29.07.2026

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Folge 14-24 vom 05. April 2024 / Ostpreußisches Landesmuseum

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 14-24 vom 05. April 2024

Ostpreußisches Landesmuseum

Ausstellung

18. April bis 13. Oktober: „Kant 300. Ein Leben in Königsberg“. Pünktlich zur 300. Wiederkehr seines Geburtstags widmet das Ostpreußische Landesmuseum dem Philosophen Immanuel Kant eine Sonderausstellung. 

Kant ist der größte deutsche Aufklärer und eine zentrale Figur der europäischen Moderne. Diese berühmte Persönlichkeit wird in einer einprägsamen Inszenierung vorgestellt. Zu sehen sind einzigartige, zum Teil noch nie öffentlich gezeigte Originalobjekte: Haare von Kant, sein Spazierstock, zahlreiche Ölgemälde, das „Kant-Glas“ mit persönlichen Gravuren und vieles mehr, Kurioses wie Erhellendes. Im Mittelpunkt der Ausstellung steht die Person Kants, nicht seine Philosophie. Wie wurde aus dem Handwerkersohn ein Gelehrter? Warum spielte Kant Billard? Wer waren seine Freunde? Fast sein gesamtes Leben verbrachte Immanuel Kant in seiner Heimatstadt Königsberg. Virtual Reality-Stationen lassen das historische Königsberg aus der Zeit Kants in 3D wieder auferstehen und bieten spielerische Zugänge zu seinen Ideen. Geboten wird auch eine Vorschau auf die entstehende Kant-Dauerausstellung im Ostpreußischen Landesmuseum: Wie bringt man Kants Philosophie ins Museum? Welche seiner Ansätze sind heute besonders relevant? Welche sind kritikwürdig? Die Dauerausstellung wird 2025 fertig sein und dann vor allem Kants Ideenwelt thematisieren.

Veranstaltungen

Sonntag, 7. April, 14 Uhr, 1,50 Euro, zuzüglich Museumseintritt: Aus der Grafik, Sonntagsführung mit Dr. Jörn Barfod. Die ostpreußische Grafikerin Gertrud Lerbs (1902-1968) war ihres großen künstlerischen Talents wegen bereits mit 15 Jahren Schülerin der Königsberger Kunstakademie. Ihre Arbeiten erregten seit den 1920er Jahren große Aufmerksamkeit, man verglich sie mit Käthe Kollwitz. Ihr weiterer Lebensweg, der sie nach Lüneburg führte, war durch Krankheit und Flucht jedoch stark verdüstert. Barfod stellt diese Grafikkünstlerin aus der ostpreußischen Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts vor. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt und eine Anmeldung unter Telefon (04131) 759950 oder per E‑Mail: bildung@ol-lg.de erforderlich.

Donnerstag, 11. April, 15 bis 17 Uhr, Eintritt frei: Wolf, Elch und Wisent früher und heute, Kinderclub mit Berit Krondorf. Warum hat der Elch so ein großes Geweih? Was frisst eigentlich ein Wisent? Wo lebt der Wolf? Heute spricht man von der Rückkehr von Wolf, Elch und Wisent. Was hat das eigentlich zu bedeuten? Gemeinsam entdecken wir in der Ausstellung, welche großen Säuger ihre Lebensräume schon früher in Ostpreußen hatten. Wir können herausfinden, wie sie dort lebten und die Landschaften prägten und vergleichen es mit der Situation heute in unserer Region. Danach kannst Du Dein eigenes Elch-Medaillon aus Ton gestalten. Jeden zweiten und vierten Donnerstag im Monat findet der kostenlose Museums-Kinderclub für Schulkinder von sechs bis zwölf Jahren statt. Der Einstieg ist mit vorheriger Anmeldung unter Telefon (04131) 759950 oder per E-Mail: bildung@ol-lg.de jederzeit möglich.

Dienstag, 16. April, 19.30 Uhr, Eintritt frei: SCALA Programmkino, Apothekenstraße 17, 21335 Lüneburg: „Kant – Das Experiment der Freiheit“ (ARTE/ZDF 2024), Anmeldung unter Telefon (04131) 759950 oder per E‑Mail: info@ol-lg.de. ARTE-Filmpremiere mit dem Regisseur und Produzenten Dr. Wilfried Hauke, Moderation: Dr. Tim Kunze, Ostpreußisches Landesmuseum. Immanuel Kant hat die Philosophie revolutioniert. Sein Kategorischer Imperativ ist weltberühmt und prägt unser westliches Denken über Freiheit, Toleranz und Vernunft bis heute. Kant ist der meistzitierte Philosoph der Neuzeit. 

Pünktlich zum 300. Geburtstag des größten Denkers der Aufklärung zeigt diese erste Filmbiographie das Philosophie-Genie Kant mit kritischem Augenzwinkern als altgewordenen, von den Menschen enttäuschten Spaziergänger in seiner Geburtsstadt Königsberg. 

Der Film spannt dokumentarisch und mit aufwendigen Spielszenen einen dramatischen Bilder- und Geschichtenbogen von Königsberg im 18. Jahrhundert bis zum heutigen russischen Kaliningrad. Hauke ist es auf unterhaltsame und nachdenkliche Weise gelungen, mit dem Schauspieler Wolfgang Riehm einen lebendigen Kant in die verschwundene Welt Königsbergs im 18. Jahrhundert zu versetzen. Der Film wurde von IDA Film für ZDF/ARTE produziert, von der nordmedia gefördert, und vom Ostpreußischen Landesmuseum Lüneburg und der Stiftung Königsberg unterstützt. 

Nach der Vorführung in Lüneburg ist er auf ARTE am 17. April um 22.15 Uhr und dann bis April 2025 auf arte.tv zu sehen. Eine DVD ist im Museumsshop erhältlich.

Mittwoch, 17. April, 15 Uhr: Festakt im Lüneburger Rathaus zum Jubiläum des „Weltendenkers“ und „Alleszermalmers“ im Rahmen der Sonderausstellung „Kant 300. Ein Leben in Königsberg“ im Ostpreußischen Landesmuseum. Am 22. April 2024 wäre Immanuel Kant 300 Jahre alt geworden und wird weltweit gefeiert. Der wichtigste Denker der Moderne gibt mit seinen Überlegungen auch heute noch hilfreiche Antworten auf viele Herausforderungen unserer Zeit. 

Das Ostpreußische Landesmuseum erhält in einem Anbau eine eigene Abteilung zu Kant und wird damit der zentrale Erinnerungsort in Deutschland. Und die Hansestadt Lüneburg wird „Kant-Stadt“, die diesen Jahrestag würdigt. Zugleich wird im Anschluss des Festakts im Museum eine Sonderausstellung eröffnet. Sie präsentiert einzigartige und noch nie gezeigte originale Exponate aus Kants Leben. In einem der weltweit größten Virtual-Reality-Projekte kann hautnah Kants Heimatstadt Königsberg im 18. Jahrhundert – hochaufgelöst und in 3D – erlebt werden. 

Die Ausstellung wird von einem reichen Begleitprogramm über das ganze Jahr hinweg begleitet. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt und eine Anmeldung unter Telefon (04131) 759950 oder per E‑Mail: info@ol-lg.de erforderlich.

Sonntag, 21. April, 12 Uhr, 1,50 Euro zuzüglich Museumseintritt: Kant 300. Ein Leben in Königsberg, Sonntagsführung durch die Sonderausstellung mit Dr. Tim Kunze. Zum 300. Geburtstag des großen Philosophen Immanuel Kant präsentiert der Kurator Kunze die Sonderausstellung zu Kants Leben und gibt einen Einblick in den Entstehungsprozess der neuen Kant-Dauerausstellung. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt und eine Anmeldung unter Telefon (04131) 759950 oder per E‑Mail: bildung@ol-lg.de erforderlich.

Sonntag, 21. April, 14.00 Uhr, 1,50 Euro zuzüglich Museumseintritt: Kant 300. Ein Leben in Königsberg, Sonntagsführung durch die Sonderausstellung mit Dr. Tim Kunze. Siehe oben (Sonntag, 21. April, 12 Uhr). Die Teilnehmerzahl ist begrenzt und eine Anmeldung unter Telefon (04131) 759950 oder per E‑Mail: bildung@ol-lg.de erforderlich.

Donnerstag, 25. April, 15 bis 17 Uhr, Eintritt frei: Was ist Freundschaft? – Philosophieren mit Kindern, Kinderclub mit Noemi Ronge. Wozu braucht man Freunde? Aus welchen Gründen sucht man sich Freunde? Kann man mit jemandem befreundet sein, der ganz anders ist als man selbst? Wie schnell und woran erkennt man, ob jemand ein Freund oder eine Freundin werden könnte? Wir sprechen über Vertrauen und probieren ein paar schöne Vertrauensübungen aus. Danach knüpfen wir fantasievolle Freundschaftsarmbänder für unseren besten Freund oder unsere beste Freundin. Jeden zweiten und vierten Donnerstag im Monat findet der kostenlose Museums-Kinderclub für Schulkinder von sechs bis zwölf Jahren statt. Der Einstieg ist mit vorheriger Anmeldung unter Telefon (04131) 759950 oder per E-Mail: bildung@ol-lg.de jederzeit möglich.

Ostpreußisches Landesmuseum mit Deutschbaltischer Abteilung 

Heiligengeiststraße 38, 

21335 Lüneburg, 

Internet: www.ostpreussisches-landesmuseum.de