Ruf nach einem „Polexit“
Warschau - Wenige Wochen vor den im April anstehenden Kommunalwahlen weiten sich die Proteste polnischer Landwirte gegen die Agrarpolitik der EU und gegen ukrainische Agrarexporte immer mehr aus. In ganz Polen haben sich mittlerweile rund 180 Initiativen der Protestbewegung der Bauern angeschlossen. Zu den Forderungen der Landwirte gehört die Zurücknahme des „Green Deals“, mit dem die EU Europa „klimaneutral“ machen will. Die protestierenden Landwirte befürchten, dass die von der EU geplanten Vorschriften zu Pestiziden und Flächennutzung ihren wirtschaftlichen Ruin bedeuten. Zudem richten sich die Proteste gegen die Aussetzung von Zöllen und Einfuhrbeschränkungen für Agrarprodukte aus der Ukraine durch die EU. Im Zuge der Proteste tauchen mittlerweile immer öfter auch Transparente auf, in denen ein „Polexit“, ein Austritt Polens aus der EU gefordert wird. H.M.
Gefahr eines Atomschlags
London – Die „Financial Times“ hat unter Verweis auf 29 geheime russische Dokumente, die dem Blatt zugespielt worden sein sollen, berichtet, dass die russischen Streitkräfte bereit seien, unter bestimmten Umständen auch taktische Atomwaffen gegen die Volksrepublik China einzusetzen. Den Unterlagen nach sollen Atomschläge gegen die Volksbefreiungsarmee erfolgen, wenn ein länger andauernder militärischer Konflikt mit China oder gar ein Eingreifen der USA drohe. Dann müsse es absolute Priorität haben, beide Gegner bereits in der Anfangsphase des Krieges „auszunüchtern“, um eine Eskalation zu vermeiden. Die Entscheidung für die nukleare Option im Falle des Versagens konventioneller Mittel könnte hier also deutlich schneller fallen als im aktuellen Ukrainekrieg. Dass die russischen Planer Derartiges zu erwägen scheinen, könnte aus der Befürchtung resultieren, dass Peking ganz Zentralasien unter seine Kontrolle bringen wolle.W.K.
Angriffe auf US-Kirchen
Madison – Seit 2020 wurden in den USA mehr als 400 katholische Kirchen Opfer von Angriffen. Dies meldet die Interessenvertretung CatholicVote. Dabei nahmen die Attacken von 2020 bis 2022 kontinuierlich zu. Waren es 2020 noch 60 Angriffe, so stieg deren Zahl im Folgejahr auf 82. 2022 gab es einen Sprung auf 143. 2023 ging die Zahl auf 104 Anschläge zurück. Im laufenden Jahr sind bislang 13 derartige Vorfälle zu konstatieren. CatholicVote weist darauf hin, dass die Angriffe, die von Schmierereien über enthauptete Jesus- oder Heiligenfiguren bis hin zu Brandstiftung reichen, nur sehr selten Konsequenzen für die Täter haben. Vor diesem Hintergrund hat der republikanische Senator aus Florida, Marco Rubio, den Präsidenten der USA und erklärten „gläubigen Katholiken“ Joe Biden aufgefordert, Maßnahmen zu ergreifen, denn das Ganze sei „Teil eines größeren Trends fanatischer Aktivisten, religiöse Institutionen ins Visier zu nehmen“.W.K.


