Termine
Altmühlfranken – Sonnabend, 23. März, 10 Uhr, Kulturzentrum Ostpreußen, Schloß Ellingen: Ostpreußische Landeskulturtagung. Anmeldung bei Landsmann Bethke unter Telefon (09831) 80961.
Donnerstag, 25. April, 19 Uhr, Gasthof Adlerbräu, Marktplatz, Gunzenhausen: heimatliches Essen, Hering mit Pellkartoffeln; feiner Humor aus Preußen: Vicco von Bülow im Film „Pappa ante portas“.
Freitag, 24. Mai, 19 Uhr, Gasthof Adlerbräu, Marktplatz, Gunzenhausen: gemeinsames Essen, Currywurst; Pommersches Kalenderblatt, ein Gang durch die pommersche Geschichte von und mit Edith Richter.
Sonnabend, 15. Juni, 15.30 Uhr, Karlshalle am Karlsplatz, Ansbach: Vortragsveranstaltung aus Anlass seines 300. Geburtstages „Immanuel Kant in Königsberg - Der Weltgelehrte in seiner Welt“ mit Jörn Pekrul, Berlin.
Freitag, 26. Juli, 19 Uhr, Kastaniengarten im Röschelskeller: Sommerabend der Landsmannschaften. Im August ist Sommerpause.
Freitag, 20. September, 19 Uhr, Gasthof Adlerbräu, Marktplatz, Gunzenhausen: gemeinsames Essen, Pommersche Kartoffelsuppe; Pommern in Brasilien, ein Reisebericht von Magdalena Kempin-Palatini.
Sonnabend, 2. November, 10 Uhr, Kulturzentrum Ostpreußen, Schloß Ellingen: Ostpreußische Landeskulturtagung, Anmeldung bei Landsmann Bethke unter Telefon (09831) 80961.
Freitag, 22. November, 19 Uhr Gasthof Adlerbräu, Marktplatz, Gunzenhausen: gemeinsames Essen, Königsberger Klopse; Film „Geheimsache Kopernikus“, wie in Ostpreußen ein neues Weltbild entstand.
Sonntag, 22. Dezember, 15.30 Uhr, Hofstelle Loos, Sausenhofen: vorweihnachtlicher Nachmittag mit Kaffee und Kuchen, Gedichten und Geschichten aus dem historischen Nordosten Deutschlands.
Bericht
Altmühlfranken – Schon im Jahr 1949, gleich nach Gründung der Bundesrepublik Deutschland, haben sich die aus dem Nordosten unseres zerrissenen Vaterlandes geflüchteten, vertriebenen, geretteten Landsleute in ihren Landsmannschaften zusammengefunden. Diese Landsmannschaften waren und sind Stütze und Trost für den unvorstellbaren Verlust heimatlicher Identität, der generationslang nachwirkt. Auch in Gunzenhausen hat sich 1950 ein Kreis heimattreuer Ost- und Westpreußen zusammengetan, der zu einer großen landsmannschaftlichen Gemeinschaft herangewachsen ist. In einem Zeitungsausschnitt von 1965 heißt es, dass im dicht besetzten Saal des Hotels „Krone“ das 15-jährige Bestehen unserer Gruppe der „Landsmannschaft der Ost- und Westpreußen, Danziger und Pommern“ begangen wurde. Es war eine Festveranstaltung, geleitet von der Vorsitzenden Apothekerin Gertrud Heumann, die „in ihrer ungeschminkten, herzlichen Art stets den rechten Ton treffend“ das Stadtoberhaupt Bürgermeister Wust begrüßte, der zusammen mit dem Quartett des Chorvereins Liederkranz 1834 selbst Lieder unseres westpreußischen Dichters Herrmann Löns angestimmt hat. In weiser Voraussicht hat die damalige Vorsitzende unserer Landsmannschaft die Landsleute ermahnt: „Laß Dir die Fremde zur Heimat, niemals aber die Heimat zur Fremde werden!“
Nach diesem Wort haben unsere Landsleute, haben wir gehandelt und gelebt: Franken ist uns zur zweiten Heimat geworden, ohne dass uns die Heimat im historischen Nordosten Deutschlands zur Fremde geworden ist. Wir haben, vor allem nach Öffnung der Grenzen nach der Wende von 1990, den Kontakt zu unserer Herkunftsheimat im Osten, vor allem zu den dort verbliebenen Landsleuten gewahrt. Erst im vergangenen November haben wir den nördlichen Teil der dreigeteilten ostpreußischen Provinz, das nun litauische Memelland mit der beeindruckenden Kurischen Nehrung und dort lebende Landsleute besucht.
Nach unserer Gedenkfeier aus Anlass des 50-jährigen Bestehens unserer Kreisgruppe der Landsmannschaft im Jahr 2001, die wir im Jagdschlößchen mit Altbürgermeister Willy Hilpert und unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Gerhard Trautner begehen durften, steht nun also im nächsten Jahr 2025 das 75-jährige Bestehen unserer Gruppe der Landsmannschaft an. Wir werden des Schicksals der Vertreibung, unserer Gründung und unseres Beitrages für das historische Bewusstsein sowie für das gesellschaftliche Leben im Landkreis Altmühlfranken in würdiger Form gedenken.
Bevor wir an unser 75-jähriges Bestehen herangehen, steht aber das noch junge Jahr 2024 mit einer Vielzahl von interessanten und geselligen Veranstaltungen vor uns. Wir sind Preußen, staatsbejahend und pflichtbewusst. Wir lassen uns nicht von politischen Beschimpfungen beeindrucken, wir sind traditionell weltoffen, stehen aber unverrückbar zu Heimat, Volk und Vaterland ganz im Sinne des Wortes unseres Preußenkönigs Friedrichs des Großen von 1757: „Es wird das Jahr stark und scharf hergehen, aber man muß die Ohren steif halten und Jeder, der Ehre und Liebe für das Vaterland hat, muß alles daran setzen.“
In diesem Sinne sind Sie, Ihre Freunde, Verwandten und Bekannten herzlich eingeladen. Bleiben Sie unserer heimatlichen Gemeinschaft weiterhin treu und verbunden.Jürgen Danowski
Eisenbahn in Ostpreußen
Hof – Sonnabend, 9. März, 15 Uhr, Jahnheim, Jahnstraße 5: Die Eisenbahn in Ostpreußen
Kulinarisches Ostpreußen
Hof – Bereits zur Mittagszeit begrüßte Vorsitzender Christian Joachim im Februar die Mitglieder zur Monatsversammlung mit gemeinsamem Essen. Nach den Glückwünschen an die Geburtstagskinder der vergangenen Wochen servierte Wirtin Sabine Knoll die Königsberger Klopse. Danach folgten der Prominente des Monats, eine kleine Spurensuche zur Geschichte des beliebten Gerichts und von Peter von Lossow vorgetragen „Die Geschichte der Cholesterinchen“. Anschließend nahm Joachim die Anwesenden mit in die kulinarische Welt der Heimat. Ostpreußen mit seinen fruchtbaren Böden und der anliegenden Ostsee bot die besten Voraussetzungen für einen reich gedeckten Tisch. Er bedauerte, dass nur wenige Rezepte aus der ostpreußischen Küche heute noch gekocht werden. Typische Gerichte wie Hecht im Backteig, ostpreußische Fischsuppe und Dämpfkarbonade, also Schweinekoteletts, findet man am ehesten noch in Berlin, wo früher viele ostpreußische Mamsells eine Anstellung hatten. Im Westen Deutschlands sind mehr die Spirituosen Bärenfang und Danziger Goldwasser und das Königsberger Marzipan bekannt. Der Schriftsteller Günter Grass verewigte Rezepte wie Aal grün oder Kutteln in seinen Romanen. Im vergangenen Jahr stellte die Lübecker Ausstellung „Grass kocht“ das Kulinarische seines Werkes in den Mittelpunkt. Andere leckere Speisen aus der Heimat wie Nikolaikener Maränen, Königsberger Fleck und die vielen Quarkgerichte oder ostpreußisch Glumse durften in dem Bericht nicht fehlen. Mit dem alltäglichen Frage- und Antwortspiel ostpreußischer Familien: „Hat’s geschmeckt? – Ja!, Bist du satt? – Ja!, Willst du mehr? – Ja“, schloss Joachim seine Ausführungen.
Königsberger Klopse
Zur Geschichte der Königsberger Klopse hatte die zweite Vorsitzende recherchiert. Wie sie richtig zubereitet werden, darüber gehen die Meinungen auseinander. Auch an der voll besetzten Tafel im Jahnheim wurde darüber eifrig diskutiert. Sind bei der einen Familie die Sardellen und Kapern unverzichtbar, so wird bei der nächsten heftig bestritten, dass beides im ursprünglichen Rezept vorhanden gewesen sei. Überliefert sind als Grundlage für die Hackbällchen in jedem Fall reines Kalbfleisch, unter das gehackte Sardellen gemischt wurden. Die Soße wurde mit Zitronenschale, Kapernsäure und Anchoviswürze verfeinert.
Benannt ist die ostpreußische Spezialität nach der Provinzhauptstadt Königsberg. In Ostpreußen kam der sogenannte Soßklops oder Saure Klops nur an Sonn- oder Feiertagen auf den Tisch.
Nach Auffassung des Fernsehkoches Alfons Schuhbeck machte der Philosoph Immanuel Kant die Königsberger Klopse hoffähig. Der sparsame Philosoph ließ im 18. Jahrhundert seinen Gästen des Öfteren die Hackbällchen servieren. Verbreitet wurden die Sauren Klopse im restlichen Deutschland durch die ostpreußischen Mamsellen, die als Küchenhilfen nach Berlin oder München kamen. Durch deren heimatliche Rezepturen tauchte das Gericht in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts auf den Speisekarten der Berliner Restaurants auf.
Die Bezeichnung „Königsberger Klopse“ soll sich nach Filmautor Jörg Teuscher erst um 1900 durchgesetzt haben. Der Begriff Klops wurde vermutlich vom französischen „escalope“ oder englischen „collops“ für kleine Fleischscheiben abgeleitet.
Im „Universal-Lexikon der Kochkunst“ von 1886 wird für die Klopse dann, wie heute üblich, gehackte Rind- und Schweinefleisch verwendet. Die helle Soße wird aus einer Einbrenne, also Butter, Mehl, Brühe und Salz, hergestellt und mit Wein, Essig, Sardellen, Kapern und feinem Senf abgelöscht. Die Zugabe von Salzhering oder Sardellen richtete sich laut Überlieferung nach dem gesellschaftlichen Stand der Familie. In Masuren kommt heute noch Hering in das Hackfleisch. Der Klopsteig wird mit Ei, Zwiebel, einem eingeweichten Brötchen, Gewürzen und den klein gehackten Sardellen zu den Hackbällchen geformt, die danach in der hellen Soße garen. Beilagen sind je nach Familientradition Salzkartoffeln oder Kartoffelpüree, Rote Beete oder Gurkensalat.
Aber egal, welches Familienrezept verwendet wird, die Königsberger Klopse zählen auch heute noch zu den Leibspeisen vieler Deutscher.Jutta Starosta
West- und Ostpreußentag
Bremen – Montag, 4. März, 15 Uhr, Einlass ab 14.15 Uhr, Hotel Robben Grollander Krug, Emslandstraße 30: Bremer West- und Ostpreußentag mit Königsberger Klops. Bitte bei Dagmar Schramm unter Telefon (04298) 698765 oder per E-Mail: heinrichlohmann@gmx.de, anmelden.
Wolfskinder
Kassel – Donnerstag, 7. März, 15 Uhr, Landhaus Meister, Fuldatalstraße 140: Treffen der Landsmannschaft Ost- und Westpreußen mit Bernd Brandes zum Thema „Authentische Lebensberichte von Wolfskindern“.
Sagen und Märchen
Oldenburg – Mittwoch, 13. März, 15 Uhr, Stadthotel: Wir machen einen Abstecher in die Welt der ostpreußischen Sagen und Märchen. Mitglieder und Freunde sind herzlich willkommen.Gisela Borchers
Vortrag
Dresden – Mittwoch, 6. März, 13 Uhr, Großenhainer Straße 96: „Entwicklung der ländlichen Siedlungen, Dörfer und Städte in den Kreisen Johannisburg und Lyck“, Vortrag vom Kreisvertreter Klaus Downar.
Vereinigte Landsmannschaften Flensburg (VLM Fl) e.V.
Flensburg – 22 Mitglieder sowie zwei Gäste waren am 15. Februar in das TSB-Heim gekommen, um zunächst – wie üblich – ein üppiges Grünkohl-Essen zu genießen und anschließend an der Mitgliederversammlung teilzunehmen. Nach der Begrüßung erhoben wir uns im Gedenken an unsere in 2023 verstorbenen Mitglieder: Ursula Dinnups, Annechristel Pollack, Johanna Schwennesen und Arnold Kuchenbäcker. Auch wenn es einen nicht änderbaren Ablauf im Leben des Menschen darstellt, ist der Tod immer ein schmerzlicher Eingriff. Viele Erinnerungen an Gemeinsamkeiten und Begegnungen sind dann eben nur noch Erinnerungen.
Der anschließende Bericht des Vorsitzenden fasste die Ereignisse des abgelaufenen Jahres kurz zusammen, bevor die Kassenwartin den abgeschlossenen Haushalt erläuterte. Der Verein ist gut aufgestellt und weiterhin in einer akzeptablen finanziellen Situation. Die Kassenprüferinnen konnten erneut eine sorgfältige sowie über alle Zweifel erhabene Haushaltsführung bescheinigen und eine Entlastung vorschlagen; sie wurde gerne gewährt. Auch der Haushaltsentwurf 2024 steht auf soliden Beinen. Die erforderliche Wahl zum Vorstand, wieder professionell von Mitglied Siegfried Höfer als Wahlleiter durchgeführt, ging zügig über die Bühne. Für die zu wählenden Posten des Vorsitzenden, der Schriftführerin sowie von zwei Beisitzern hatten sich die bisher Verantwortlichen zu einer Weiterarbeit bereit erklärt, zusätzliche Wahlvorschläge gab es nicht. So war der alte Vorstand auch der neue. Abschließend gab der Vorsitzende einen Überblick über die kommenden Veranstaltungen wie Mittwoch, 6. März, 15 Uhr, TSB-Heim, bitte vorher anmelden, und besonders über die Juni-Fahrt nach Eckernförde, bevor er mit uns zum Abschied das Ostpreußen- wie Pommernlied sang. Michael Weber
Zur Mitgliederversammlung
Mölln – Die Ortsgruppe (OG)Mölln hatte durch ihre neue Vorsitzende Ulla Guttowski zu einer Mitgliederversammlung am 15. Februar eingeladen. Nachdem der Vorsitzende Schumacher und seine Frau aus gesundheitlichen Gründen die Gruppenleitung aufgeben mussten, schien das Ende der OG gekommen. Im Frühjahr 2023 bot sich der Unterzeichner als Vertreter des Landesvorstandes und auch selbst Mitglied der OG an, die Gruppe weiterhin zu Treffen und Veranstaltungen ohne Mandat zu organisieren. Das tat er, bis sich Guttowski und weitere Mitglieder entschlossen, die Führung der OG zu übernehmen. So wurde Ulla Guttowski, zur Vorsitzenden, Joachim Oelerich als Schriftführer und Kirsten Hoffman als Schatzmeisterin gewählt.
Die OG hat zurzeit 44 Mitglieder. Zur Mitgliederversammlung konnte die Vorsitzende 27 Teilnehmer, insbesondere den Vorsitzenden der Landesgruppe Dieter Wenskat und Hans-Albert Eckloff, Schriftführer der Landesgruppe der LO, sowie Silke Gauer von der Ortsgruppe Ratzeburg begrüßen. Es folgte eine Gedenkminute zur Totenehrung von Esle Lange und Traute String.
In ihrem Rückblick auf die Arbeit des Vorstandes des letzten Jahres wies Guttowski auf die vorgenannten Veränderungen im Vorstand der OG, sowie die Busfahrt in die Holsteinische Schweiz hin.
Oelerich verlas sodann das Protokoll von der letzten Sitzung und Hilke Hoffmann gab den Kassenbericht ab. Die Kassenprüfer hatten keine Beanstandungen vorzutragen. Oelerich verlas den Prüfbericht und stellte den Antrag auf Entlastung des Vorstandes, der einstimmig angenommen wurde. Als zweite Kassenprüferin wurde Gauer einstimmig gewählt. Als erste Kassenprüferin rückt Dagmar Möller auf.
Dann stellte Oelerich die Frage nach einer Absenkung des Jahresbeitrages von 16 auf 10 Euro zur Diskussion. Es gab keine Wortmeldung dazu. Es wurde sodann einstimmig der Beschluss gefasst: Der Beitrag ab 1. Januar beträgt 10 Euro pro Person und Jahr.
Weiterhin wurde beschlossen, die Treffen der OG auf viermal im Jahr zu begrenzen. Der nächste Termin ist am 19. Mai. Hierzu wird aber noch eingeladen. Gauer verwies dann auf das Deutschlandtreffen der Landsmannschaft am 1. Juni in Wolfsburg. Sie bot an, dass sie einen Bus ordern würde, der dann Mitglieder von Ratzeburg, Mölln, Schwarzenbek und Lauenburg aufnehmen könnte. Sie bat um Bekanntmachung des Termines und Anmeldung von Teilnehmern bei ihr. Der Bus würde als Tagestour um 7 Uhr ab Ratzeburg eingesetzt werden.
Nach diesem Prozedere der Vereinsregularien bat die Vorsitzende um ein paar Worte des Landesvorsitzenden Wenskat. Er betonte insbesondere, dass es ihm eine Herzensangelegenheit sei, dass wir Ostpreußen uns zu unserer Heimat bekennen und unsere OG im Lande und auch Einzelmitglieder wichtig für die politische Unterstützung unseres Bundesverbandes sind. Er sprach seinen Dank aus, dass die OG Mölln weiterhin bestehen bleibt, und verwies aber auch auf den Rückgang der Mitgliederzahl aus Altersgründen auf der ganzen Bundesebene. Im Saarland gibt es keine Landesgruppe mehr.
Dann berichtete er von seinen Fahrten, auch gemeinsam mit Eckloff, nach Ostpreußen und sein Engagement in der Kreisgemeinschaft Elchniederung und insbesondere darüber, eine Orgel aus der stillgelegten Kirche in Sasel bei Hamburg, die nach einer Renovierung in die ebenfalls renovierte Kirche in Heinrichswalde im Königsberger Gebiet überführt wurde (siehe Bericht: PAZ 8/2024 und in der nächsten Ausgabe). Dafür hat er ein Visum bis 2026 zur Einreise in die Enklave erhalten. Einzig und alleine die polnische Grenzabfertigung haben ihm bei der Überführung erhebliche Schwierigkeiten bereitet, indem sie durch die Kontrolle der Papiere und des Objektes die Überführung sehr verzögert hatten und er sich wiederholt vor Ort einschalten musste. Er wünscht der OG weiterhin eine gute Vereinsarbeit. Guttowski bedankte sich für seinen Besuch der OG und seine Ausführungen.
Eckloff stellte eine zukünftige Reise über Danzig nach Ostpreußen, mit einer Schifffahrt auf dem Oberländischen Kanal, Besichtigung der Wolfsschanze, Heilige Linde, Nikolaiken, einer Flussfahrt auf der Krutinna sowie einem Folkloreabend vor; nähere Informationen hierzu wird er den Mitgliedern zusenden.
Für seinen aufopfernden Einsatz in der Gruppe und für die OG überreichten Guttowski und Hoffmann anschließend Oelerich einen Gutschein als Dankeschön der OG.
Mit einem Dank an die Mitglieder für ihr zahlreiches Erscheinen, dem Lied „Keiner schöner Land“ und dem Ostpreußenlied schloss die Vorsitzende die Mitgliederversammlung.Hans-Albert Eckloff
Ostpreußenfahrt im Sommer
Die Reise über Pommern nach Ostpreußen mit Bus und Schiff findet von Donnerstag, 27. Juni, bis Sonntag, 7. Juli, statt.
1. Tag: Fahrt ab Lehrte mit Zustieg in Potsdam, Führung durch Schloss Sanssouci, Stadtführung in Stettin, Übernachtung im Schlosshotel „Bernsteinpalast“ in Pommern, dem früheren Gutshaus Strekenthin.
2. Tag: Auf den Spuren von Bismarck in Pommern: Führung in Schloss Varzin, heute eine Forstfachschule, Besuch der Villa Red in Stolpmünde, einstige Sommerresidenz des „Eisernen Kanzlers“. Übernachtung im pommerschen Ferienort Leba.
3. Tag: Halbinsel Hela und Danzig, Busfahrt über die Halbinsel Hela und anschließend Schiffsfahrt von Hela durch die Danziger Bucht nach Gdingen. Besichtigung der Dreistadt Gdingen-Zoppot-Danzig. Stadtführung und Übernachtung in Elbing.
4. Tag: Preußische Schlösser im Oberland: Wir besuchen die Ruine des Dohna-Schlosses Schlobitten, danach Fotostopp in Finckenstein und Januschau. Nach einem Fotostopp am Oberländischen Kanal werden wir in Osterode zu einem gemütlichen Kaffeetrinken bei der „Deutschen Gesellschaft Tannen“ in Osterode erwartet. Übernachtung im restaurierten einstigen Gut Gallingen südlich von Bartenstein.
5. Tag: Allenstein und Masuren: Nach einer Führung über Gut Gallingen besuchen wir die Hauptstadt des Ermlandes und Masurens – Allenstein. Neben der Stadtführung wird der Besuch in der Stiftung Prussia ein besonderer Höhepunkt dieses Tages sein. Anschließend geht es weiter nach Masuren, in der Nähe von Rastenburg besuchen wir mit Eichmedien ein weiteres einstiges deutsches Gutshaus in Ostpreußen, dass vorbildlich restauriert ist und heute als Gästehaus und Firmenzentrale genutzt wird. In Zondern besuchen wir das Anwesen der Familie Dikti. Die Familie lebt hier schon seit mehr als 200 Jahren und hat Höhen und Tiefen der Geschichte Ostpreußens miterlebt. Frau Dikti erzählt aus ihrem bewegten Leben beim Rundgang durch das Bauernhofmuseum. Dazu gibt es den leckeren selbst gebackenen Kuchen der Hausfrau. Unser heutiger Übernachtungsort ist Lötzen. Bei der Stadtführung hat man einen besonders schönen Ausblick vom renovierten und per Lift zugänglich gemachten Lötzener Wasserturm.
6. Tag: Masurenrundfahrt: Wir besuchen Nikolaiken, von hier geht es per Schiff ganz in den Süden Masurens nach Niedersee [Ruciane Nida] am Rande der Johannisburger Heide. In Eckertsdorf besichtigen wir das Philliponen-kloster und auf der Kruttinna werden wir zu einer romantischen Bootsfahrt erwartet. Am Abend wollen wir in Lötzen noch die Feste Boyen näher erkunden.
7. Tag: Tauroggen und Memelland: Heute geht es vom Gebiet der Republik Polen in das der Republik Litauen, in Tauroggen besuchen wir symbolisch den für Preußen so wichtigen Ort der Konvention gegen Napoleon. Danach geht es auf den Rambynas im Memelland mit einem Blick hinüber nach Ragnit und Tilsit. Unser Übernachtungsort wird Heydekrug sein.
8. Tag: Zur freien Verfügung. Für alle, die daran interessiert sind, wird die Reiseleitung einen fakultativen Tagesausflug zu Fuß über die Luisenbrücke nach Tilsit und in die Elchniederung vorschlagen. Für alle anderen besteht die Möglichkeit, den Tag individuell zu gestalten oder an einem Ausflug in das Memeldelta mit der Rus-Insel teilzunehmen.
9. Tag: Nach dem Frühstück fahren wir mit dem Schiff durch das Memeldelta und vorbei am Windenburger Eck über das Kurische Haff nach Nidden. Nach einer Fahrt per Bus auf die Hohe Düne bleibt der Nachmittag in Nidden zur freien Verfügung.
10. Tag: Nidden, Memel und Polangen: Am Vormittag geht es mit unserem Gästeführer durch Nidden mit Besuch des Thomas-Mann-Hauses, des alten Friedhofs und der evangelischen Kirche. Anschließend erreichen wir Memel, bei der Stadtrundfahrt wird auch der von der deutschen Minderheit gepflegte Soldatenfriedhof besucht. Am Nachmittag wollen wir den litauischen Badeort Polangen mit einer Führung durch das sehr sehenswerte Bernsteinmuseum besuchen. Gegen Abend steht noch ein Altstadtspaziergang durch Memel und ein Abendessen in einem hübschen Restaurant in der Memeler Altstadt auf dem Programm, bevor wir unsere Außenkabinen auf der Fähre nach Kiel beziehen.
11. Tag: An diesem Seetag haben wir die Möglichkeit, die vielen Eindrücke unserer Reise gemeinsam Revue passieren zu lassen, bevor unsere Fähre gegen 19.30 Uhr in Kiel festmacht. Von hier Heimreise mit Ausstiegsmöglichkeiten am Hauptbahnhof in Kiel, am Hauptbahnhof in Hamburg sowie in Lehrte.
Informationen zur Reise und die genaue Reisebeschreibung kann erfragt werden bei Dieter Wenskat, Telefon (04121) 85501 oder Hubert Geiger, Telefon (07462) 565.
Treffen in Rastenburg
Rastenburg – Mittwoch, 1. Mai, Tag der Arbeit, bis Donnerstag, 9. Mai, Christi Himmelfahrt: gemeinsame Busfahrt nach Rastenburg. Als Ausgangs- und Endpunkte der Fahrt sind Magdeburg und Berlin geplant.
Wer Interesse daran hat, sollte sich umgehend bei Rita Kalmbach unter Telefon (039245) 2828 oder per E-Mail: er-kalmbach@t-online.de melden.
Alternativ gibt es noch die Möglichkeit der eigenen Anreise per Auto, Eisenbahn oder Flugzeug und Leihwagen. Vor Ort können dann gemeinsame Unternehmungen verabredet werden.
Bitte dann individuell die Zimmer innerhalb des Zeitfensters vom 1. bis 12. Mai im Hotel Koch, ul. Sportowa 1, PL-11-400 Kętrzyn, E-Mail: kochsportowa@wp.pl, Telefon (0048 89) 7511093, buchen.


