19.04.2026

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Folge 12-24 vom 22. März 2024 / Meldungen

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 12-24 vom 22. März 2024

Meldungen

Hohe Zahl an Insolvenzen

Halle – Die Zahl der Insolvenzen von Personen- und Kapitalgesellschaften in der Bundesrepublik ist im Februar auf den höchsten Wert seit 2016 gestiegen. Davor gab es allerdings zwischen 2001 und 2011 deutlich mehr Pleiten. Dies ermittelten Forscher des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH). Die von ihnen gezählten 1193 Pleiten waren elf Prozent mehr als im Januar 2024 und 43 Prozent mehr als im Februar 2023. Besonders viele Insolvenzen gab es in Berlin, Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg. Gemessen an der Bevölkerungszahl gab es im letzten Vierteljahr am meisten Firmenpleiten in den beiden größten Städten der Bundesrepublik und die wenigsten in den mitteldeutschen Flächenstaaten. Das IWH erwartet auch für die Monate März und April sehr viele Insolvenzen. W.K.





Holländer investieren

Schwerin – Niederländische Unternehmen wollen in Mecklenburg-Vorpommern über 200 Millionen Euro investieren. Entsprechende Pläne wurden nach dem Besuch von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) und einer Wirtschaftsdelegation in den Niederlanden bekannt gegeben. Der genossenschaftlich organisierte Lebensmittelhersteller Cosun aus Breda will bis zu 150 Millionen Euro in die Erweiterung der Anklamer Zuckerfabrik und in die Weiterentwicklung der Bioethanolproduktion in Mecklenburg-Vorpommern investieren. Das niederländische Unternehmen Aviko Rixona plant zudem bis zu 60 Millionen Euro für die Erweiterung des Kartoffelwerks in Stavenhagen ein. Das Werk war 2020 von Unilever an Aviko Rixona verkauft worden. In Stavenhagen wird Ware für bekannte Marken wie Pfanni und Knorr produziert. Die Niederlande sind der drittwichtigste Außenhandelspartner für Mecklenburg-Vorpommern.H.M.





KaDeWe sucht Käufer

Berlin – Nach der Insolvenz der Signa-Gruppe des österreichischen Investors René Benko ist die Beratungsgesellschaft Roland Berger damit beauftragt worden, Kaufinteressenten für die KaDeWe-Gruppe zu suchen. Dazu gehören neben dem namensgebenden Berliner Luxus-Kaufhaus auch das Oberpollinger in München und das Alsterhaus in Hamburg. Alle drei Immobilien gehören wie auch die Galeria Karstadt Kaufhof GmbH der insolventen Signa-Gruppe. Nach Unternehmensangaben hat die KaDeWe-Gruppe im vergangenen Geschäftsjahr das umsatzstärkste Jahr der Unternehmensgeschichte gehabt. Der Umsatz lag mit knapp 728 Millionen Euro um fast 24 Prozent über dem Vor-Corona-Jahr 2018/19. Die KaDeWe-Group hat beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung angemeldet. Laut dem Unternehmen haben die hohen Mieten, die das Unternehmen an Signa-Gesellschaften zahlen muss, ein nachhaltig ertragreiches Wirtschaften nahezu unmöglich gemacht.H.M.