29.07.2026

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Folge 14-24 vom 05. April 2024 / Meldungen

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 14-24 vom 05. April 2024

Meldungen

Investoren meiden China

Peking – Die Summe der ausländischen Direktinvestitionen in der Volksrepublik China ist im Januar/Februar 2024 auf umgerechnet 27,6 Milliarden Euro gesunken, was ein Minus von 19,9 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum darstellt. Damit hält der Abwärtstrend auf diesem Gebiet den achten Monat in Folge an. Als Ursache hierfür gelten vor allem die politische Unsicherheit und diskriminierende Vorschriften im Reich der Mitte, welche die Unternehmen zunehmend veranlassen, eher in Indien oder den ASEAN-Mitgliedstaaten zu investieren. Besonders negativ wirken sich die vielfältigen Querelen mit den USA und das neue Antispionage-Gesetz aus. Die Regierung in Peking reagierte auf diese Entwicklung mit verstärkten Bemühungen um eine „Schönwetterpolitik“ gegenüber Washington und der Verabschiedung eines Aktionsplanes zum Abbau bürokratischer Hemmnisse. Beobachter zweifeln allerdings am Erfolg derartiger Maßnahmen. W.K.





Australien schließt Banken

Perth – Die Bankwest, eine Tochtergesellschaft der Commonwealth Bank of Australia (CBA), die zu den vier größten Banken Australiens gehört, hat angekündigt, bis Oktober alle Filialen im Lande zu schließen und ihr Geschäft künftig auf rein digitaler Basis zu betreiben. Damit setzt sich die Wende hin zur bargeldlosen Gesellschaft in Australien fort, in deren Rahmen während der letzten drei Jahre bereits jeder dritte der vormals rund 11.400 Geldautomaten entfernt wurde und 500 Filialen der großen Finanzinstitute CBA, Westpac Banking Corporation (WBC), Australia and New Zealand Banking Group (ANZ) und National Australia Bank (NAB) verschwunden sind. Währenddessen stieg der Umfang der Zahlungen mittels digitaler Geldbörsen von 746 Millionen auf 93 Milliarden Australische Dollar. Dennoch wollen viele Kunden der Bankwest nun zu anderen Geldinstituten wechseln, weil sie die aufgezwungene Komplett-Digitalisierung ablehnen. W.K.





Rückgang des Pellet-Exports

Moskau – Russland verbucht große Verluste auf dem Pellet-Markt. Im Jahr 2022 exportierte das Land laut Future Metrics, dem führenden Beratungsunternehmen im Holzpellet-Sektor, 578.803 Tonnen Pellets, was einem Rückgang von 74 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Vor der Verhängung der Sanktionen gehörten Dänemark, Belgien und Südkorea zu den größten Importeuren russischer Pellets, die über die Ostsee auf den europäischen Markt gelangten. Zuvor hatte Moskau seine Lieferungen noch auf England, die Niederlande und andere EU-Staaten ausweiten können. 2021 betrug der Wert der Exporte in die EU 320 Millionen US-Dollar. In die frei gewordene Nische drängten vor allem amerikanische Hersteller. Zunächst hatte die Verknappung des Angebots für einen Preisanstieg um 82 Prozent geführt, seit ihrem Höchststand im September 2022 sind sie aber wieder um 62 Prozent gefallen.  MRK