30.07.2026

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Folge 14-24 vom 05. April 2024 / Leserforum

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 14-24 vom 05. April 2024

Leserforum

Bester Agrar-Beitrag

Zu: Power to the Bauer! (Nr. 12)

Der beste Beitrag über Landwirtschaft, den ich seit Jahren gelesen habe. Ausdrückliches Lob für die Fachkunde und Empathie der Journalistin. 

Gerhard Baab, Agraringenieur, Grafschaft 






EU hat Afrika verschlafen

Zu: Alter Wein in neuen Schläuchen (Nr. 12)

Die Europäische Volkspartei (EVP) – mit welcher Berechtigung sie auch immer diesen Namen führt – will uns glauben machen, dass sie mit Ursula von der Leyen wirklich einen Politikwechsel vollziehen will. Es darf bezweifelt werden, dass diese Wandlung aus Überzeugung geschieht. Außerdem liegen Welten zwischen einem Wahlprogramm und einem Handeln. Dass die EVP in ihrem Wahlprogramm Afrika einen Schwerpunkt einräumt, ist lange überfällig und jetzt auch schon zu spät. Hier haben unter anderem Russland und China die EU schon lange überholt. Europa hat Afrika verschlafen. 

Der letzte Absatz dieses Artikels ist bemerkenswert: Ob Drittstaaten „trauern“, wenn EU-Visa aberkannt werden, weil sie ihre illegal eingereisten Bürger nicht zurücknehmen? Das Problem mit illegal Eingereisten darf erst gar nicht entstehen. Die EU-Außengrenze muss gesichert werden!

Heinz-Peter Kröske, Hameln






Dauerkiffer in Pflege

Zum Wochenrückblick: Wir sind „gewarnt“ (Nr. 12)

Wieder ein guter Artikel, und beste Grüße an den langhaarigen alten Mann im Hamburger Computerreparaturshop, der sagte, er wisse, dass eine Diktatur komme. Die Dauerkiffer der APO-Generation haben nun ihr Ziel erreicht. Aber sie bekommen keinen Platz im Pflegeheim, und niemand wird in der Lage sein, die alten Dauerkiffer zu pflegen. Dabei gehen viele Pflegeheime in Insolvenz, und die noch verbliebenen Pflegekräfte packen ihre Kinder ein und gehen, wenn sie Verstand haben. Doch im Ausland bekommen langhaarige alte Dauerkiffer keinen Platz im Pflegeheim.

Valentina Selge, Jork






Im Cannabis-Delirium

Zu: Zum Wochenrückblick: Wir sind „gewarnt“ (Nr. 12)

Diese gnadenlose Übergriffigkeit seitens einiger staatlicher Organe, die sich gerade in Deutschland so richtig breitzumachen droht, gibt mir sehr zu denken. Welcher „Virus“ breitet sich gerade hier im Lande aus? Lässt sich das Leben wirklich nur noch einigermaßen im Cannabis-Delirium ertragen?

Menschen gehen bei uns auf die Straße, um hier im Rechtsstaat Deutschland für die „wahre“ Demokratie zu demonstrieren. Derweil tut die Ampel alles, um unsere Demokratie mit ihrem Demokratieförderungsgesetz möglichst klein und in Schacht zu halten.

Irgendwie ist mein Vertrauen in diese Ampelregierung nicht nur auf dem Nullpunkt angekommen, sie ist bereits weit unter dem Wert Null. Haben unsere Volksvertreter, die sich auf den Regierungsbänken festgeklebt haben, jetzt vollständig ihren Verstand verloren?

Riggi Schwarz, Büchenbach






ins Wespennest gestochen

Zu: Der lange Weg zur Akzeptanz eines unvermeid­lichen Endes (Nr. 11)

Mit seiner Forderung nach Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine, damit eine vollständige militärische Niederlage Kiews vermieden wird, hat Papst Franziskus in ein Wespennest gestochen. Kurz nach Franziskus’ mahnenden Worten in Richtung Kiew brach ein Sturm pseudomoralischer Entrüstung über ihn herein. Dabei beschäftigte man sich gar nicht mit den Argumenten des Papstes, welcher als Oberhaupt der katholischen Kirche auch eine Verantwortung für das Wohlergehen der Katholiken in der Ukraine trägt, sondern man unterstellte ihm teilweise sogar, aufseiten Moskaus zu stehen.

Die Reaktion der kriegsbegeisterten Hardliner und deren Dominanz im öffentlichen Diskurs zeigt, wie berechtigte Kritik an der bedingungslosen Fortführung des Konflikts delegitimiert werden soll. Es ist eine absolute Einteilung der Welt in „gut“ und „böse“, welche Scharfmacher wie Katrin Göring-Eckardt, Marie-Agnes Strack-Zimmermann oder Roderich Kiesewetter daraufhin zu „moralischen Instanzen“ erhebt, da diese ja mit der Parole „Russland darf nicht gewinnen“ – was auch immer damit auch gemeint ist – die einzig legitime Meinung vertreten. 

Aus kritischen Stimmen werden im Kriegseifer vermeintliche Parteinahmen für den Gegner gemacht, wie es jetzt selbst der Papst spüren musste. Zu einer nüchternen Betrachtung des Konflikts in der Ukraine oder zu einer Selbstreflexion scheint Frau Strack-Zimmermann derzeit genauso weit entfernt zu sein, wie Kiew von einem „Sieg“ gegenüber Moskau. 

Der Papst jedoch hat eine Debatte angestoßen, welche kritische Betrachter der Geschehnisse in der Ukraine im Westen fortführen werden. Spätestens dann, wenn Trump erneut gewählt werden sollte, könnten Franziskus’ Thesen zur politischen Maxime der NATO werden.

Marcel Jacobs, Hamburg






theoretische Unschärfen

Zu: Die Kosmologie tappt buchstäblich im Dunkeln (Nr. 11)

Spekulieren kann man trefflich und viel, indes, wenn man nicht wie Einstein und Heisenberg den Mut besitzt, grundlegende, immer nur vorläufig bestehende Erkenntnisse der Physik in Frage zu stellen, bleibt man auf einem Punkt stehen. Jedenfalls mangelt es der aktuellen Physik an der Entschlossenheit, die Gravitationskraft unter die Lupe zu nehmen. 

Es gibt ernst zu nehmende Physiker, welche die Auffassung vertreten, die Gravitation sei in Wahrheit eine weitere Kernkraft (neben elektromagnetischer, schwacher und starker Kernkraft), die uns zur Annahme verleitet, es sei die pure Masse, die mit dem Phänomen der Gravitation korrespondiere. Was, wenn es die Gravitation, so wie wir sie heute verstehen, gar nicht gibt? Dann fällt auch das Konzept der „Dunklen Materie“ in sich zusammen. 

Chris Benthe, Dresden






Nicht regimetreu

Zu: Hits am laufenden Band (Nr. 12)

Die Puhdys waren nicht besonders regimetreu. Ich erinnere mich an ein Lied von 1986: „Denke ich an Deutschland, fall’n mir Gedichte ein. / Klingen große Namen raus aus totem Stein. / Und in mir ist Schweigen wie nie gekannt. / Hier bin ich geboren, das ist mein Land. / Denke ich an Deutschland, ist mir auch nach Schrei’n. / Fällt mir soviel Hass, Not und Elend ein. / Dann seh ich die Erde zu Asche verbrannt. / Hier bin ich geboren, auch das ist mein Land.“

Schon das Wort „Deutschland“ zu singen war 1986 riskant.

Strefan Knorr, Affoltern am Albis/Schweiz 






Oder doch regimetreu?

Zu: Hits am laufenden Band (Nr. 12)

Puhdys? Na, ja. Sie spielten meist die Melodien, die die Regierenden hören wollten, ebenso wie die Gruppe Karat. Unsere Band war die Renft-Combo, die letztlich verboten wurde. Die Männer hatten Mumm in den Knochen. Letztlich dient auch die Musik in jedem System der staatlichen Propaganda – sonst bleibt man eine Tingelgruppe oder ein Baumarktsänger. Man schaue sich die heutige Musikszene an.

Günter Schaumburg, Bad Kreuznach