25.01.2026

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Folge 9-24 vom 01. März 2024 / weltweites Engagement / Nicht nur in der Ukraine / Die chinesische Regierung geht von 336 Biolaboren mit US-Beteiligung rund um die Welt aus

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 9-24 vom 01. März 2024

weltweites Engagement
Nicht nur in der Ukraine
Die chinesische Regierung geht von 336 Biolaboren mit US-Beteiligung rund um die Welt aus

Das Militär der Vereinigten Staaten von Amerika betreibt in etlichen Staaten der Welt Biolabore, die prinzipiell auch für die Entwicklung von biologischen Waffen genutzt werden können. In etlichen Fällen existieren Hinweise darauf, dass von dieser Möglichkeit auch Gebrauch gemacht wird. So kommt es im Umfeld der Einrichtungen immer wieder zu mysteriösen Krankheitsausbrüchen.

Hierzu legten die bulgarische Journalistin und Gründerin der Nichtregierungsorganisation Arms Watch, Dilyana Gaytandzhieva, und der norwegische Reporter Ragnar Skre umfangreiches fotografisches oder schriftliches Beweismaterial vor. Darüber hinaus veröffentlichte das Verteidigungsministerium in Washington selbst Informationen über die Einrichtungen im Ausland, die offiziell allerdings nur der „Abwehr von biologischen Gefahren“ dienen sollen.

Solche Biolabore gibt es nach US-Angaben in den afrikanischen Staaten Senegal, Guinea, Sierra Leone, Liberia, Elfenbeinküste, Kamerun, Uganda, Kenia und Tansania. Dazu kommen weitere Einrichtungen in den drei zentralasiatischen Republiken Kasachstan, Usbekistan und Kirgisistan sowie in Aserbaidschan, Jordanien, Pakistan, Laos, Thailand, Kambodscha, Vietnam, Malaysia und den Philippinen. Ebenso finanzieren die USA Biolabore in der Ukraine (siehe oben) und der Kaukasusrepublik Georgien. Dabei ist die Liste der tatsächlich involvierten Staaten wohl noch deutlich länger.

Die Regierung in Peking geht von 336 Biolaboren mit US-Beteiligung rund um die Welt aus. Eine zentrale Rolle scheinen die Forschungseinrichtungen in Georgien zu spielen, allen voran das nach dem 2019 verstorbenen US-Senator Richard Green „Dick“ Lugar benannte Richard Lugar Center for Public Health Research (LRC) unweit des Flughafens von Tiflis, das vom Pentagon bereits 350 Millionen US-Dollar auf dem Umweg über die DTRA erhalten hat.

Neben der DTRA soll auch das Walter Reed Army Institute of Research (WRAIR) die Beschäftigung mit biowaffentauglichen Erregern im Ausland koordinieren und steuern. Außer auf eigene Dienststellen und Einrichtungen greift das Pentagon in zunehmendem Maße auch auf Privatunternehmen zurück, die nicht zur Rechenschaft gegenüber dem Kongress verpflichtet sind und somit leichter im Geheimen agieren können. Zu diesen Firmen gehören TMC Global Professional Services, Booz Allen Hamilton, Metabiota, Black & Veach und CH2M Hill. Allein der letztgenannte DTRA-Subunternehmer kassierte in den vergangenen Jahren über 361 Millionen US-Dollar für die Einrichtung und Unterhaltung von Biolaboren im Ausland.W.K.