19.04.2026

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Folge 12-24 vom 22. März 2024 / Leserforum

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 12-24 vom 22. März 2024

Leserforum

Wir vererben nur Ruinen

Zu: Erst die Steckdose, dann der Teller (Nr. 10)

Aufgrund der famosen Gesetzgebung der Ampelregierung dürfen jetzt wertvolle Ackerböden großflächig mit Photovol­taikanlagen überbaut werden. Auf diesen Flächen ist jetzt und auch künftig Landwirtschaft nicht mehr möglich. Mit Geld werden die Landwirte und Kommunen gekauft, um diese Flächen an die Photovoltaikkonzerne zu verpachten. Bis jetzt beträgt die Lebensdauer der Photovol­taikanlagen 20 Jahre. Was passiert nach 20 Jahren? Werden die Betreiber die Anlagen erneuern?

Bleiben die Anlagen als Ruinen stehen? Sicher ist, wir vererben nachfolgenden Generationen riesige Schulden, einen Haufen Ruinen und verkleinerte landwirtschaftliche Flächen. Ich schäme mich, der jetzigen Generation anzugehören.

Gerhard Wagner, Ratingen






Mehr Wehrgerechtigkeit

Zu: Dienstpflicht: CDU prescht vor (Nr. 9)

Ich habe es für keinen Fehler gehalten, nach meinem Abitur an einem Gymnasium und vor einem Philologiestudium eine 15-monatige Wehrpflicht absolvieren zu müssen. Seinerzeit gab es auch noch einen etwas längeren Ersatzdienst für die deutschen Kriegsdienstverweigerer. Heiner Geißler von der CDU engagierte sich damals als Bundesfamilienminister sehr bei diesem Thema und war um „Wehrgerechtigkeit“ bemüht, was ich unverändert für sehr wichtig halte.

Stefan Hilse, Wiesbaden






Vergessener Schmerz?

Zu: Veteranentag in Planung (Nr. 9)

Als ich Anfang der 1980er Jahre an einem deutsch-französischen Schüleraustausch in der Stadt Caen (Normandie) teilnahm, waren die Emotionen bei der älteren Bevölkerung bezüglich des Zweiten Weltkriegs noch nicht verflogen. Deutschen wurde zum Teil mit Argwohn begegnet. Ein Franzose sagte in einem beiläufigen Gespräch mit uns Schülern: „Ein Deutscher ist ein Dichter, zwei Deutsche sind ein Dichter und ein Denker; aber drei Deutsche zusammen sind eine Kriegsgefahr.“ Ich muss immer wieder an diesen Satz denken, wenn ich die Politiker Anton Hofreiter (Grüne), Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP) und Roderich Kiesewetter (CDU) über „den Krieg nach Russland tragen“ sprechen höre. 

Es macht mir Angst, wie sorglos manche Politiker das Wort eines Kriegs, an dem Deutschland beteiligt sein sollte, im Munde führen. Wissen sie eigentlich, was das bedeuten würde? Sind das ganze Leid und der Schmerz über die Millionen Toten und Verletzten auf allen Seiten der jüngeren Geschichte vergessen?

Dr. Eibe Hinrichs, Knüllwald






Bundeswehr im Einsatz?

Zu: Einladung zum Napoleonischen Picknick (Nr. 9)

Sollten in der nachgestellten Schlacht bei Jonkendorf, über die der Autor berichtet, nicht vielleicht französische Streitkräfte Präsident Macrons in napoleonischen Uniformen eingesetzt worden sein? Bei den preußischen Truppenteilen, die auf russischer Seite kämpften, handelte es sich vermutlich um Soldaten der Bundeswehr, die sich im Eifer des Gefechtes im unübersichtlichen Gelände verlaufen 

haben. Wenn dies, wie – scherzhaft – zu vermuten ist, zutrifft, dann passt es ja auch ins Bild, dass nach der Schlacht den Teilnehmern und Zuschauern kulinarische Genüsse geboten wurden, denn eine gute Küche gehört zur kulturellen Tradition Frankreichs.

Vielen Dank jedenfalls für diesen erhellenden Bericht über eine „Veranstaltung, die Tradition mit Gegenwart, Bildung mit Unterhaltung verbindet und Geschichtsliebhaber sowie Familien auf der Suche nach einem unvergesslichen Erlebnis anlockt“.

Georg Schirmers, Köln






AFD-Geld stinkt nicht

Zu: Ampeldämmerung (Nr. 9)

Die katholischen Bischöfe haben – eilfertig gefolgt von der kommissarischen Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland – ihr Anathema (Bannfluch, d. Red.) über die AfD gesprochen. Sie haben damit AfD-Mitglieder und -Wähler ausgegrenzt. Nicht ausgegrenzt jedoch haben die hochwürdigen Herren und die hochwürdige Dame die Kirchensteuer der AfD-Anhänger. Letztere sollen zwar keinen Zugang mehr zu kirchlichen Ämtern haben, aber ihrer Kirchensteuer steht auch weiterhin der Zugang zu den diversen Kirchenkassen offen.

Sollten es die hohen kirchlichen „Würdenkrieger“ etwa mit dem römischen Kaiser Vespasian (69–79 n. Chr.) und dessen Sohn und Nachfolger Titus halten, welche bei der Einführung der Urinsteuer in Rom zu der Erkenntnis gelangten: „Pecunia non olet“ – Geld stinkt nicht?

Edelbert Breu, Sulzbach-Rosenberg 






Eine Regierung ohne Plan

Zu: Ampeldämmerung (Nr. 9)

Das mit der „Unbeirrbarkeit“ (der Politiker, d. Red.) ist brillant auf den Punkt gebracht. Man könnte auch soweit gehen, dass sich diese Regierung (wie früher der Papst) für „unfehlbar“ hält. Die Auflösung der Trennung von Staat und Kirche muss die Alarmglocken klingeln lassen, denn das war ein klares Zeichen des Faschismus, jeden Winkel des Reiches oder der nachfolgenden DDR zu kontrollieren.

Eine Bischöfin, die sich für Waffenlieferungen ausspricht, ist schon den zehn Geboten entrückt, aber Bischöfe, die Christen vorschreiben, welche Partei sie nicht wählen dürfen, sind schon eher in der Politik angesiedelt und haben die Kirche verlassen. Der Papst hat das längst erkannt, aber die braven Bürger nicht, die auf den Aufruf der Regierung hin demonstrieren gehen. Diesmal ist es etwas raffinierter. Es wird nicht eine Partei als Wahlzwang gegründet, sondern verbannt.

Valentina Selge, Jork






Keine schneeweißen Westen

Zu: Macron „schlafwandelt“ in Richtung Apokalypse (Nr. 9)

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron ist, so wie er sich derzeit gibt, ein gefährlicher Mann. Wo bleiben die Demonstrationen in Deutschland? 

Zum Thema Ukraine ist festzustellen, dass wir nicht beziehungsweise nicht so einfach Tatsachen über dieses Land erfahren. Mit einigen Mühen kommt man an Informationen, sogar mit Quellenangaben (zum Beispiel Thomas Röpers Buch „Ukraine Krise 2014 bis zur Eskalation“). Zwar geht es in diesem Buch auch um die Krim und um Maidan, aber es zeigt auch, dass es kein Land mit einer schneeweißen Weste ist. Dagegen gibt es Medien, die ungestraft zu diesem Thema etwas verbreiten – ohne Quellenangaben.

Was macht Deutschland? Wir inhalieren alles, solange es nicht gegen die Ukraine geht. Oder müssen wir alles glauben, weil der große Bruder aus dem Westen das so will?

Heinz-Peter Kröske, Hameln 






Ein Traum vom Frieden

Zu: Der lange Weg zur Akzeptanz eines unvermeid­lichen Endes (Nr. 11)

Der Papst bestellt die Herren Selenskyj und Putin zum Friedensdialog in seinen Vatikan ein, und beide folgen sofort diesem päpstlichen Ruf. Der Papst hat nämlich von sämtlichen Kriegen in der Welt seine Nase gestrichen voll. Papst Franziskus betet mit den oben genannten Herren das Tischgebet und anschließend tafeln sie mit ihm. Wie gesagt, ich hatte da einen Traum mit dem Papst als Friedenstaube und weißer Fahne in den Händen.

Klaus P. Jaworek Büchenbach