21.04.2026

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Folge 13-24 vom 29. März 2024 / Meldungen

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 13-24 vom 29. März 2024

Meldungen

Rekord in Brandenburg

Potsdam – In Brandenburg haben Wirtschaftsinvestitionen im vergangenen Jahr ein neues Allzeithoch erreicht. Nach Angaben der landeseigenen Wirtschaftsfördergesellschaft WFBB sind 2023 in dem östlichen Bundesland bei 212 Investitions- und Innovationsprojekten 2,5 Milliarden Euro investiert worden. Dabei sind über 5700 neue Arbeitsplätze entstanden. Bei der Vorstellung der Zahlen warnte Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD), dass sich eine mangelnde Veränderungsbereitschaft zu einem Hindernis für Gewerbeansiedlungen entwickeln könne. Vergangenen Monat hatten sich Bürger des Ortes Grünheide bei einer Einwohnerbefragung mehrheitlich gegen einen Erweiterungsplan des Autobauers Tesla ausgesprochen. Steinbach kündigte an, sich bei Gewerbeansiedlungen künftig auf eine „Allianz der Willigen“ stützen zu wollen. Gemeint sind damit Kommunen, die ein tatsächliches Interesse an Ansiedlungen von Firmen haben.H.M.





Nun erwischt es selbst China

Peking – Chinesische Solarhersteller, die über Jahre mit niedrigen Preisen Konkurrenten vom Weltmarkt verdrängt haben, bekommen zunehmend selbst Probleme. Chinas Marktführer Jinko Solar und auch große Hersteller wie Trina Solar verzeichnen bereits seit Monaten sinkende Aktienkurse. Mit staatlicher Unterstützung sind im Reich der Mitte in den letzten Jahren große Überkapazitäten bei der Produktion von Solarzellen entstanden. Auf dem gesamten Weltmarkt wurden in den vergangenen Jahren zwischen 300 und 400 Gigawatt (GW) Modulleistung verkauft. In der Volksrepublik allein sind aber mittlerweile Produktionskapazitäten für 600 GW pro Jahr entstanden. Zudem haben die USA und Indien Einfuhrbeschränkungen für chinesische Solarmodule eingeführt. Als Folge des Überangebots sind auf dem europäischen Markt die Preise für Solarmodule innerhalb weniger Monate teilweise um mehr als die Hälfte eingebrochen.H.M.





EU kehrt zu Zöllen zurück

Brüssel – Unterhändler der EU-Staaten und des Europaparlaments haben sich auf die Wiedereinführung von Zöllen für ukrainische Agrarprodukte geeinigt. Für Geflügel, Eier, Zucker, Mais, Hafer, Grütze und Honig wurden Kontingente beschlossen, die zollfrei in die EU verkauft werden dürfen. Beim Überschreiten der Obergrenzen werden Zölle fällig. Für die Einfuhr von ukrainischem Weizen in die EU sollen zwar zunächst weiterhin keine Zölle gelten, doch wurde vereinbart, dass unter bestimmten Bedingungen auch beim Weizen den Import beschränkende Maßnahmen ergriffen werden können. Bei den Protesten polnischer Landwirte hatten die ukrainischen Weizenimporte eine besonders wichtige Rolle gespielt. Als Reaktion auf den russischen Angriff auf die Ukraine hatte die EU im Jahr 2022 die Zölle auf ukrainische Agrarausfuhren ausgesetzt.H.M.