28.04.2026

Preußische Allgemeine Zeitung Zeitung für Deutschland · Das Ostpreußenblatt · Pommersche Zeitung

Suchen und finden
Folge 15-24 vom 12. April 2024 / Meldungen

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 15-24 vom 12. April 2024

Meldungen

Mehr Schulden in Polen

Brüssel/Warschau – In einem Bericht prognostiziert die EU-Kommission für Polen den drittgrößten Anstieg der Staatsverschuldung bis zum Jahr 2034 von allen EU-Mitgliedstaaten. In ihrem Schuldennachhaltigkeitsbericht geht die EU-Kommission davon aus, dass die polnische Staatsverschuldung in den nächsten zehn Jahren auf fast 80 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) ansteigen wird. Im Jahr 2022 lag die Schuldenquote bei rund 49 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Der Ökonom Jakub Sawulki von der Warsaw School of Economics schätzt die Prognose der Kommission als zu pessimistisch ein. Allerdings prognostiziert er, dass ein geringeres Wirtschaftswachstum sowie höhere Zinsen und Haushaltsdefizite die Staatsverschuldung bis 2034 auf immerhin 77 Prozent der Wirtschaftsleistung steigen lassen. Der Ökonom geht davon aus, das nach 2030 das Wirtschaftswachstum in der Republik Polen nicht über zwei Prozent liegen wird und die Zinsen von zwei auf vier Prozent steigen werden.H.M.





Polen lehnen den Euro ab

Warschau – Obwohl der Złoty gegenüber dem Euro zuletzt an Wert verloren hat, würden es laut einer aktuellen Umfrage von United Surveys im Auftrag des Webportals Wirtualna Polska 66,8 Prozent der Polen vorziehen, den Zloty als Währung beizubehalten, anstatt den Euro einzuführen. Fast die Hälfte der Befragten gab zudem an, definitiv gegen einen Beitritt zur Eurozone zu sein. Lediglich 27,3 Prozent befürworten die Einführung des Euro. Wie zudem aus der Umfrage hervorgeht, bereiten den Polen vor allem steigende Preise für Grundgüter und die Abhängigkeit der polnischen Finanzpolitik von Entscheidungen Brüssels Sorgen. Ministerpräsident Donald Tusk hat bislang keine Bemühungen zum Beitritt des Landes zur Eurozone angekündigt.H.M.





E-Auto-Aktien brechen ein

New York – Die Aktienkurse der 13 größten Hersteller von Elektroautomobilen lagen vergangenes Jahr durchschnittlich 91 Prozent unter den Höchstständen des Jahres 2021. Damit ging ein Kapitalverlust von rund einer Billion US-Dollar einher. Beispielsweise sackte der Börsenwert der US-amerikanischen Konzerne Tesla, Rivian und Lucid von 1,5 auf 0,6 Billionen Dollar ab. Rückschläge mussten auch deren chinesische Konkurrenten BYD, Xpeng und Nio hinnehmen. Das konnten auch üppige staatliche Subventionen und der politische Zwang zum Eletroauto mittels verschärfter Emissionsvorschriften nicht verhindern. Experten wie Olaf Stotz von der Frankfurt School of Finance & Management bezeichnen den nunmehr zu Ende gegangenen kurzlebigen Run auf Elektroauto-Aktien als „Lehrbuchbeispiel für eine psychologisch getriebene Übertreibungsphase“ mit eklatanter Überschätzung der Wachstums- und Gewinnchancen.W.K.