Aus für Gender-Forschung
Gainesville – Die staatliche University of Florida in Gainesville hat beschlossen, sämtliche Gender-Projekte zu stoppen und alle Mitarbeiter, die sich bislang mit den Themen Vielfalt, Gerechtigkeit und Inklusion befasst haben, zu entlassen oder auf andere Arbeitsplätze umzusetzen. Damit will die siebtgrößte Universität der USA mehrere Millionen Dollar pro Jahr einsparen, die den Studenten zugutekommen sollen. Die Universitätsleitung folgte bei ihrem Schritt den politischen Vorgaben der Regierung des Bundesstaates Florida unter dem republikanischen Gouverneur Ronald DeSantis, der in letzter Zeit zu einem der konsequentesten Vorkämpfer des Konservatismus in den USA avancierte. So ist es in Florida inzwischen strikt verboten, Personen aufgrund ihrer Hautfarbe, ethnischen Herkunft oder sexuellen Orientierung in irgendeiner Weise zu bevorzugen oder zu fördern.W.K.
Polen fordert Ausnahmen
Warschau – Polens Regierung setzt sich angesichts anhaltender Bauernproteste dafür ein, dass die EU einige Regelungen ihrer Agrarpolitik aussetzt oder abändert. Entsprechende Gespräche mit der EU-Kommission hat der stellvertretende Außenminister Andrzej Szejna (Neue Linke) gegenüber polnischen Medien bestätigt. Als Argument führt die Regierung an, dass für die ukrainische Konkurrenz im Osten die EU-Restriktionen nicht gelten. Der Green Deal der EU und die Marktöffnung für ukrainische Agrarprodukte sind Hauptpunkte bei den Bauernprotesten. Polens Minister für EU-Angelegenheiten erklärte, der Green Deal sei mit der Vorgängerregierung ausgehandelt worden und müsse nun geändert werden. Szejna kündigte gegenüber dem Radiosender ZE Maßnahmen wie Grenzblockaden und einseitige Zölle gegen die Ukraine an, sollten die Verhandlungen mit der EU zu lange dauern.H.M.
Drohende Katastrophe
Ulaanbaatar/New York City – In der Mongolei herrscht derzeit eine extreme Schnee- und Eis-Wetterlage, in deren Verlauf bereits mehr als eineinhalb Millionen Nutztiere verendet sind. Auslöser dieses Wetterphänomens namens „Eiserner Dzud“ sind heftige Schneestürme zum Jahreswechsel, denen ein Temperatursturz auf minus 47 Grad folgte, der mit weiteren Neuschneemengen von 60 Zentimetern einherging. Der Schnee bedeckt nun fast neun Zehntel der Fläche des zentralasiatischen Binnenstaates und sorgt für einen gravierenden Futtermangel. Zusätzlich zu dem Tiersterben müssen die Mongolen auch noch eine starke Teuerung bei Nahrungsmitteln und Treibstoffen verkraften. Deshalb droht nach Angaben des Kinderhilfswerkes der Vereinten Nationen (UNICEF) in der Mongolei nun eine humanitäre Katastrophe, die besonders jene 190.000 Haushalte des 3,3 Millionen Einwohner zählenden Staates zwischen Russland und China treffen könnte, die von der Viehzucht leben.W.K.


