26.08.2026

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Folge 10-24 vom 08. März 2024 / Meldungen

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 10-24 vom 08. März 2024

Meldungen

Musliminnen in Frauenhäusern

Berlin – Von den 6444 Frauen, die vergangenes Jahr in Deutschlands Frauenhäusern Schutz gesucht haben, um ihren gewalttätigen Partnern oder Familienmitgliedern zu entkommen, waren nur 2007 gebürtige Deutsche. Das geht aus einem Bericht des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes für 2023 hervor. Von dem Immigrantinnenanteil von 69 Prozent stammten 14 Prozent aus Syrien, 7,3 Prozent aus der Türkei, 6,9 Prozent aus Afghanistan, 5,3 Prozent aus dem Irak, 3,9 Prozent aus Marokko und 3,2 Prozent aus dem Iran. Auf diese sechs islamisch geprägten Länder konzentriert sich das Phänomen der häuslichen Gewalt gegen Frauen. Und die Konzentration nimmt zu, wie die bundesweite Statistik des Vereins Frauenhauskoordinierung (FHK) mitteilte. Hingegen gab es bei den deutschen Frauen einen Rückgang um etwa drei Prozent gegenüber dem Vorjahr.W.K.





Einheitswippe vor dem Aus?

Berlin – Nach jahrelangen Verzögerungen beim Bau des sogenannten Einheitsdenkmals auf dem Berliner Schlossplatz ist in der Schlussphase des Projekts ein neues Problem aufgetaucht. Bereits im Dezember 2023 hatte die für die Umsetzung des Denkmals zuständige Agentur „Milla & Partner“ dem westfälischen Stahlbauunternehmen gekündigt, das mit der Fertigung der 120 Tonnen schweren Denkmalkonstruktion beauftragt worden war. Im Februar meldete das Stahlbauunternehmen zudem Insolvenz an. Die 50 mal 18 Meter große Denkmalkonstruktion ist bislang jedoch nur zu 85 Prozent fertiggestellt. Nach Darstellung des Stahlbauunternehmens stehen ihm für Mehrarbeiten, die über den ursprünglichen Vertragsrahmen hinausgegangen sind, noch Zahlungen im sechsstelligen Bereich zu. Das Unternehmen erklärte zudem, dass ihm im vergangenen Jahr permanent Änderungswünsche an der Stahlkonstruktion mitgeteilt worden seien.H.M.





Viele Ärzte resignieren

Berlin – Bei einer Sitzung des Petitionsausschusses räumte Gesundheitsminister Karl Lauterbach Fehler bei der Reform des Gesundheitswesens ein. So stelle die Digitalisierung eine Mehrbelastung für die Ärzte dar, die Beibehaltung der Budgetierung und der Arzneimittelregresse sowie der Rückgang der Medizinstudienplätze werde dazu führen, dass der Ärztemangel zunehme, und zwar nicht nur bei den niedergelassenen Hausärzten, sondern auch in fast allen Facharztgruppen. Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, kritisierte, dass das ambulante System seit Jahren kaputtgespart werde. Der Bürokratieaufwand wachse ständig, und es fehle an Personal. Immer mehr Ärzte, Psychotherapeuten und Helfer resignierten und flüchteten aus dem System. Gassen fordert Maßnahmen wie die im Koalitionsvertrag vereinbarte Entbudgetierung innerhalb von Wochen und nicht erst in einigen Jahren.MRK