Eine Ausstellung mit diesem Titel, die mehrere Hundert Exponate umfasst, eröffnete vor Kurzem die Gesellschaft für Geschichte und Erforschung der Region Angerburg „Wendrusz“. Wie ihr Vorsitzender Krzysztof Subocz im Gespräch mit Radio Allenstein erzählte, sind unter anderem Eissegeln, Rudervereine und die lokalen Fußballklubs Thema der Ausstellung. Zu finden ist diese in den Räumen des ehemaligen Bahnhofs in Angerburg, den sich die vor knapp drei Jahren gegründete Gesellschaft „Wendrusz“ mit dem Museum der Tradition der Eisenbahn teilt. Prunkstück ist ein fahrtüchtiges Eissegelboot mit Lenkrad vor dem Gebäude.U.H.


