Erhöhtes Risiko
Kopenhagen – Die Corona-Impfstoffe von BioNTech/Pfizer, AstraZeneca und Moderna sollen für eine deutliche Zunahme von „unerwünschten Ereignissen von besonderem Interesse“ innerhalb von 42 Tagen ab der Injektion verantwortlich sein. So liege das Risiko, an einer Herzmuskelentzündung zu erkranken, nach der Gabe der dritten Dosis des AstraZeneca-Vakzins sieben Mal höher als bei konventionellen Vor-Corona-Impfstoffen. Zu diesem Ergebnis ist eine 35-köpfige internationale Forschergruppe unter der Leitung der Epidemiologin Kristýna Faksová vom dänischen Statens Serum Institut (SSI) gekommen. Im Rahmen der bisher umfangreichsten Studie über den kausalen Zusammenhang zwischen der Verabreichung der Corona-Impfstoffe der drei Hersteller und dem Auftreten schwerwiegender Gesundheitsschäden wurden die Daten von über 99 Millionen Probanden in acht Ländern der Erde ausgewertet.W.K.
„Job-Turbo“ gescheitert
Nürnberg – Die „Job-Turbo“-Initiative, in deren Rahmen 500.000 Flüchtlinge aus der Ukraine sowie 600.000 „Schutzsuchende“ aus den acht größten Asyl-Herkunftsländern beschleunigt in den deutschen Arbeitsmarkt integriert werden sollten, ist offensichtlich auf ganzer Linie gescheitert. Wie der „Job-Turbo“-Sonderbeauftragte der Bundesagentur für Arbeit, Daniel Terzenbach, mitgeteilt hat, gehen von rund 2,4 Millionen „Geflüchteten“ im arbeitsfähigen Alter nach wie vor zwei Drittel keiner sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nach. Bei den ukrainischen Frauen sank die Abgangsrate aus der Arbeitslosigkeit sogar von 1,7 auf 1,2 Prozent und bei den ukrainischen Männern von 3,4 auf 2,4 Prozent im Vergleich zum Anfang des Vorjahres. Terzenbach führt dies auf mangelnde Kinderbetreuungsmöglichkeiten sowie die schlechte konjunkturelle Lage zurück, die Neueinstellungen derzeit allgemein erschwere.W.K.
EZB versucht vorzubeugen
Frankfurt – Weil die Europäische Zentralbank (EZB) befürchtet, dass Angriffe von Computerhackern Europas Finanzsysteme bedrohen und gar zum Kollabieren bringen können, hat sie einen Katalog mit 476 Fragen an etwa hundert Bankhäuser in Europa verschickt, um herauszufinden, wo Schwachstellen liegen und mit welchem Schaden man schlimmstenfalls rechnen muss. Parallel zu der Befragung unterzieht die EZB 28 systemrelevante Banken in der EU einem realen Stresstest, in dessen Verlauf die Institute nachweisen sollen, dass sie in der Lage sind, nach einem Hacker-Angriff schnellstmöglich wieder zum Tagesgeschäft zurückzukehren. Anlass hierfür dürfte ein Vorfall in den USA vom vergangenen November sein. Damals war die ICBC-Bank Attacken von Cyber-Kriminellen der russischen Gruppe Lockbit zum Opfer gefallen, was auch Auswirkungen auf den Handel mit US-Schatzbriefen hatte. W.K.


