In einem Berliner Bücherladen in der Nähe der Freien Universität entdeckte ich einen Aushang: „Kein Platz für Antisemitismus – Nie wieder ist jetzt.“ Der Laden warb vor Jahren damit, dass Thilo Sarrazins „Deutschland schafft sich ab“ hier nicht zu kaufen sei. Mit „Nie wieder ...“ soll hier also wohl ein Zeichen gegen die AfD gesetzt werden. Tatsächlich zeigt sich in Deutschland aber kaum noch aggressiver Antisemitismus unter der eingesessenen Bevölkerung.
Dafür sehen wir einen wachsenden importierten Judenhass. Fast 75 Jahre nach dem Ende der NS-Diktatur hat Deutschland wieder ein handfestes Antisemitismus-Problem. Vor allem Moslems, die den Juden in Deutschland und Berlin das Leben schwer machen, verbreiten sich dank der unbehinderten Einreise. In Berlin lebt eine der größten palästinensischen Gemeinden außerhalb des Nahen Ostens. Und gerade an der „Freien Universität“ kommt es immer wieder zu antiisraelischen Ausschreitungen und Aufmärschen.
Die Proteste der Jugendorganisationen von SPD, Union, FDP und Grünen gegen den „Palästina-Kongress“ vom 12. bis 14. April in Berlin erscheint da wie Heuchelei, denn real wird von diesen Parteien nichts gegen den importierten Antisemitismus unternommen. Ein paar Plakate durch die Stadt zu tragen ist weniger als billig. Salah Said, einer der Organisatoren des „Palästina-Kongresses“, beklagt, dass er angefeindet werde, obwohl er zu Anti-AfD Demos gehe: „Ich erhalte täglich unzählige Droh- und Hassnachrichten. Ich wurde auf der Straße angegriffen.“ Umgekehrt wird ein Schuh draus. Warum müssen wir Leute wie Said nach Deutschland holen? Wenn er gegen Israel demonstrieren will, mag er das im arabischen Raum tun – nicht hier in Berlin. Hier braucht ihn niemand. Er hat in Deutschland studiert. Das Studium haben die Steuerzahler dieses Landes ihm ermöglicht. Zum Dank behelligt er uns mit kaum verhohlener antijüdischer Propaganda.


