19.04.2026

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Folge 13-24 vom 29. März 2024 / Leserforum

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 13-24 vom 29. März 2024

Leserforum

Weiter so! Vielleicht hilft’s 

Zu: Fachleute ausmanövriert (Nr. 11)

Erneut bestätigt die PAZ in beeindruckender Weise ihren guten Ruf als Quelle für sachliche und unparteiische Information zur Tagespolitik. Solche Qualität würde man sich von manchem viel größerem Qualitätsblatt wünschen. Vielleicht ist es ihr Charakter als Organ der Landsmannschaft, der sie vor den üblichen Verleumdungen wie „rechts“ noch schützt.

Vom Beispiel des Austauschs unabhängiger Fachleute der Impfkommission gegen Lobbyisten kommt Ihr Kommentator warnend zur Kritik des Präsidenten des Bundesrechnungshofs an der grünen Energiepolitik, die von grünen Aktivisten in Schlüsselpositionen dominiert wird. Er deutet an, dass sogar per Spionageverdacht Kritiker ausgeschaltet worden sein könnten, die noch nicht einmal Ex-Kanzlerin Angela Merkel widersprochen haben. Das zieht sich offenbar vom Gesundheits- über das Außen-, das Umwelt- bis ins Innenministerium.

Anscheinend werden oft Posten weniger wegen der Fachkunde als wegen der politischen Grundhaltung vergeben. Bei der Vielzahl von Wahlen in diesem Jahr haben wir mehrmals Gelegenheit, Personen zu finden, die sich zu derartigen Politspielchen nicht verleiten lassen. 

Weiter so PAZ! Vielleicht hilft’s ja.

Harald Schneider, Gera






ein rotierendes Weltall

Zu: Die Kosmologie tappt buchstäblich im Dunkeln (Nr. 11)

Es ist leider ein Standardverfahren, dass Kosten im Voraus zu niedrig angegeben werden, um Forschungsprojekte realisieren zu können, die mit den wahren Kosten nie durchsetzbar wären. Das gilt überall. Wenn erst einmal erhebliche Summen ausgegeben wurden, scheuen sich alle, das Projekt abzubrechen, weil dann das bisher ausgegebene Geld verschwendet wäre. Irgendwie muss man das Verfahren ganz allgemein aber unter Kontrolle bekommen, vielleicht durch bindende Kostenvoranschläge und unangenehme Folgen für die Projektführer, wenn die Kosten überschritten werden. Es geht eben nicht nur um Steuergeld.

Zur Frage von Dunkler Materie und Energie hätte ich noch eine andere Erklärung für die Ausdehnung des Weltalls: Wenn das gesamte All rotieren würde, dann würde sich bei einer zu hohen Rotationsgeschwindigkeit das All ausdehnen. Eine Rotation können wir nicht erkennen, da eine außerhalb des Alls bestehende Marke nicht möglich ist.

Manfred Kaiser, Mering






Ein falscher Schritt?

Zu: Die Ostsee wird zum NATO-Binnenmeer (Nr. 10)

Aus politischer Sicht war die Ostsee auch ohne den NATO-Beitritt Finnlands und Schwedens seit den Beitritten von Estland, Lettland und Litauen schon immer eher ein „NATO-Binnenmeer“, sodass Russland zwei wesentliche Zugänge zur Ostsee in Königsberg und St. Petersburg verblieben. Hieraus ist ersichtlich, dass die Abwicklung des Warschauer Paktes – strategisch gesehen – aus heutiger russischer Sicht im Nachhinein ein großer Fehler war. Alle freigegebenen Staaten einschließlich Polen haben sich danach, aus welchen Gründen auch immer, wenig russlandfreundlich gezeigt. 

Über die jüngste Motivation Finnlands und Schwedens kann man nur spekulieren. Die Grenze zu Finnland ist seit Beendigung des Zweiten Weltkriegs durch Russland nicht verletzt worden. Schweden hat Grenzüberschreitungen durch Russland nach dem Friedensvertrag zwischen beiden Ländern vom 17.9.1809 in Fredrikshamn, mithin seit über 215 Jahren, nicht erfahren. Schwedische Außenpolitik der letzten 200 Jahre ist geprägt durch die immer wieder betonte Neutralität, die sich für das Land nach außen in sichtbarem Wohlstand präsentierte.

Schwedische Politiker haben überregional zum Weltfrieden beigetragen und dies mit ihrem Leben eingebüßt (1948 Folke Graf Bernadotte, 1961 Dag Hammarskjöld). Olof Palme, 1986 ermordet, war für die NATO ein Widersacher wegen seiner im Sinne Willy Brandts geführten Ostpolitik. Ob darin der Grund für seine Ermordung zu suchen ist, wurde oft vermutet, bleibt aber spekulativ. 

Schwedens Neutralitätsstatus aufzugeben, zeugt nicht von großer politischer Weitsicht. Schweden hat damit die vorgenannte stärkste Waffe, als Vermittler zwischen den Blöcken auftreten zu können, völlig unnötig verspielt. Durch den NATO-Beitritt ist Schweden im Kriegsfall Frontstaat geworden. Die Verbindung zu Mitteleuropa ist, ähnlich der Kertsch-Brücke zur Krim, mit absoluter Sicherheit leicht zu zerstören. Taktisch wäre also nur der Luft- und Seeweg für eine kriegerische Beteiligung Schwedens frei. Ob daher diese Allianz für den neuen Frontstaat Schweden wirklich segensreich ist, darf realistisch bezweifelt werden. 

Wirtschaftlich klug handelt man ebenfalls nicht, wenn man feststellt, dass Mitglieder dieser neuen Allianz nicht davor zurückschrecken, ihre Partner womöglich mit Sabotageakten von Versorgungsleitungen abzuschneiden, um selbst überteuertes Frackinggas liefern zu können. Es ist müßig, über die Verursacher zu spekulieren, zumal diese die Anschläge in ihren naiven politischen Reden unverhohlen zum Ausdruck bringen. Zweifelhaft ist auch der Druck, sich an wirtschaftlichen Boykottmaßnahmen beteiligen zu müssen, um die Allianz zu stärken und den Aggressor zu schwächen.

Seitdem die Holzlieferungen aus Russland ausbleiben, steigt der schwedische Holzpreis in unvorteilhafte Höhen, sodass der Raubbau an den heimischen Hölzern beklagt wird. Die Wirkungslosigkeit dieser Maßnahmen sollte den objektiven Betrachtern vor Augen führen, dass eine Abschottung dieses riesigen Landes auf diesem Wege nicht möglich ist. Sollte die russische Ostseeflotte nur noch ein Schatten dessen sein, wozu sie früher in der Lage war, stellt sich doch erst recht die Frage, wodurch sich die Schweden und Finnen bedroht fühlen. Die kürzlich in der PAZ erfolgte realistische Einschätzung des Generals a. D. Harald Kujat hinsichtlich der Stärke Russlands und auch Chinas lässt für Panik keinen Raum.

Da angesichts der zurzeit in der Mongolei herrschenden klirrenden Kälte an nördliche Seewege ohne russische Eisbrecher nicht zu denken ist, kann davon ausgegangen werden, dass sich das Projekt der neuen chinesischen Seidenstraße für den Warenverkehr mit Sicherheit realisieren wird.

Rudolf Neumann, Ahrensburg 






Fader Apfelgeschmack

Zu: Erst die Steckdose, dann der Teller (Nr. 10)

Auf dem Foto mit der Agri-Photovoltaikanlage wachsen auf dem Feld Apfelbäume. Abgesehen von den höheren Baukosten (Sturmsicherheit) für diese Photovoltaikanlagen fragt man sich, welche Qualität (Geschmack) und Quantität (Größe/Gewicht) die Äpfel haben, wenn die PV-Anlagen die Bäume beschatten.

Christoph Herrmann, Lanitz-Hassel-Tal






Weder trocken noch hölzern

Zu: PAZ Nr. 9

Zum ersten Mal habe ich mir am Bahnhofskiosk ein Exemplar Ihrer Zeitung gekauft, nachdem ich zuvor öfter schon einmal den blauen Titel habe „durchblicken“ sehen. Nach dem Überfliegen der Überschriften war ich denn doch einigermaßen überrascht, zum größeren Teil freilich zum Positiven hin. Ich hatte eher mit zum Teil trockenen oder hölzernen konservativen Verlautbarungen der Vertreter der Landsmannschaft der Ostpreußen oder Ähnlichem gerechnet. 

Die in der Preußischen Allgemeinen angesprochenen Themen umfassen eine recht breite Palette, und die Dinge werden offenbar aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet.

Stefan Hilse, Wiesbaden