Verfrühter Ruf nach Senkung
Wiesbaden – Laut Angaben des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden ist die Inflation im Februar auf zweieinhalb Prozent gesunken. Das wäre der niedrigste Wert seit dem Juni des Jahres 2021. Deshalb ertönt nun der Ruf nach Zinssenkungen. Vor diesen warnen jedoch Experten wie der Chefvolkswirt der Deutschen Bank, Robin Winkler, und der Präsident der Bundesbank, Joachim Nagel. Sie verweisen insbesondere auf die sogenannte Kerninflation, die weiterhin bei 3,4 Prozent liegt. Bei der Berechnung der Kerninflation werden die ständig schwankenden Preise für Energie und Nahrungsmittel ausgeblendet, um zu ermitteln, wie stark die Teuerung in den zentralen Wirtschaftsbereichen ist. Und diese Kerninflation dürfte auch in den kommenden Monaten kaum sinken. Das resultiert vor allem aus der Entwicklung der Löhne. Diese stiegen vergangenes Jahr um durchschnittlich sechs Prozent, weswegen die Europäische Zentralbank „Zweitrundeneffekte“ bei den Preisen befürchtet.W.K.
Prämien für Nicht-Weiße
Redmond – Beim US-amerikanischen Software- und Technologieunternehmen Microsoft Corporation haben Angehörige „rassischer und ethnischer Minderheitengruppen … Anspruch auf Prämien“. Das geht aus dem „Diversity and Inclusion Report“ des Konzerns für 2023 hervor. Die Prämie beträgt bei Schwarzen oder Latinos 0,4 und bei Asiaten 1,2 Prozent des Gehalts. Ein ähnliches Prinzip gilt bei der Bezahlung von Frauen. Deren Lohnplus gegenüber männlichen Kollegen beträgt 0,7 Prozent. Kritiker dieser Prämien halten sie für ungesetzlich, da sie beispielsweise gegen den Genetic Information Nondiscrimination Act (GINA) von 2008 verstießen.W.K.


