29.10.2026

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Folge 14-24 vom 05. April 2024 / Meldungen

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 14-24 vom 05. April 2024

Meldungen

Das Misstrauen ist groß

Erfurt – Bei einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts INSA gab mit 48 Prozent fast jeder zweite Befragte an, er halte es für wahrscheinlich, dass der Verfassungsschutz in Deutschland zu politischen Zwecken missbraucht wird. Nur 31 Prozent halten es für unwahrscheinlich. Die Arbeit des Verfassungsschutzes bewerteten 38 Prozent aller Befragten als gut und 41 Prozent schätzen die Arbeit des Verfassungsschutzes dagegen als schlecht ein. Negativ bewertet wurde die Arbeit des Verfassungsschutzes mit 51 Prozent vor allem bei Befragten, die sich selbst politisch rechts der Mitte verorten. Bei Umfrageteilnehmern, die sich im politischen Spektrum links der Mitte verorteten, überwog mit 47 zu 37 Prozent eine positive Bewertung des Verfassungsschutzes. H.M.





Von Neukölln nach Waren

Berlin/Schwerin – Wie das lokale Nachrichtenportal „Wir sind Mürit-zer“ berichtet, soll der als Chef eines Großclans geltende Issa Remmo im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte seine Einbürgerung beantragt haben. Laut dem Bericht des Online-Mediums ist Remmo in dem Dorf Grabowhöfe in der Nähe der Stadt Waren an der Müritz polizeilich gemeldet. Nach Informationen des Senders NDR existiert in dem 1000-Einwohner-Ort Grabowhöfe bereits seit über drei Jahren an einem Haus ein Briefkasten, der das Namensschild der Remmos trägt. Da es in dem Haus weder Strom noch Wasser gab, soll Remmo die polizeiliche Meldung zwischenzeitlich allerdings entzogen gewesen sein. Ein Teil der Großfamilie wird mit schweren Straftaten in Verbindung gebracht. Der 56-jährige Issa Remmo ist nicht vorbestraft. Nach einem jahrelangen Rechtsstreit hat die Remmo-Großfamilie im März eine bislang von ihr genutzte Villa in Berlin-Neukölln räumen müssen. H.M.





Satelliten ohne Funktion

Berlin – Die beiden neuen Spionagesatelliten der Bundeswehr vom Typ SARah funktionieren nicht. Das meldete zunächst die „Bild am Sonntag“, deren Bericht von einem Sprecher des Verteidigungsministeriums bestätigt wurde. Der Start der Satelliten im Wert von über 500 Millionen Euro erfolgte am 24. Dezember 2023 mit einer Falcon-9-Rakete der US-Firma SpaceX und verlief normal. Danach kamen jedoch keine Bilder im Kontrollzentrum an. Über die Ursachen des Ausfalls schwieg sich das Verteidigungsministerium gegenüber der Presse aus: „Aus Gründen der nationalen Sicherheit haben Sie sicher Verständnis, dass wir Ihnen keine Auskünfte zu weiteren Details geben können.“ Die SARah-Satelliten sollten ihre weniger leistungsstarken Vorgänger vom Typ SAR-Lupe ersetzen. Diese liefern noch Daten, fallen allerdings in etwa zwei Jahren wegen Treibstoffmangels aus. Ob das SARah-System dann genutzt werden kann, ist ungewiss. W.K.