19.04.2026

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Folge 08-24 vom 23. Februar 2024 / Aus den Landesgruppen der Landsmannschaft Ostpreußen e.V.

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 08-24 vom 23. Februar 2024

Aus den Landesgruppen der Landsmannschaft Ostpreußen e.V.

Bayern

Vorsitzender: Christoph Stabe, Ringstraße 51a, App. 315, 85540 Haar, Tel.: (089)23147021 stabe@low-bayern.de, www.low-bayern.de

Rominten – Eine Jagdlegende

Altmühlfranken – Freitag, 23. Februar, 19 Uhr, Gasthof Adlerbräu, Marktplatz, Gunzenhausen: Vorführung des Filmes „Rominten - Eine ostpreußische Jagdlegende“. Die Erinnerung an das jagdliche Leben in der ostpreußischen Heimat beginnt mit einem Wildessen und wird eingerahmt von Jagdhornbläsern. Jagdliche Stimmung ist damit garantiert. Alle Heimatfreunde und Interessierten an Rominten sind herzlich eingeladen. Eine telefonische Anmeldung bei Landsmann Bethke unter (09831) 80961 wurde erbeten.

Jürgen Danowski

Memel in Lichtbildern

Nürnberg - Dienstag, 27. Februar, 15 Uhr, Haus der Heimat, Imbuschstraße 1: Unsere Bezirksvorsitzende Heide Bauer aus Ansbach berichtet mit Lichtbildern über das Memelland, einem Ferienparadies für jung und alt. Hohe Dünen, Sand, Meer und Wogen. Kommen Sie mit! 


Bremen

Vorsitzender: Heinrich Lohmann, Geschäftsstelle: Parkstraße 4, 28209 Bremen, E-Mail: heinrichlohmann@gmx.de, Telefon (0421) 3469718

West- und Ostpreußentag

Bremen – Montag, 4. März, 15 Uhr, Einlass ab 14.15 Uhr, Hotel Robben Grollander Krug, Emslandstraße 30, Bremen-Grolland, BSAG-Linien 1 und 8, Haltestelle „Norderländerstraße“: Bremer West- und Ostpreußentag mit Königsberger Klops. Zu Beginn besteht die Gelegenheit, Kaffee und Kuchen zu bestellen. Gerne erfüllen wir den mehrfach geäußerten Wunsch, in unserem landsmannschaftlichen Kreis einen Bericht mit Bildern und Eindrücken aus dem Kaukasus (Georgien/Armenien) vorzutragen. Im Frühsommer des vergangenen Jahres waren einige Mitglieder und weitere Interessenten dort unterwegs und haben eine Region der ehemaligen UdSSR kennenlernen dürfen, die vielfältige Besonderheiten aufweist. Wir freuen uns, Ihnen diese zeigen zu können. 

Vor dem Klopsessen werden wir den traditionellen Pillkaller genießen. Die Zutaten werden dem Lokal von uns zur Verfügung gestellt. 

Gäste, die auf Fleisch verzichten möchten, können ein veganes Gericht aus der Speisekarte bestellen. Der Preis für das Essen, Königsberger Klops: 21,- Euro; Pillkaller: 3,20 Euro, wird von uns nicht mehr im Voraus kassiert, er wird im Lokal direkt mit der Bedienung abgerechnet. 

Wir benötigen Ihre Anmeldung, telefonisch bei Dagmar Schramm unter Telefon (04298) 698765 oder per E-Mail: heinrichlohmann@gmx.de, da wir die erforderlichen Portionen des Klops-essens im Voraus kostenpflichtig bestellen müssen.


Hamburg

Erster Vorsitzender: Hartmut Klingbeutel, Geschäftsstelle: Haus der Heimat, Teilfeld 8, 20459 Hamburg, Telefon (0178) 3272152

Neujahrsempfang

Hamburg – Freitag, 23. Februar, 12 Uhr, Haus der Heimat, Teilfeld 8, 20459 Hamburg: Neujahrsempfang des Landesverbandes der vertriebenen Deutschen in Hamburg.


Hessen

Stellv. Vorsitzender: Gerd-Helmut Schäfer, Rosenweg 28, 61381 Friedrichsdorf, Telefon (0170) 3086700

Wolfskinder

Kassel – Donnerstag, 7. März, 15 Uhr, Landhaus Meister, Fuldatalstraße 140: Treffen der Landsmannschaft Ost- und Westpreußen mit Bernd Brandes zum Thema „Authentische Lebensberichte von Wolfskindern“.


Nordrhein-Westfalen

Erster Vorsitzender: Klaus-Arno Lemke, Stellv. Vorsitzende: Dr. Bärbel Beutner, Arnold Schumacher Schriftführerin: Elke Ruhnke, Geschäftsstelle: Buchenring 21, 59929 Brilon, Telefon (02964)1037, Fax (02964) 945459, E-Mail: Geschaeft@Ostpreussen-NRW.de, Internet: Ostpreussen-NRW.de

Delegiertentagung

Oberhausen – Sonnabend, 23. März, 10 bis etwa 16 Uhr, Schenkendorfstraße 12, Haus Union: Delegierten- und Frühjahrstagung mit Vorstandswahlen und folgendem Programm: Begrüßung und Regularien, Feststellung der Beschlussfähigkeit, Berichte des Vorstandes, Beschlussfassung zur angepassten Satzung, Wahlen zum Vorstand; Frühjahrstagung mit Vortrag zu kulturellen und aktuellen Themen, Mittags- und Kaffeepause. 

Die Delegierten werden gesondert eingeladen und erhalten die Tagesordnung übersandt. Es wird um Anmeldung zur Tagung gebeten. Diese richten Sie bitte an E‑Mail: buero@ostpreussen-nrw.de oder an E-Mail: romagno@

ostpreussen-nrw.de. Das Tagungsentgelt beträgt 15,– Euro pro Person.Klaus-Arno Lemke

Nachruf

Der Vorstand der Landsmannschaft Ostpreußen, Landesgruppe Nordrhein-Westfalen e.V. verneigt sich in Trauer vor Dr. jur. Dr. rer. nat. Ehrenfried Mathiak (geboren am 8. April 1945, gestorben am 31. Januar).

Mathiak gehörte dem Vorstand von 1995 bis 2005 als Vorsitzender an. In dieser Zeit trat er für die Interessen und Anliegen der Ostpreußen in Nordrhein-Westfalen ein, insbesondere für die Erinnerung an das Vertriebenenschicksal und für die Würdigung der kulturellen Beiträge Ostpreußens und seiner Menschen zur gesamtdeutschen Kultur.

Beispiele für sein außerordentliches Engagement sind:

Ostkundlicher Schülerwettbewerb – der ursprüngliche Ansatz in thematischer und finanzieller Hinsicht wurde im Kalenderjahr 1996 heftig diskutiert. Mathiak trat unermüdlich für die Fortführung des von der Landesregierung in Nordrhein-Westfalen seit 1953 ausgeschriebenen Schülerwettbewerbes zu Themen wie Flucht, Vertreibung und Aussiedlung ein.

Ostpreußenfahrten – Die politische Wende um 1989 sowie der Nachbarschaftsvertrag zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Polen eröffnete neue Möglichkeiten, nach Ostpreußen zu reisen und dort Kontakte mit den in der Heimat verbliebenen Landsleuten zu knüpfen. Mathiak vertiefte mit diesen Ostpreußenreisen die Verbindungen zur Deutschen Minderheit in der Heimat. Andererseits wurden diese Ostpreußenreisen als Seminarreisen gestaltet, die für Mitreisende ohne persönlichen Bezug zu Ostpreußen eine Möglichkeit der Fortbildung eröffneten.

Preußische Treuhand – Mathiak gründete mit anderen engagierten Persönlichkeiten die Preußische Treuhand, um offene Rechtsfragen im Umgang mit dem konfiszierten Eigentum und deutschen Vermögenswerten zu klären. Es wurden verschiedene Rechtsverfahren bis zur höchsten richterlichen Ebene geführt. Sein letztes Anliegen war es, die geführten juristischen Verfahren für die weitere wissenschaftliche Aufarbeitung zu archivieren.

Ostpreußentreffen auf Schloß Burg (Nationale Gedenkstätte an Flucht und Vertreibung) – Aus der Kulturarbeit der Landesgruppe, unter dem Vorsitz von Mathiak, sind die Treffen der Landsmannschaft Ostpreußen auf Schloß Burg an der Wupper hervorgegangen. Professor Theodor Heuss, erster Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland, eröffnete 1951 die Gedenkstätte im Batterieturm. Diese Treffen wurden über einen Zeitraum von 15 Jahren durch die Landsmannschaft Ostpreußen organisiert und durchgeführt. Durch die Zusammenarbeit mit der Landsmannschaft Schlesien, der Pommerschen Landsmannschaft und dem Bund der Vertriebenen, Landesverband Nordrhein-Westfalen wurden die Treffen erweitert. Die Corona-Pandemie sowie umfangreiche Baumaßnahmen an der Burg unterbrachen diese beliebte Tradition. Seit 2023 werden die Landestreffen fortgesetzt.

Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen – Nach seiner Pensionierung im Jahre 2010 hat Mathiak etwa fünf Jahre in der Geschäftsstelle der Kulturstiftung beratend und unterstützend mitgearbeitet und war dabei auch zeitweise als Mitglied im Vorstand der Kulturstiftung kooptiert. Er wirkte ebenso beim Aufbau der Internetplattform „Kulturportal West-Ost“ mit.

Förderkreis Kirche Tharau / Ostpreußen e.V. – Mathiak arbeitete im Vorstand des Förderkreises Kirche Tharau / Ostpreußen e.V. mit. Ziel des Förderkreises war es, die Kirche als Kulturdenkmal zu restaurieren und für die Nachwelt zu erhalten. Die Restaurierung deutscher Baudenkmäler, um so die Spuren der Vergangenheit für die Nachwelt sichtbar zu machen, war ihm eine Herzensangelegenheit. Damit gehörte er zu den deutsch-russischen Initiativen im Königsberger Gebiet, die dieses Kulturgut für künftige Generationen retteten.

Tharau ist von besonderer Bedeutung, da Simon Dach anlässlich der Hochzeitsfeier der Anna Neander mit dem Pfarrer Johannes Portatius, das Lied „Anke van Tharaw / Ännchen von Tharau“ dichtete. Dieses Lied wurde durch Johann Gottfried Herder in seine Sammlung der Volkslieder aufgenommen. Der Vater von Anke Neander war Pfarrer in Tharau, ihrem Geburtsort. Der Förderkreis konnte Erhaltungsmaßnahmen an der Kirche durchführen und diese vor dem sicheren Verfall bewahren.

Mathiak stand der Landesgruppe Nordrhein-Westfalen der Landsmannschaft Ostpreußen bis zu seinen letzten Lebenstagen mit Rat und Tat zur Seite. Im November 2023 wurde er mit dem Goldenen Ehrenzeichen der Landsmannschaft Ostpreußen geehrt.

Sein Tod traf uns alle unerwartet, da er noch sehr aktiv und voller Pläne war. Wir werden Ehrenfried Mathiak vermissen, sein Rat und seine ausgleichende Art werden uns fehlen. Wir werden ihm ein ehrendes Gedenken bewahren.

Mit den Worten Immanuel Kants verabschieden wir uns von einem treuen Ostpreußen, liebenswerten Mitstreiter und Freund: „Wer im Gedächtnis seiner Lieben lebt, der ist nicht tot, der ist nur fern, tot ist nur, wer vergessen wird.“

Für den Vorstand der Landsmannschaft Ostpreußen, Landesgruppe Nordrhein-Westfalen e.V.

Jürgen Zauner als Ehrenvorsitzender, Klaus-Arno Lemke, Dr. Bärbel Beutner, Arnold Schumacher


Sachsen

Vorsitzender: Alexander Schulz, Willy-Reinl-Straße 2, 09116 Chemnitz, E-Mail: alexander.schulz-agentur@gmx.de, Telefon (0371) 301616

Neujahrsempfang

Chemnitz – Sonnabend, 10. Fe-bruar, fand der erste gemeinsame Neujahrsempfang des Regionalverbandes Chemnitz Süd-West-Sachsen des Landesverbands der Vertriebenen und Spätaussiedler mit den Landsmannschaften der Ost- und Westpreußen Landesgruppe Freistaat Sachsen e.V. und den Deutschen aus Russland statt. Unsere Vorsitzende Liane Labuhn eröffnete diese Veranstaltung mit der Begrüßung der Gäste aus Politik: Peter W. Patt, MdL, und Gerald Otto, MdL, vom Sächsischen Landtag der CDU-Fraktion, Kai Hähner, OMV Landesvorsitzender in Sachsen, und unseren Vertriebenen Beauftragten in Sachsen Dr. Jens Baumann vom Sächsischen Staatsministerium des Innern im Freistaat Sachsen. Als besonderen Gast konnten wir Hans-Jörg Froese, stellvertretender Sprecher der Landsmannschaft Ostpreußen, begrüßen.

Hier ein Auszug der Grußworte unserer Gäste. Unser Vertriebenen Beauftragter Baumann fand folgende Worte:

„Jahresempfang der Vertriebenen und Spätaussiedler in der Begegnungsstätte Chemnitz. Das Bild neben den Rednern zeigt eigentlich sehr gut, was die Gruppen des Verbandes in Sachsen auszeichnet: immer wieder Wurzeln schlagen, Ideen, Kultur zum Austreiben und Blühen bringen. Die zahlreichen Grußworte, so waren auch die engagierten CDU Landtagsabgeordneten Peter W. Patt und Gerald Otto zugegen, sprachen aus, was gar nicht mehr so selbstverständlich ist: Es gehört Mut dazu, die Kultur weiterzutragen und auf bestimmte Werte hinzuweisen wie Fleiß, Zusammenhalt, Respekt im gesellschaftlichen Umgang.

Die kulturellen Traditionen zeugen doch von einer Substanz, die uns auch heute noch bereichert, gerade in unserer so schnelllebigen Zeit, wo vieles gleich wieder untergeht ohne, dass es richtig da war. Auch das Einbringen in die Gestaltung der Kulturhauptstadt 2025 wurde diskutiert. In solchen Runden erlebe ich immer wieder das Anliegen, wie unsere Gesellschaft noch besser zusammengehalten wird, einer manchmal erlebbaren Vereinzelung weil man nur Seines sieht, entgegengewirkt werden kann. Was wir alle mehr brauchen und vor allem ausstrahlen sollten, auch die Politik, die Medien: Lust auf die Zukunft und durchaus Stolz auf das Geschaffene. Statt Pessimismus lieber Begeisterung.“

Baumann hat maßgeblich an der Erarbeitung unseres Grundsatzprogrammes mitgewirkt, sodass Folgendes festgehalten wurde:

„Das Recht auf die Heimat gilt fort. Wir treten in unserer historischen Verantwortung für ein internationales und europäisches Volksgruppen- und Minderheitenrecht und für das fortwährende Recht auf die Heimat, eigene Sprache und Kultur ein. Auch in einem vereinten Europa mit zunehmend offenen Grenzen erfüllen Heimatvertriebene und Volksgruppen eine wichtige Brückenfunktion zwischen den Nationen. Auch die Deutschen, die in ihrer Heimat außerhalb der Bundesrepublik Deutschland geblieben sind, können diese wichtige Funktion zwischen Deutschland und seinen Nachbarn beim weiteren Zusammenwachsen Europas wahrnehmen. Vertreibungen jeder Art müssen international geächtet und verletzte Rechte anerkannt werden. An unserer Politik der Aufnahme deutscher Spätaussiedler bei gleichzeitiger Verbesserung der Lebensgrundlagen in den Herkunftsgebieten halten wir fest.“

In seinem Grußwort des Bundesvorstands der Landsmannschaft Ostpreußen führte Hans-Jörg Froese unter anderem aus, dass „auch 79 Jahre nach Beginn von Flucht und Vertreibung aus ehemals angestammten deutschen Siedlungsgebieten hier in Sachsen, die Erinnerung und Herkunft gepflegt wird“, und „es eine Frage der Menschlichkeit ist, dass das Leid und die Erinnerungen der Zeitzeugen, das Unrecht an Millionen von Menschen ernst genommen werden und weiter, als Vermächtnis einer ganzen Generation in die Zukunft getragen werden“. „Daher sind auf Dauer angelegte Ausstellungen und Begegnungsstätten wie Knappenrode oder die Landesmuseen der ehemaligen Siedlungsgebiete besonders wichtig.“

Eine beeindruckende künstlerische Untermalung brachten uns die Geschwister Helena und Valentin Ehnert, mit Querflöte und Klavier, dar.

Mit fundiertem Wissen über die Historie der Altertums-Gesellschaft Prussia wurde uns diese von Froese in einem Vortrag nahegebracht. Von der Gründung der Gesellschaft im Jahre 1844 in Königsberg bis zur Gegenwart. Der Anspruch, die Bedeutung und die kulturellen Leistungen Altpreußens, Ost- und Westpreußens als Bestandteil der Kultur Deutschlands zu erforschen, sichtbar zu machen, zu pflegen und zu fördern sowie der in- und ausländischen Öffentlichkeit zu vermitteln, wurde dargelegt.

Der Jahresempfang endete mit guten Gesprächen und einem Ideenaustausch für die zukünftige Arbeit.Alexander Schulz

Johannisburg und Lyck

Dresden – Mittwoch, 6. März, 13 Uhr, Großenhainer Straße 96, 01127 Dresden: „Entwicklung der ländlichen Siedlungen, Dörfer und Städte in den Kreisen Johannisburg und Lyck“, Vortrag vom Kreisvertreter Klaus Downar


Schleswig-Holstein

Vorsitzender: Dieter Wenskat, Horstheider Weg 17, 25365 Offenseth- Sparrieshoop, Tel.: (04121) 85501, E-Mail: dieter.wenskat@gmx.de

Orte, die es nicht mehr gibt

Bad Schwartau – Es herrschten fast den ganzen Januar nasskalte Tage und „man mochte nicht mal den Hund nicht vor die Tür lassen“, aber auf Einladung unseres Vorsitzenden Axel Simanowski zur ersten Zusammenkunft im neuen Jahr hatten sich 25 Mitglieder entschlossen vor die Tür zu gehen und am Treffen zum Thema: „Verschwunden, Orte, die es nicht mehr gibt – Verlorene Dörfer in Masuren – eine Spurensuche“ teilzunehmen. Simanowski berichtete über verschiedene grenzüberschreitende Initiativen, die sich seit den 1990er Jahren auf die Suche nach Spuren machten, manchmal geben Mauerreste oder Knickwälle klägliche Hinweise auf vergangene Besiedlung. Dann kam er auf seine eigene Suche in seinen heimatlichen Gefilden im Kreis Angerburg zu sprechen, nach seinem kleinen alleinstehenden elterlichen Bauernhof, der heute von polnischen Menschen in Besitz genommen worden ist. Er ist Jahrgang 1941. Auch seine Familie trat die weite Flucht nach Westen vor der Welle der russischen Kriegsmaschine an, und sie kamen bis in die Nähe von Buxtehude, wo er aufwuchs. Heute ist er froh darüber, dass der Hof weiter betrieben wird. Es erweckt in ihm aber heute auch eine Sehnsucht, mehr über das frühere Leben um und auf dem Hof, seiner Geburtsstätte, zu erfahren. Auch der Familienfriedhof ist, zwar von der Natur überwuchert, noch da, und wurde von ihm in einen gepflegten Zustand versetzt. Er beginnt sich Fragen zu stellen und von seinem drei Jahre älteren Bruder mehr Wissen zu erlangen.

Anhand der Ostpreußenkarte und Bildern vom Gehöft und Friedhof schwenkt Simanowski um, und ist der Meinung, dass doch auch viele von uns ähnliche Schicksale hätten, von denen wir untereinander eigentlich viel zu wenig wüssten. Er bittet darum, Mut zu zeigen und auch über sein Schicksal mal zu berichten. Anhand der Karte könne man seinen ostpreußischen Wohnsitz zeigen und so über seine Flucht und heutige Verbindung zur Heimat erzählen. Obwohl nicht aufgezeigt, wurde Hans-Albert Eckloff aufgefordert: „Komm Hans, mach‘ Du den Anfang.“ Eckloff, Jahrgang 1941, erzählte über sich und seine Familie, den 175 Hektar großen Gutsbetrieb in Kerpen Kreis Mohrungen, über die Flucht mit Pferd und Wagen, vom Vater, der seine Familie noch bis zur Bahnstation Salfeld begleitete und wieder an die Front ging, wo er drei Tage später dann in Elbing gefallen ist. Die Jugendzeit erlebte Eckloff in der DDR, bei den jungen Pionieren, und dann folgte die zweite Flucht in die BRD, nur mit einem Koffer in der Hand, seine Mutter mit drei Kindern – wieder ein Anfang – wieder ganz von vorne. Eckloffs Mutter hat ihre Lebenserinnerungen sehr umfangreich aufgeschrieben, sodass daraus ein kleines Buch wurde. Immer wieder habe er nach seinem Berufsleben darin gelesen und sei, dadurch inspiriert, viele Male nach Ostpreußen gefahren, nicht um nur den inzwischen fast zur Ruine verfallenen Gutshof immer wieder anzusehen, sondern Ostpreußen in seiner Gänze, der Geschichte, die Ordensburgen und Schlössern, die Romintener Heide, den historisch und technisch berühmten Oberländischen Kanal besser kennenzulernen und die besungenen Wälder und Seen zu genießen.

Als nächstes erzählte Gerd Thralau, Jahrgang 1936. Er stammt aus Königsberg – auf der Pave und aus einer Eisenbahner Dynastie. Ruhig und besonnen erzählte auch er seine Geschichte. Mit der Lokomotive ist die Familie von Königsberg bis Pillau geflohen, und von dort per Schiff zunächst bis nach Kolberg, dann nach Küstrin und weiter nach Stettin und über Land dann schließlich bis nach Schleswig-Holstein, wo er dann auch seinen Beruf zum Eisenbahner fand. Fahrdienstleiter, Bahnhofsvorsteher und schließlich als Feldoberrat hatte er für den gesamten Güterverkehr von Lübeck die Verantwortung zu tragen. Sein Hobby ist auch die Bahn von den Anfängen bis heute. Darüber hat er in unserer Ortsgruppe schon mal einen Vortrag gehalten. Auf der dargebotenen Karte von Königsberg konnte er über jeden Schienenstrang seine eigene Geschichte erzählen.

Die Schatzmeisterin Gisela Rowedder, Jahrgang 1938, auch in Königsberg geboren, erinnert sich, dass ihre Familie in der Nähe einer Flakstellung wohnte, und sie zunächst 1944 nach Wehlau zur Verwandtschaft umziehen mussten. Hier haben sie auch das letzte Mal ihren Vater gesehen, der bis heute als vermisst gilt. Sie wohnten dann wieder in ihrem Haus und flohen im Januar 1945 mit einem Kohlenschiff bis Pillau, um dort in ein größeres Schiff umzusteigen. Ihre jüngere kranke Schwester saß in einem Schlitten, mit dem sie nun über Bord gezogen werden sollte. Als ihre Mutter das sah, brach sie die Flucht ab und wartete auf eine neue Gelegenheit, die nach ein paar Tagen später gegeben war. Diesmal klappte die Überfahrt von Königsberg bis Pillau, von dort mit der Gustloff bis Gotenhafen und mit der Kap Arcona bis Neustadt in Schleswig-Holstein und von hier gleich in die Kaserne nach Eutin. Ein Bauer aus Holstendorf kam eines Tages und holte sie zu sich ab. Nach der Vereinigung ist sie mit ihrem Mann und der Mutter 1991 nach Königsberg gefahren und hat das Haus unzerstört vorgefunden. An einige Kleinigkeiten konnte sie sich noch erinnern.

Hannelore Unruh, Jahrgang 1933, schloss sich mit ihrem Erlebten an. Die Zeit lief uns davon und wir mussten zu Ende kommen. Aber seine Idee, uns Mitglieder über unsere Heimat, Flucht und Beziehung zur Heimat, zum Reden zu bringen, ist grandios und sollte weitergeführt werden. Es sind noch viele Mitglieder da, die über ihr Schicksal reden könnten, aber dass ein nächstes Mal.

Zum Abschluss sangen wir unser Heimatlied und wünschen uns einen guten Heimweg. H.-A. E.

Jahreshauptversammlung

Burg auf Fehmarn – Sonnabend, 24. Februar, 15 Uhr, Haus im Stadtpark, Burg: Jahreshauptversammlung der Landsmannschaft „Ost-, Westpreußen und Danzig“. 

Vereinigte Landsmannschaften Flensburg (VLM Fl) e.V.

Flensburg – Mittwoch, 6. März, 15 Uhr, TSB-Heim, Eckener Straße: Kaffeetafel mit anschließendem Vortrag von Uwe Steinhoff: „Die Einweihung des Nord-Ostsee-Canals durch den Kaiser“. 

Es wird um Anmeldung gebeten bei Frau Kunde unter Telefon (0461) 91170 oder per E-Mail: 

rehekunde@aol.com oder bei Herrn Legies unter Telefon (0461) 32006 oder per E-Mail: hans.legies@t-online.de.


Gerdauen

Kreisvertreter: Walter Mogk, Am Eichengrund 1f, 39629 Bismark (Altmark), Tel. (0151) 12305377, Gst.: Doris Biewald, Blümnerstraße 32, 04229 Leipzig, Telefon (0341) 9600987, geschaeftsstelle @kreis-gerdauen.de

Hauptkreistreffen 

Bad Nenndorf – Wochenende, 5. bis 6. Oktober, Bahnhofstraße 8, Hotel Esplanade: Hauptkreistreffen.

Übernachtungsmöglichkeiten stehen im Hotel Esplanade ausreichend zur Verfügung. Unter dem Buchungsstichwort „Hauptkreistreffen Gerdauen“ können Doppelzimmer (130 Euro) und Einzelzimmer (85 Euro) mit Frühstück ab sofort reserviert werden. Bitte richten Sie ihre Anfragen an das Hotel Esplanade, Bahnhofstraße 8, 31542 Bad Nenndorf, Telefon (05723) 798110, E-Mail: kontakt@hotel-esplanade. Außerdem können Sie sich zwecks Vermittlung anderer Unterkünfte an die Tourist-Information Bad Nenndorf, Hauptstraße 4, 31542 Bad Nenndorf, Telefon (05723) 748560, E-Mail: tourist-info@badnenndorf.de, Internet: www.badnenndorf.de, wenden.

Wir freuen uns sehr, Sie in Bad Nenndorf begrüßen zu dürfen. Das Programm des Treffens wird derzeit erarbeitet und rechtzeitig an dieser Stelle, in unserem Heimatbrief und auf unserer Internetseite unter www.kreis-gerdauen.de veröffentlicht.Walter Mogk


Bund Junges Ostpreußen

Vorsitzende: Ingrun Renker Gst.: Buchtstr. 4, 22087 Hamburg, Tel.: (040) 4140080, E-Mail: kontakt@junge-ostpreussen.de, www.junge-ostpreu­ssen.de

Kulturzentrum Ostpreußen

Ellingen – Wochenende, 22. bis 24. März: Reise in das Kulturzentrum Ostpreußen, gelegen im beeindruckenden Deutschordensschloß Ellingen in Bayern. Dieses Kulturzentrum widmet sich der reichen Geschichte und Kultur Ostpreußens und bietet eine einzigartige Gelegenheit, unser kulturelles Erbe in einem historischen Ambiente zu erleben. 

Neben der Besichtigung des Kulturzentrums planen wir, die charmante Umgebung von Ellingen zu erkunden und gemeinsame Momente in dieser historischen Stadt zu genießen. Bitte beachtet, dass die Teilnehmerzahl begrenzt ist, um ein intensives und persönliches Erlebnis zu gewährleisten. 

Anmeldungen für diese spannende Reise nehmen wir bis zum 25. Februar entgegen. Bitte sendet eure Anmeldung per E-Mail an: kontakt@junge-ostpreussen.de. 

Der Eigenbeitrag (BJO-Mitglieder: 30,– Euro, Anwärter & Fördermitglieder: 35,– Euro, Nicht-Mitglieder: 50,–Euro) ist bis zum 25. Februar unter dem Stichwort „Ellingen November 2024 <eigener Name>“ auf das Konto des BJO zu entrichten. Weitere Informationen unter: www.junge-ostpreussen.de.

Weitere Veranstaltungen: Sonnabend, 1. Juni: Ostpreußentreffen in Wolfsburg; Sonntag, 23. Juni: virtueller Stammtisch des BJO; Donnerstag, 25. Juli bis Mittwoch, 31. Juli: Sommerfahrt nach Ostpreußen; Donnerstag, 3. Oktober bis Sonntag, 6. Oktober: Bundesversammlung des BJO; Sonntag, 10. November: virtueller Stammtisch des BJO.

Bund Junges Ostpreußen 

Filmreihe

BdV Hessen Digital – Dienstag, 27. Februar, 18 Uhr, CULTURE TO GO, www.youtube.com/culturetogo: „MITGENOMMEN - Objekte erzählen Geschichte(n)“ Beitrag #9 | „Die Fotos meiner Eltern“ von Gabriela Zessin.

In der Filmreihe „MITGENOMMEN – Objekte erzählen Geschichte(n)“ werden persönliche Geschichten von Heimatvertriebenen, Flüchtlingen sowie Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedlern anhand von Objekten erzählt. Mit diesem medialen Projekt macht der BdV-Landesverband Hessen auf die deutsche Kultur und Geschichte im östlichen Europa aufmerksam. Dieses mediale Projekt des BdV-Landesverbandes Hessen, in Kooperation mit Marc Stengel, wird durch das Hessische Ministerium des Innern und für Sport gefördert.