Bayern
Vorsitzender: Christoph Stabe, Ringstraße 51a, App. 315, 85540 Haar, Tel.: (089)23147021 stabe@low-bayern.de, www.low-bayern.de
Hering und Loriot
Altmühlfranken – Donnerstag, 25. April, 19 Uhr, Gasthof Adlerbräu, Marktplatz, Gunzenhausen: heimatliches Essen, Hering mit Pellkartoffeln; feiner Humor aus Preußen: Vicco von Bülow im Film „Pappa ante portas“.
Agnes Miegel
Hof – Sonnabend, 13. April, 15 Uhr, Jahnheim, Jahnstraße 5: Treffen der Landsmannschaft der Ost- und Westpreußen zum Thema „Agnes Miegel und Ostpreußen“.
Bremen
Vorsitzender: Heinrich Lohmann, Geschäftsstelle: Parkstraße 4, 28209 Bremen, E-Mail: heinrichlohmann@gmx.de, Telefon (0421) 3469718
Tag der Archive
Bremen – Bis Sonnabend, 20. April, montags bis freitags von 11 bis 17 Uhr, sonnabends von 11 bis 14 Uhr geöffnet, „Kapitel 8“, Bremische Evangelische Kirche, Domsheide 8: Ausstellung des „Arbeitskreises Bremer Archive“ im Rahmen des Tags der Archive.
Hessen
Stellv. Vorsitzender: Gerd-Helmut Schäfer, Rosenweg 28, 61381 Friedrichsdorf, Telefon (0170) 3086700
Grenzverschiebungen
Wetzlar – Dienstag, 16. April, Gaststätte Zum Matchball, Tennisplatz, Bodenfeld: Wolfgang Warnat spricht zum Thema „Ost- und Westpreußen im 20. Jahrhundert – Grenzverschiebungen nach dem Ersten und Zweiten Weltkrieg“.
Bedeutende Frauen
Wiesbaden – Unter der Überschrift „Bedeutende Frauen unserer Heimat“ zeichnete die stellvertretende Vorsitzende Helga Kukwa ein Lebensbild der drei Künstlerinnen Johanna Ambrosius, Johanna Wolff und Käthe Kollwitz:
Johanna Ambrosius hat uns eines der schönsten Heimatlieder geschenkt. Mit den Anfangsworten: „Sie sagen all, du bist nicht schön“ wurde das Lied einst zur ersten ostpreußischen Landeshymne, so die Referentin.
Nach der Schulzeit war die „Gartenlaube“, ein damals literarisch wertvolles Familienblatt, hauptsächliche Quelle ihrer Bildung gewesen. Wann immer es ihre Zeit erlaubte, langte sie nach dieser Lektüre.
Professor Weiss-Schrattenthal aus Pressburg ist es zu danken, dass die anfangs nur gelegentlich in der „Gartenlaube“ erschienenen Werke der Heimatdichterin in kurzer Zeit im Land weit bekannt wurden. Ende des 19. Jahrhunderts veröffentlichte er zwei Gedichtbände von ihr, die sogar über die Grenzen Deutschlands hinaus einen unverhofften Widerhall fanden. Hermann Grimm, der bedeutendste Literaturhistoriker seiner Zeit, fand Worte hoher Anerkennung für die Volksdichterin.
„Sie war eine zarte bescheidene Frau, doch zielbewusst, rege und klar. Sie liebte das Leben und liebte ihr Land, das Land, das ihr Heimatland war.“ So beschreibt Gert O.E. Sattler die Ostpreußin in einem seiner Gedichte.
Die aus Tilsit stammende Johanna Wolff war neben Agnes Miegel die bedeutendste Vertreterin der ostpreußischen Frauendichtung. Sie wird gelobt als scharfsinnige Beobachterin, gute Psychologin, als lebendige, volksnahe, humorvolle Erzählerin und als mütterliche Frau.
Wie schon Johanna Ambrosius kam auch Johanna Wolff mit der „Gartenlaube“ in Berührung, die für sie das Tor zu einer neuen, schönen Welt der Träume wurde. In dieser Zeit entstanden auch ihre ersten Gedichte, die wegen ihrer Ursprünglichkeit und Tiefe begeistert begrüßt wurden. Mit 50 Jahren veröffentlicht sie ihren Roman „Das Hanneken“ mit einer Auflage von 50.000 Stück. Es ist die Geschichte ihres Lebens, von Hanneken, dem Kind armer Leute in Ostpreußen, das schon früh seine Eltern verliert.
Neben ihrem dichterischen Schaffen hinaus ist ihr tapferes Leben, ihre Gradheit und Kraft, ihre leidenschaftliche Liebe zu ihrer Heimat zum Sinnbild des zähen, arbeitsamen, unverwüstlichen Ostpreußen geworden.
Wohl mehr aus gesundheitlichen Gründen siedelte die Tilsiterin nach Orselina - Locarno am Lago Maggiore über. Von hier kamen nun die Manuskripte für Märchen und Gedichte für große und kleine Kinder und weitere Geschichten und Novellen.
Käthe Kollwitz zählt zu den bedeutendsten Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts. Ihre Werke umfassen Radierungen, Lithografien, Holzschnitte, Zeichnungen und Plastiken. „Zwei wartende Soldatenfrauen“ war die letzte Kleinplastik in Bronze der 1867 in Königsberg geborenen Künstlerin.
Ihr mitfühlendes Herz machte sie zur Meisterin, deren Werke noch heute ergreifen. Kunst im Dienst der Menschlichkeit, Kunst, die den Betrachter nicht nur zum Hinschauen zwingt, sondern gleichzeitig an sein Herz appelliert. Eine der wohl bekanntesten Plastiken ist die von Vater und Mutter für das Gefallenendenkmal auf dem Soldatenfriedhof in Roggefeld in Belgien, auch zum Gedenken an ihren gefallenen jüngsten Sohn Peter.
„Der Mensch ist nicht zum Glück geboren, sondern dass er seine Pflicht erfülle.“ Diese Worte, die Käthe Kollwitz mit in ihr Leben und Schaffen nahm, stammte von ihrem Großvater mütterlicherseits Dr. Julius Rupp, dessen Gedenkstein noch heute in Königsberg neben dem Dom steht.
Dass ihr Ruhm über die ganze Welt geht, zeigt eine Kritik der New York Times über eine Ausstellung ihrer graphischen Blätter: „Kaum hat ein Künstler gelebt, der selbstloser, bescheidener und ehrlicher war. Sie gehört in die große Tradition von Rembrandt, Goya und Daumier, und ihre besten Blätter können sich wohl neben ihnen sehen lassen.“
In der „Käthe-Kollwitz-Ausstellung“ im Frankfurter Städel Museum sind bis 9. Juni 120 Arbeiten der großen Künstlerin zu sehen.low.ds
60 Jahre Haus der Heimat
Wiesbaden – Freitag, 19. April, 18 Uhr, YouTube-Kanal des BdV-Landesverbandes Hessen CULTURE TO GO, https://www.youtube.com/culturetogo: „Ort der kulturellen Vielfalt und des gegenseitigen Respekts – 60 Jahre Wiesbadener Haus der Heimat“. Anlässlich des 60-jährigen Bestehens des „Hauses der Heimat“ in der Wiesbadener Friedrichstraße 35 entstand Ende des Jahres 2023 im Auftrag des hessischen Landesverbandes des Bundes der Vertriebenen (BdV) in Kooperation mit dem Wiesbadener Filmemacher Harald Kuntze ein 15-minütiger Filmbeitrag, der im Rahmen der YouTube-Reihe „Vertriebenengeschichte(n)“ am 19. April Premiere feiert.
Als Ort der Vielfalt und des gegenseitigen Respekts steht das „Haus der Heimat“ in Wiesbaden allen Bürgerinnen und Bürgern offen und trägt dazu bei, das kulturelle Spektrum der Stadt zu stärken. Säle und Konferenzzimmer stehen für Veranstaltungen für alle dem „Kulturring Haus der Heimat“ angeschlossenen Vereinen und Verbänden zur Verfügung. Auf Initiative des BdV-Landesverbandes Hessen wurde im Jahr 1959 der Grundstein für das Haus gelegt. Der Ursprungsgedanke war, für die Heimatvertriebenen und deren Organisationen und Landsmannschaften einen kulturellen und gesellschaftlichen Mittelpunkt zu errichten. Ein „Haus der Heimat“ sollte vor allem der Begegnung zwischen „Altbürgern“ und Heimatvertriebenen dienen, auch um das Verständnis und Interesse für die alte Heimat im östlichen Europa zu wecken. Nach der Fertigstellung im Jahr 1962 wurde das „Haus der Heimat“ am 14. Januar 1963 feierlich eröffnet.
Das „Haus der Heimat“ ist nach wie vor ein Ort der Begegnung und des Austauschs und dient der Förderung der kulturellen Identität und des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Die Geschäftsstelle des BdV-Landesverbandes Hessen und des Deutsch-Europäischen Bildungswerks in Hessen e.V. haben ebenso ihren Sitz im „Haus der Heimat“ wie zahlreiche Landsmannschaften und Vertriebenenorganisationen sowie weitere dem „Kulturring Haus der Heimat“ angeschlossenen Vereine in Wiesbaden, deren Vertreterinnen und Vertreter im Filmbeitrag zu Wort kommen.
Ab dem 19. April, 18 Uhr, ist der Film auf dem YouTube-Kanal des BdV-Landesverbandes Hessen CULTURE TO GO zu sehen, auf dem spannende Beiträge rund um Geschichte und Kultur der Deutschen aus dem östlichen Europa kontinuierlich veröffentlicht werden.
Der Filmbeitrag ist Teil der YouTube-Reihe „Vertriebenengeschichte(n)“. Ein Projekt des BdV-Landesverbandes Hessen in Kooperation mit dem Filmemacher Harald Kuntze. Gefördert durch das Hessische Ministerium des Innern und für Sport. Carsten Becher
Nordrhein-Westfalen
Erster Vorsitzender: Klaus-Arno Lemke, Stellv. Vorsitzender: Joachim Mross, Schriftführerin: Dr. Bärbel Beutner, Geschäftsstelle: Buchenring 21, 59929 Brilon, Telefon (02964)1037, Fax (02964) 945459, E-Mail: Geschaeft@Ostpreussen-NRW.de, Internet: Ostpreussen-NRW.de
Delegierten- und Frühjahrstagung der Landesgruppe
Oberhausen – Wie gewohnt, fand die Delegierten- und Frühjahrstagung der Landesgruppe NRW am 23. März in Oberhausen in dem vertrauten „Haus Union“ statt. Die Landsleute freuten sich, dass der PAZ-Redakteur Hans Heckel als Referent gewonnen werden konnte, und man hoffte auf lebhafte Diskussionen.
Der Tag war jedoch mit einem arbeitsreichen Programm gefüllt, denn es standen Neuwahlen des Vorstandes an. Regularien, Berichte und Arbeitsgespräche füllten den Vormittag aus.
Alfred Nehrenheim, langjähriges Vorstandsmitglied der LO NRW, übernahm die Wahlleitung. Zum Vorsitzenden wurde Klaus-Arno Lemke gewählt. Die Stellvertreter sind Dr. Bärbel Beutner und Joachim Mross. Herr Klaus-Arno Lemke erklärte sich bereit, für das Amt des Schatzmeisters wieder zu kandidieren, und wurde mit großer Mehrheit gewählt. Er wird von der Geschäftsführerin Margitta Romagno unterstützt werden. Für das Amt der Schriftführerin stand nur Dr. Bärbel Beutner zur Verfügung und wurde mit Mehrheit gewählt. Auch dabei wird der Vorstand einen Weg zu verstärkter Teamarbeit angehen. Sieben Beisitzer und Beisitzerinnen wurden gewählt: Jochen Zauner (Fachreferent), Eckard Jagalla (Webmaster), Peter Harder (Jugendarbeit), Gerhard Scheer (Bezirksreferent Bielefeld/Detmold-Lippe), Margitta Romagno (Bezirksreferentin Düsseldorf), Gerda Wornowski (Bezirksreferentin Köln/Aachen) und Elke Ruhnke für allgemeine Beratung. Die Wahlperiode des Vorstandes umfasst zwei Jahre.
Der Vortrag von Hans Heckel wurde in der Einladung schlicht unter der Überschrift „Aktuelles aus Politik und Gesellschaft“ angekündigt. Der Referent wies aber gleich zu Beginn darauf hin, dass es für ihn schwierig sei, bei den momentanen rasanten Ereignissen und Veränderungen einen Schwerpunkt zu finden. „Die Geschichte macht keine Pause, und heute schon gar nicht!“, stellte er fest. Es sei eine Umbruchperiode wie zu Beginn der 1990er Jahre. Er habe sich schließlich dazu entschieden, die deutsche Innenpolitik genauer zu besprechen.
Dazu entwarf er allerdings ein düsteres Bild, indem er bei der Regierung die Absicht wahrnahm, das Land „in Grund und Boden zu regieren“. Die Regierenden würden einen Machtverlust befürchten und daher immer stärkere Mittel einsetzen, um gegen den Willen des Volkes ihre Interessen durchzudrücken. Bei einer Umordnung müssten sie um ihre Existenz und die finanziellen Zuwendungen fürchten und setzen daher Methoden ein, die auf eine offene Ausschaltung der Demokratie hinauslaufen.
Den Weg der „Grünen“ zeichnete Heckel nach von der Anti-Atom-Bewegung über die Friedensbewegung bis hin zur „Anti-Deutschland“-Politik heute. Die Partei habe ihre Ziele erreicht: Ausstieg aus der Atomenergie, Abbau der Bundeswehr, Durchlässigkeit der Grenzen. Die Union sei mit ihrer Gegenwehr gescheitert.
Wie war das möglich? Der Referent erklärte das weitgehend mit der „Verschmelzung“ der Positionen. Die Parteien würden sich kaum noch voneinander unterscheiden. Inzwischen hätten die „Grünen“ jedoch ihre weltanschauliche Führungsrolle verloren, ebenso auffallend die Sympathie im Volk. Die Reaktion darauf sei eine Kontrollsteigerung des Bürgers bis hin zur Überwachung. Was angeblich zum „Schutz des Bürgers“ unternommen würde, sei eigentlich ein Schutz der Organisationen und des Systems vor dem Bürger und vor der Freiheit der Demokratie. Der Referent scheute sich nicht, die Begriffe „Schutzhaft“ (Drittes Reich) und „Gedankenpolizei“ (1984) ins Spiel zu bringen. Der „Schutz der Demokratie“ werde dann zu einem totalitären Verbot. Gefährlich sei dabei auch die schwammige Sprache, die zu einer subjektiven Einschätzung von Schuld und Vergehen führt.
Die Demokratie könne nur überleben, betonte Heckel, wenn ein demokratisches Volk sich für sie einsetzt. Institutionen, selbst die Kirchen halten sich zurück aus Sorge um ihre Existenz. Hier hörten die Landsleute aus den Worten des Referenten den Philosophen Immanuel Kant (1724-1804), dessen 300. Geburtstag im April auf der ganzen Welt gefeiert wird. Der mündige Mensch ist gefordert, der sich seines eigenen Verstandes bedient und nach dem Moralgesetz handelt, das seine Vernunft ihm zeigt. Nur darin liegt letztlich die Lösung auch unserer Probleme.
Eine harte Arbeitstagung, in der nur einige erheiternde Beiträge über Geschichten aus Suleyken von Siegfried Lenz die Atmosphäre auflockerten, wurde mit dem Ostpreußenlied beendet.
Bärbel Beutner
Sachsen
Vorsitzender: Alexander Schulz, Willy-Reinl-Straße 2, 09116 Chemnitz, E-Mail: alexander.schulz-agentur@gmx.de, Telefon (0371) 301616
Immanuel Kant
Chemnitz – Sonnabend, 13. April, 10 bis 12 Uhr, Pfarrhaussaal der St. Matthäus Kirche, Zinsendorfer Straße 14: Gedenken an den 300. Geburtstag von Immanuel Kant mit Hans-Jörg Froese. Sie sind herzlich eingeladen.


