Die US-amerikanische Bürgerrechtsvereinigung Right to Know hat Dokumente über geplante Experimente mit Coronaviren veröffentlicht, nachdem sie den Zugang zu den Regierungsinformationen erstritten hatte. Aus den Unterlagen geht hervor, dass die chinesische Corona-Expertin Shi Zhengli vom Institut für Virologie Wuhan und der britisch-amerikanische Zoologe Peter Daszak im März 2018 einen gemeinsamen Antrag auf finanzielle Förderung von Forschungen an Fledermaus-Coronaviren stellten.
Daszak handelte im Auftrag der angeblichen Nichtregierungsorganisation EcoHealth Alliance, die hauptsächlich von US-Bundesbehörden wie dem Verteidigungs- und dem Heimatschutzministerium sowie der US-Behörde für internationale Entwicklung finanziert wird. Allerdings verweigerte die Defense Advanced Research Projects Agency (DARPA) die Finanzierung, und das, obwohl sie dem Pentagon untersteht. Ihr schien das Vorhaben zu riskant, denn das Sicherheitskonzept von Shi und Daszak wies erhebliche Mängel auf. Erste Belege für diese Vorgänge fand 2023 die Recherchegruppe D.R.A.S.T.I.C.
Right to Know kann anhand der freigegebenen Unterlagen nachweisen, dass die Experimente mit dem Coronavirus trotz der DARPA-Ablehnung stattfanden. So kaufte EcoHealth bei dem Unternehmen New England Biolabs spezielle Enzyme, die notwendig sind, um tierische Coronaviren zu manipulieren und für Menschen ansteckend zu machen. Alles deutet darauf hin, dass diese Arbeiten nicht in den USA, sondern in Wuhan durchgeführt wurden. Noch ist unklar, woher die Mittel dafür kamen, ob aus Peking oder einer geheimen Geldquelle in den USA. Ungeachtet dessen hat der prominente Molekulargenetiker Richard Ebright vom Waksman Institute of Microbiology die neuen Enthüllungen mit den Worten kommentiert: „Es gibt keinerlei Raum für vernünftige Zweifel daran, dass EcoHealth und seine Partner die Corona-Pandemie verursacht haben.“W.K.

