19.04.2026

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Folge 12-24 vom 22. März 2024 / Migration / Unternehmen gründen statt Bürgergeld kassieren / Trotz des niedrigen Männeranteils machen sich in Polen viele ukrainische Flüchtlinge selbstständig

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 12-24 vom 22. März 2024

Migration
Unternehmen gründen statt Bürgergeld kassieren
Trotz des niedrigen Männeranteils machen sich in Polen viele ukrainische Flüchtlinge selbstständig

Derzeit leben nach offiziellen Angaben 952.000 ukrainische Flüchtlinge auf dem Territorium der Republik Polen, fast 50.000 weniger als im Februar 2023. Die meisten ukrainischen Flüchtlinge gibt es in Masowien, die wenigsten in Masuren. Ukrainische Staatsangehörige bilden nach wie vor mit großem Abstand die zahlenmäßig größte Gruppe von Ausländern in der Republik Polen. Sie machen etwa 80 Prozent aller Ausländer aus, die sich auf dem Territorium des Staates niedergelassen haben, denn bevor die ukrainischen Flüchtlinge kamen, lebten bereits eine halbe Million Ukrainer als Gastarbeiter dort. Die territoriale Verteilung der ukrainischen Staatsbürger, die sich in Polen niedergelassen haben, ist nach Angaben des polnischen Ausländeramtes durch eine Konzentration in Woiwodschaften mit großen städtischen Ballungsräumen gekennzeichnet.

Der Vertreter des Ausländeramtes, Jakub Dudziak, erklärte vor der Presse, dass insgesamt 1,49 Millionen Ukrainer eine gültige Aufenthaltsgenehmigung für Polen hätten, von denen 459.000 schon vor Beginn des Krieges eine gültige befristete Aufenthaltsgenehmigung besessen hätten. Sie hätten eine Aufenthaltsgenehmigung erhalten, weil sie als Gastarbeiter schon seit vielen Jahren in Polen einer Beschäftigung nachgingen. 

Vor allem Breslau ist bei den Ukrainern sehr beliebt. Dort leben 50.000 ukra-inische Flüchtlinge, während in der Hauptstadt Warschau, die fast dreimal so viele Einwohner hat, nicht einmal doppelt so viele ukrainische Flüchtlinge eine Unterkunft gefunden haben. Breslau bietet fast ebenso vielen ukrainischen Flüchtlingen ein Exil wie die ganz Frankreich. 

Frauen und Kinder machen etwa 87 Prozent der Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine in der Republik Polen aus. Männliche Ukrainer hat es – aus Furcht vor einer möglichen Abschiebung aus Polen – vor allem nach Deutschland verschlagen, das fast niemanden abschiebt, nicht einmal Kriminelle, wenn in deren Land Krieg herrscht. 

Nach Angaben des Wirtschaftsportals „InfoCredit“ gründeten Ukrainer im Jahr 2022 in Polen rund 17.500 Unternehmen. 2023 wurden 13.100 Geschäftsgründungen ukrainischer Bürger in der Republik Polen registriert. Das heißt, dass in Polen ukrainische Flüchtlinge derart viele Unternehmen gegründet haben, dass die Aufnahme dieses Personenkreises für das aufnehmende Land zu einem gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Gewinn geführt hat, während in Deutschland acht von zehn Geflüchteten aus der Ukraine ungeachtet des vergleichsweise hohen Männeranteils Bürgergeld beziehen, also dem Steuerzahler zur Last fallen. Die beste Integration von Migranten findet indes durch Arbeit und nicht mit Bürgergeld statt. 

Die meisten Unternehmen haben 

Ukrainer in Masowien um Warschau und in Niederschlesien um Breslau gegründet, wo allein schon die Hälfte aller Ukrainer in der Republik Polen lebt. Im Jahr 2022 stand das Friseur- und Kosmetikgewerbe mit 2144 von Ukrainern gegründeten Unternehmen an der Spitze. Es folgten softwarebezogene Tätigkeiten mit fast 2000 Unternehmen) und die Baubranche mit 1243 Unternehmen. Bob